vfldino




Totale Sonnenfinsternis am 22.7.2009

Ich bin wohlbehalten aus China zurückgekehrt. Leider waren die Wetterbedingungen in Wuzhen nicht ideal. Als Beobachtungsplatz hatte ich mir, wie einige andere auch, den Platz vor dem Zhaoming Academie Inn Restaurant (Bild 1) (Bild 2) (Bild 3) (Bild4)ausgesucht, weil ich es dort idealer fand als im Wassertheater. Die partielle Phase begann bei bedecktem Himmel und gelegentlichen Schauern. Aber das Glück war auf unserer Seite, weil 12 Minuten vor der Totalität eine Wolkenlücke den Blick auf die verfinsterte Sonne freigab:

  

(Bilder anklicken für Großansicht)

 Die schrumpfende Sonnensichel, der Perlschnureffekt, der Diamantringeffekt und die innere Korona konnte wegen hoher Wolken ohne Schutzbrille wunderbar beobachtet werden.

  

  

Die äußere Korona war aber wegen der Wolken nicht zu erkennen. Auch gelangen mir keine Fotos der Korona. Weil sie immer wieder hinter Wolken verschwand, bekam ich sie nicht in den Sucher der Kamera, der dummerweise auch etwas beschlagen war. So verpasste ich die richtigen Momente zum Betätigen des Auslösers.

Gegen Mitte der Totalität zog sich der Himmel, der sehr dunkel erschien, erneut zu. Danach war die Sonne erst nach der Totalität nur noch einmal kurz zu sehen.

  


Video von Eclipse-Reisen, dem Reiseveranstalter:

Der 2. Kontakt, wie wir ihn gesehen haben:

 

Aufnahmen der Sonnenfinsternis erwiesen sich als schwierig. Zu Beginn war die Sonne nicht zu sehen und die Geräte konnten nicht ausgerichtet werden, auch weil es immer wieder Regenschauer gab. Als dann die Sonnensichel kurz vor der Totalität erschien, wurde es hektisch. Es blieb keine Zeit mehr, alle Kameras einzurichten. Wegen der schwülen Hitze versagte meine PC-Kamera und ich konnte keine Aufnahmen damit machen. Aber das wichtigste war, die Sonnenfinsternis vor Ort zu erleben. Das war bei der Hektik wichtiger als alle Kameras.

Das gemeinsame Erleben der Sonnenfinsternis war sehr emotional, zumal wir doch noch was gesehen haben, nachdem die Hoffnung auf die Wolkenlücke schon fast aufgegeben war. Jedoch hätten wir auch gerne die anderen Effekte, die zu einer Sonnenfinsternis gehören, gesehen wie das Horizontleuchten, Sterne am verfinsterten Himmel und den wandernden Mondschatten. Das entging uns diesmal leider.

Video: Panorama von meinem Beobachtungsplatz. Ich bin an dem weißen T-Shirt in der Bildmitte bei dem kleinen Pult (Tisch mit Schattenbox für mein Notebook) zu erkennen.

 


Was es sonst noch gab: Der Reiseverlauf

Außer der Sonnenfinsternis war die Kurzreise vollgestopft mit Programmpunkten. Nach der Ankunft in China traf uns nach dem ersten Schritt ins Freie erst mal der Schlag: Es war fast 40 Grad heiß bei über 90% Luftfeuchtigkeit! Die Brühe lief nur so an einem runter. Als erstes fuhr unsere Reisegruppe mit dem Transrapid in die City von Shanghai. 40 Kilometer in 7 Minuten bei einer Höchstgeschwindigkeit von  430km/h! Dafür muß man nach Shanghai fliegen, um den in Deutschland entwickelten Hochgeschwindigkeitszug zu erleben:

Danach ging es mit dem Reisebus erst einmal durch Shanghai-Stadt. Eine riesige Metropole mit zahlreichen architektonischen Meisterleistungen, vielen Hochhäusern und Brücken. Anschließend fuhren wir über die Autobahn ca. 120 Kilometer Richtung Süden.

 

Schließlich erreichten wir Wuzhen, ein im altchinesischem Stil erhaltenes Wasserdorf mit vielen Kanälen, Brücken und filigraner Holzarchitektur. So was zwischen Venedig und Amsterdam, nur eben chinesisch. Dort war auch unser Hotel und der Beobachtungsort für die Sonnenfinsternis. Das Dorf befindet sich auf einer Art Insel, ist autofrei und kann nur mit Hilfe eines Stocherkahns oder zu Fuß über Steinbrücken erreicht werden.

Direkt nach der Ankunft gab es erst mal Mittagessen. Das ist keineswegs so, wie man es vielleicht von China-Restaurants in Deutschland kennt. Die Tische sind rund und in der Mitte steht eine drehbare Platte. Verschiedene Gerichte werden nach und nach serviert und man nimmt sich von jedem etwas auf den eigenen Teller. Am ersten Tag habe ich es noch mit Stäbchen versucht, es dann aber recht schnell aufgegeben, weil hungrig, und auf "normales" Besteck umgestiegen.

Nach dem Einchecken und der Besichtigung meines Zimmers, dass sich in einem der Gästehäuser direkt an einem der Kanäle befand und einen schönen Ausblick gewährte, fand dann das Briefing zur Sonnenfinsternis statt. Insgesamt hatte der Reiseveranstalter Eclipse-Reisen etwa 300 Sofi-Interessierte in mehreren Reisegruppen nach Wuzhen gelockt. Die Promis der Sofi-Szene wurden vorgestellt und das Organisatorische wurde erläutert.

Danach war dann Gelegenheit, das Wasserdorf zu besichtigen. Herrliche kleine Gassen, Brücken, Kanäle und Holzhäuser luden zum Bummeln ein. Am Ende des Dorfs befindet sich die Pagode des weissen Lotus, dem Wahrzeichen des Dorfs. Besonders abends ist es sehr schön, wenn alles stimmungsvoll beleuchtet ist. Auch wurden Kontakte zur einheimischen Bevölkerung geknüpft. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das Dorf und einem kühlen Drink in einer der zahlreichen kleinen Gaststätten war es Zeit, ins Bett zu gehen. Die Sonnenfinsternis am nächsten Morgen sollte nicht verschlafen werden!

Am Morgen des Tags der Sonnenfinsternis war ich früh wach. Ein erster Blick aus dem Fenster liess nichts Gutes erahnen: Bedeckter Himmel und leichter Regen! Das konnte doch nicht wahr sein! Aber es war ja noch Zeit. Also erst mal frühstücken. Etwas anders, als in Deutschland, aber lecker. Spiegelei mit Speck, Weißbrot mit Marmelade und Obst. Und von allem reichlich! Auch der Kaffee war akzeptabel. Nur sollte mal jemand den Chinesen sagen, dass größere Tassen besser sind. Dann braucht man nicht alle zwei Minuten nachzuschenken. Auf jeden Fall war die gute Frau in unserem kleinen Frühstückslokal sehr zuvorkommend und immer auf "Ballhöhe".

Danach wurde die Beobachtung der Sonnenfinsternis vorbereitet, mehr dazu siehe oben. Nachdem die Sonnenfinsternis beendet war, wurde erst mal geduscht, anschließend gepackt, die Zimmer ausgecheckt und sich zum Mittagessen im Haupthaus des Hotels getroffen.

Danach hieß es Abschied nehmen. Wieder mit der Stocherfähre wurde die Altstadt von Wuzhen verlassen. Nachdem jeder sein Gepäck im richtigen Bus verladen hatte, wurde ca. um 14 Uhr die Rückfahrt Richtung Shanghai angetreten.

Dort hatten wir dann noch etwas Zeit, uns in einem Einkaufszentrum mit Souvenierartikeln einzudecken. Auch wurden noch am Straßenkiosk ein paar chinesische Dosen Bier vernichtet. Es folgte am Abend das Abschiedsessen in einem edlen Restaurant der etwas größeren Art (auf mindestens 4 Etagen). Damit endete das offizielle Reiseprogramm und wir wurden zum Flughafen gebracht.

Nach dem Einchecken begann dann das Drama: Unser Flieger hing wegen einer Schlechtwetterfront in Peking fest und wir mussten 6 Stunden im Terminal in der Duty-Free-Zone warten. Von der Fluggesellschaft nur mit Tee, Wasser und Keksen versorgt. So manch einem lagen die Nerven blank und das "unschuldige" Flughafenpersonal mussten einige Verbalattacken einstecken. Letztendlich sind wir aber doch wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen.

Kompette Bildergalerie meiner Reise:

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de