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Hier ist die etwas andere Seite über

Borussia Mönchengladbach

                                   

 

Hier gibt es aktuelle Fotos, Clips und Berichte meiner Stadionbesuche.

Garantiert betrachtet durch die 100%ige schwarzweißgrüne Vereinsbrille!

Ältere Videoclips von mir findet ihr

  hier!  

 

Ich bin Mitglied im Fanclub Borussenfestung Siegerland.


++AKTUELL++AKTUELL++AKTUELL++

34. Spieltag: Määnz nullfünf - Borussia 0:3

Es war eine geile Tour zum Abschluß dieser irren Saison. Zunächst trafen wir uns wieder an der Tankstelle in Siegen, um die Autos sinnvoll zu besetzen. Ali ließ sein Auto stehen und fuhr bei Uwe-Uwe 2.4 zusammen mit Osram, Patty und Uschi mit. Ich fuhr bei C&A im Auto mit. Auch Nr. 20 war an erstmals mit an Bord. Meistens fährt selbiger ja mit der Bahn zu den Spielen. Zunächst wurden die frisch eingetroffenen Fanclub-Schals bewundert und verteilt.Dann, in Erwartung eines entspannten Kicks, starteten wir Richtung Mainz. An der Raststätte Wetterau legten wir einen Zwischenstop ein. Eigentlich sollte sie nur ein bis zwei Zigarettenlängen dauern. Aber Ali, völlig ausgehungert, zog sich am Imbiss erst mal eine Currywurst rein, die nach seinen Angaben sehr gut war. Deshalb dauerte die Pause etwas länger, so dass Tine auf die Weiterfahrt drängte. Schließlich ging es dann doch weiter und wir erreichten Mainz rechtzeitig.

Am Gelände des neuen Stadions angekommen, wurden wir bei der Einfahrt zum Parkplatz zurückgewiesen, da wir keinen Parkausweis hatten. Da fehlten ein paar Schilder, dass man einen solchen braucht. Eine typische Panne bei neuen Stadien. So suchten wir uns auf dem Gelände der Universität Parkplätze für unsere zwei Autos und wurden schließlich auf einer Baustelle zwischen Baubuden fündig. Etwas eng, aber kostenlos. Nach einem zehnminütigen Fußmarsch erreichten wir vom Regen durchnässt das Stadion.

Dieses mit Sponsornamen versehene Stadion (Cornflakes-Arena oder so ähnlich) sieht von aussen eher aus wie ein Supermarkt. Ein hässlicher roter Klotz mitten in der Landschaft. Die Einlasskontrollen waren zum Glück recht oberflächlig. Seltsam dabei war, dass Tine ihren Rucksack abgeben musste, den Inhalt aber mitnehmen durfte. Vor dem Block traf ich noch Fossi, der mit dem Bus der Sauerländer gefahren war. Noch schnell wurde Bier besorgt und es ging rein in den Gästeblock. Von innen ist das Stadion überraschend schön, bis auf die hässliche rote Farbe. Recht steile Ränge, fast wie früher am Bökelberg, und ein eher unauffälliges Fangnetz lassen einen guten Blick auf das Spielfeld zu.

Die Stimmung war von Anfang an gut. Auch die Ultras unten im Block waren heute sehr kreativ. Als erstes testeten sie die Qualität des Fangnetzes. Ergebnis: Test nicht bestanden! Ein Ruck, und das Netz zammelte herunter. Als nächstes wurden silberne und grüne Fähnchen aus Metallic-Folie verteilt. Ganz unten im Block gab es auch hunderte schwarzweißer aufblasbarer Wasserbälle. Dazu waren einige Fans im Hinblick auf die kommende Europatour in Urlaubskleidung erschienen, ausgerüstet mit Urlaubsutensilien wie Strohhüten Ananas-Cocktails und ähnlichem. Zum Anpfiff folgte dann die einmalige und amüsante Wasserball-Choreo, bei der die Bälle gleichzeitig aufs Spielfeld geworfen wurden. Wohl auch deshalb war zuvor das Fangnetz "entfernt" worden. So wurde der Anpfiff um eine Minute verzögert, bis der Ordnungsdienst die Bälle wieder vom Spielfeld geräumt hatten.

Das Spiel begann der Gastgeber zunächst besser. Borussia war zunächst nicht gut im Spiel und nach vorne ging noch nicht viel. Die ersten Chancen des Spiels hatten die Karnevals-Kicker. Aber wirklich gefährlich wurde es für Borussia nicht. Nach und nach erspielte sich Borussia dann mehr Spielanteile und erarbeitete sich auch Chancen, die zunächst noch verpufften. Nach einer halben Stunde war es dann soweit. Daems setzte sich auf der linken Seite durch. Seinen Querpass erreichte Reus, der unhaltbar zum 0:1 einnetzte. Endlich sahen wir wieder den erfolgreichen Kurzpassfußball, den wir in den letzten Wochen öfters vermisst hatten. Borussia hatte das Spiel jetzt unter Kontrolle und ging mit der knappen Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte setzte Borussia das souveräne Spiel fort. Den Mainzern fiel kaum noch etwas ein. Borussia hatte mehrere gute Chancen. Ring scheiterte noch am Mainzer Torwart. Aber nur wenige Minuten danach machte es Reus besser und erhöhte nach genialem Zuspiel von Neustätter auf 0:2. Jetzt wurde es ein richtig entspannter Kick. Gegenwehr von Mainz war kaum noch vorhanden. Selbst Uwe-Uwe 2.4 hatte kaum was zu meckern. De Camargo erhöhte das Ergebnis nach Zuspiel von Reus auf 0:3 und das Spiel war entschieden. Jetzt ging es wohl nur noch darum, Dante in seinem letzten Spiel für Gladbach ein Tor zu ermöglichen. Sein Freistoß sorgte aber nicht für Gefahr. Auch bei den zahlreichen Ecken kam er nicht in Kopfballposition und es wurde nichts mehr mit einem Tor für ihn. Am Ende war es ein hochverdienter Sieg für die Galerie. Es war ja schon vor dem Anpfiff klar, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging.

Nach dem Abpfiff war Feiern angesagt. Einige taten das mit Hilfe von Pyros. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, kam die Mannschaft vor den Gladbachblock, um mit uns Fans diese geile Saison zu feiern. Einzeln wurden die Spieler von uns Fans gefeiert, nachdem sie mit Sprechchören aufgefordert wurden. Nachdem zunächst die Abgänger Reus, Dante und Neustätter an der Reihe waren, wurden auch fast alle anderen Spieler nach vorne gerufen. Darunter mischte sich zur Freude unseres Präsis auch Uwe Kamps, dem besten Torwarttrainer dieses Planeten. Auch er hat diese Saison vollen Einsatz gezeigt. Er macht sich ja zumeist vor dem Spiel besser warm als unsere Spieler.

Nachdem die Spieler sich verabschiedet hatten, leerte sich der Block nur langsam. Als wir es endlich hinaus geschafft hatten, wurde sich zuerst am Imbiss gestärkt. Dann traf ich noch ein paar Freunde aus alten Zeiten, unter anderem Gernot von den Custodes, meinem ehemaligen Fanclub, sowie Rübi von den Hagener Löwen. Auch Küche wurde wieder mal herzlichst begrüßt. Nach und nach verlor sich die Schar der verbliebenen Fans und wir machten uns auf Richtung Parkplatz. Erneut wurden wir durchnässt vom pünktlich einsetzendem Regen. Das motivierte Uschi und Uwe-Uwe 2.4 zum Pfützenpogo. Waren wir durch den Regen nicht schon nass genug? Naja, wenn sie es brauchen...

Am Parkplatz angekommen, schälten wir uns zunächst aus den nassen Klamotten, begleitet vom Song des Tages aus Präsis Autolautsprechern. Heute war das "Ali hat Schuld..." Ali nahm es aber mit Humor. Auch beim Zwischenstop auf der Rückfahrt war er gut drauf und legte eine Tanzeinlage auf der Raststätte hin. Zu lange hielten wir uns diesmal jedoch nicht auf. Wir hatten am Abend ja noch was vor. Unser Neumitglied Flipper, der nicht mit nach Mainz gefahren war, hatte zu sich in seine Partyhütte nach Kratzwinkel eingeladen. Nachdem wir Nr. 20 in Betzdorf am Bahnhof abgesetzt hatten, traf unser verbliebener Rest etwa um 21 Uhr in Kratzwinkel ein.

Dort wurden wir herzlich von einer bunt gemischten Schar von Gladbachfans und ein paar Fans anderer Konfession empfangen, die doch schon teilweise etwas biergeschädigt war. Bevor wir uns auch dem Bierkonsum hingeben konnten, wurde jedoch erst noch Präsis Wettschuld gesühnt. Vor einem Jahr, nach dem Klassenerhalt durch die Relegation, hatte er leichtfertig seine Haarpracht auf das Erreichen des internationalen Wettbewerbs in dieser Saison verwettet. Uschi übernahm die Vollstreckung persönlich. Unter Sprechchören und Applaus fiel die Haarpracht. Ne, Präsi, was hast du die Haare schön! Die abgeschnittenen Haare wurden übrigens sorgsam aufgefegt und eingepackt. Sinnvolle Vorschläge für die weitere Verwendung der Haare sind jedoch bisher noch nicht gemacht worden.

Jetzt endlich war mehr Zeit, sich um die leckeren Salate mit Bockwürstchen und die reichlich vorhandene Hopfenbrause zu kümmern. Die Stimmung war prächtig. Uschi und Gandalf konnten jetzt endlich mal ihre versteckte Pyromanie ausleben. Es wird wohl das neue Traumpaar. Uschi steht halt nicht auf Männer mit Kurzhaarschnitt. Einen weiteren Höhepunkt gab es noch: Dennis zog in Bierlaune eine Wette durch und sprang bei diesem miesen Wetter in den noch kälteren Pool! Respekt! Ziemlich bibbernd, aber um zwanzig Euro reicher, kam er wieder heraus.

Nach ein paar Stunden bei Bier und Musik verschiedenster Geschmäcker überzeugte uns Tine, die Heimfahrt anzutreten. War ja möglicherweise auch blöd für sie, nüchtern ihre Lieblingsschlagermusik zu ertragen. Gandalf und ich wären zwar gerne noch geblieben, aber Tine blieb freundlich, aber bestimmt. Und was sie sagt, ist Gesetz! Um kurz nach eins verabschiedeten wir uns und fuhren wieder nach Siegen. Nochmal vielen Dank an Flipper und Familie für die freundliche Einladung! Eine megageile Saison ist zu Ende!

Bilder:


33. Spieltag: Borussia - Augsburch 0:0

Zum letzten Heimspiel der Saison konnten wir (C&A, Wolfgang, Steffi und ich) recht entspannt anreisen. Der vierte Tabellenplatz war so gut wie gesichert und die Chance, die Schalker noch von Platz drei zu verdrängen, war eher gering. Wir konnten also auch einen entspannten Kick erwarten. Wie sich zeigte, behielten wir mit unserer Prognose leider recht.

Im Stadion angekommen, trafen wir als erstes die Fischbach-Brüder. Dennis war vom Vorabend wohl noch sehr angeschlagen und litt unter erheblichen Konditionsproblemen. Schon vor der Halbzeit musste er sich eine Auszeit nehmen und verließ den Block. Aber auch das half nichts mehr. Wenige Minuten vor Spielende war er verschwunden. Jaja, die jungen Leute können von den alten noch was lernen...

Zum Spiel brauche ich nicht viel schreiben. Es war ein müder Sommerkick bei frühlingshaften Temperaturen mit wenig Torraumszenen. Die wenigen Chancen zu Beginn wurden halbherzig versemmelt. Der Schiedsrichter übersah ein Handspiel eines Augsburgers im Strafraum. Es hätte Elfmeter geben müssen. Auch Augsburg schoss ein paar mal auf unser Tor, was ter Stegen aber vor keine Probleme stellte. Zwischendrin war es nur Krampf und müdes Geschiebe. Erst zum Schluß erarbeitete sich Borussia noch ein paar Chancen, die ebenfalls vergeben wurden. Allein Reus hatte mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am Augsburger Torwart Jentsch, der übrigens gebürtiger Gladbacher ist. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden. Für mich waren die vereinzelten Pfiffe aus der Kurve unverständlich. Viel mehr war heute nicht zu erwarten. Man hat gemerkt, dass die Luft kurz vor Ende dieser Super-Saison raus ist. Wer hätte schon damit gerechnet, dass wir vierter werden?

Die Highlights des Tages kamen erst nach dem Abpfiff. Die Mannschaft feierte vor der Kurve das Erreichen des internationalen Wettbewerbs. Auch wurden die Spieler, die Borussia leider verlassen, verabschiedet. Bei Dante gab es wieder vereinzelte Pfiffe. Warum? Er hat sich immer reingehangen und alles gegeben. War doch klar, dass er irgendwann gehen wird. Er wäre fast schon letztes Jahr weg gewesen. Danke, Dante, für drei geile Jahre!

Trainer Lucien Favre bekam auch seinen Extra-Auftritt. Dafür wurde er nochmal aus der Kabine geholt, in die er direkt nach dem Abpfiff verschwunden war. Er wurde aber lautstark von der Kurve gefordert und ließ sich nicht lumpen. Allein vor der Kurve machte er die Welle. Vielen Dank an Lucien Favre! Ohne ihn wären wir jetzt nicht da, wo wir jetzt sind! Dank ihm haben wir letzte Saison die Klasse gehalten und sind jetzt in der CL-Qualifikation dabei!

Nachdem sich alle Leute von der Borussenfestung Siegerland hinter der Kurve wieder getroffen hatten, gingen die meisten noch zur Fanfete am Fanhaus. Das sollte das letzte Highlight des Tages werden. B.O. machte das Fanhausgelände, dass ziemlich gut gefüllt war, zur Partyzone, auch mit ihrem neuen Europapokal-Song. Geschätzte 6.000 Fans tummelten sich jetzt vor der Bühne und bei den Bierständen. Heute waren auch wieder 90 Liverpool-Fans zu Gast. Auch zahlreiche Augsburg-Fans, die ja auch was zu feiern hatten, nämlich ihren Klassenerhalt, fanden sich ein. Es war also ein bunter Mix von Fans mit Partylaune. Moderate Bierpreise (20€ für ein 5-Liter-Fass)  sorgte dafür, dass der Pegel rasch anstieg.

Nur kurz mussten wir warten, bis die Mannschaft ihren Besuch abstattete. Als erstes bombardierte sie die Fanschar mit unzähligen Sponsorbällen. Da mutierten beim Versuch, die Bälle zu fangen.so manche Erwachsene zu Kindern. Wie ich später erfuhr, ging dabei das eine oder andere Handy zu Bruch. Tja, Küche, wenn man Bilder macht, kann man keine Bälle fangen. Auch Steffi gelang es, einen Ball zu erobern. Uschi und Uwe-Uwe 2.4 sowieso. Die haben ja immer Bedarf an Bällen für ihre Rasselbande.

Danach erwies sich die Mannschaft mal wieder als sehr musikalisch. Unter der Regie von de Camargo stellte sie die Borussia-Version eines aktuellen Latino-Hits vor. Auch die altbewährten Lieder "Elf vom Niederrhein" und "Die Seele brennt" wurden gemeinsam gesungen bzw. gegröhlt. Dann war es Zeit, die Mannschaft zu verabschieden. Die Spieler verließen die Bühne. Auch vor der Bühne wurde es merklich leerer. Die Event-Touristen und Modefans gingen jetzt ebenfalls nach Hause.

Der harte Kern blieb jedoch. B.O. und später noch zwei weitere Bands setzten die Beschallung fort. Gute Party-Mucke! Der weiter ansteigende Bierpegel ließ dann auch bei einigen Fans die Zurückhaltung fallen. Das Ergebnis war dann Pfützen-Pogo. Da wir dummerweise in der Nähe der größten Pfütze standen, blieb kaum einer von uns von Schlammspritzern verschont. Uschis Kids, die auch mit dabei waren, waren jetzt in ihrem Element und sauten sich so richtig ein. Ob Uschi die Kids am Abend als Ganzes in die Waschmaschine gesteckt hat, ist mir leider verborgen geblieben.

Als der Bierpegel weiter angestiegen waren und die ersten tieffliegenden Bierfässer und Sponsorbälle zu bemerken waren, entschlossen wir uns, besser die Heimfahrt anzutreten. Die sollte es auch noch in sich haben. Zuerst landeten wir in einer unangekündigten Vollsperrung am Dreieck Jackerath und befanden uns plötzlich auf der Autobahn Richtung Aachen. Worauf sich eine amüsante Diskussion zwischen unserem Fahrer und seinem blonden 8-Bit-Navi auf dem Beifahrersitz entfachte. Selbst die sonst so geduldigen Mitfahrer auf der Rückbank mischten sich ein. Der Fahrer ignorierte jedoch alle Ratschläge und fand nach längerer Landstraßen-Fahrt selbst wieder den Weg auf die Autobahn Richtung Heimat.

Einen Schmunzler verursachte dann noch unser Navi Tine auf dem Rasthof Frechen. Die Männer haben es bei den Pinkelpausen ja einfacher. Tine kam jedoch laut schimpfend nach Verrichtung ihres Geschäfts aus dem Gebüsch und war gar nicht zu beruhigen. Sie hatte sich als Versteck im Dunkeln einen Brennesselbusch ausgesucht. Anschließend hat sie auf dem Rest der Rückfahrt wohl recht warm gesessen. Tja, es war nur clever! So spart man sich die Kosten für eine Sitzheizung. Um kurz vor Mitternacht waren wir dann wieder in Siegen.

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32. Spieltag: Doofmund - Borussia 2:0

Zum Borussen-Duell setze unser Fanclub diesmal einen Bus ein. Mittlerweile hat unser Fanclub ja schon eine stattliche Mitgliederzahl, so dass sich der Einsatz eines Busses lohnt. Mit etwa dreißig Leuten starteten wir ab Siegen Richtung Zecken-Town. Auch ein paar schwatzgelbe Fans hatten wir im Bus dabei. Auf der Raststätte Sauerland trafen wir auch wieder unsere Freunde von Sauerland-Powerland, die natürlich auch wieder mit dem Bus unterwegs waren und es sich nicht nehmen ließen, sich durch Böller und Rauchbomben bemerkbar zu machen. Auch nach der Ankunft auf dem Parkplatz im Westfalenpark waren Böller zu vernehmen. Die anwesende Polizei beließ es aber bei Beobachtung und griff nicht ein. Insgesamt war es eine recht entspannt wirkende Situation mit entspannt wirkenden Ordnungskräften.

Vor dem Stadion zerstreute sich dummerweise unser Fanclub, weil jeder noch irgendwie andere Pläne zur Gestaltung der Zeit bis zum Anpfiff hatte. So ging ich mit meiner Tochter Steffi recht schnell ins Stadion. Die Personenkontrollen waren diesmal recht oberflächlich. Noch schnell einmal aufs Klo und ein Bier geholt und schon ging es rein in den schon frühzeitig vollen Gästeblock. Zum Glück fand sich oben links im Block noch ein Eckchen mit etwas Platz für uns, wo auch Steffi gute Sicht hatte. Später erfuhr ich, dass die anderen wohl erhebliche Probleme mit dem Finden eines Platzes hatten, weil der Eingangsbereich verstopft war und die Ordner lieber Fußball guckten, statt den Eingang freizuhalten. Gandalf erhielt nach seinen Angaben dabei einen "Bodycheck auf den Oberschenkel". Wie das ausgesehen hat, muß wohl bei ihm selbst erfragt werden. Jedenfalls kam er später leicht humpelnd aus dem Stadion.

Das Spiel ist schnell erzählt. Die Vorraussetzungen waren klar. Da die Bazis in Bremen gewonnen hatten, benötigten die Zecken einen Sieg, um die Meisterschaft klar zu machen. Und so lief auch das Spiel. Doofmund war sehr druckvoll und hatte einige Chancen, darunter einen Pfostentreffer. Das 1:0 fiel zwangsläufig, wenn auch nach einem nicht gerechtfertigtem Freistoß, per Kopfball. Bis dahin war von Offensivbemühungen unserer Borussia nichts zu sehen. Die einzig gute Aktion in der ersten Hälfte endete mit einem Tor von Hanke, dass aber wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Wie die Fernsehbilder zeigten, war es eine Fehlentscheidung. Wie wäre es gelaufen, hätte dieses Tor gezählt? Aber das hilft uns auch nicht weiter. Insgesamt waren wir mit dem Halbzeitstand von 1:0 gut bedient.

In der zweiten Hälfte kam Borussia etwas besser ins Spiel. Unsere Angreifer rannten sich aber immer wieder in der Zecken-Abwehr fest. In diese Drangphase hinein fing sich Borussia einen Konter, der zum 2:0 verwertet wurde. Erst danach hatte Borussia richtig gute Chancen. Der Schuß von Reus wurde auf der Linie abgewehrt, nachdem er den Torwart schon umspielt hatte. Auch bei ein paar Sololäufen bekam er mehr Gegenwehr als noch eine Woche zuvor beim Derby und konnte sich nicht in Zweikämpfen durchsetzen.

Die Zecken ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Sie hatten auch noch ein paar Chancen, aber nicht mehr so deutliche wie in der ersten Hälfte. Kurz vor Schluß köpfte Dante noch einmal über das Tor. Am Ende war es eine verdiente Niederlage gegen den alten und neuen deutschen Meister, der über die gesamte Spieldauer den stärkeren Siegeswillen zeigte. Dementsprechend laut wurde es nach dem Abpfiff, als die Zecken ihre Mannschaft feierten. Nur ein Teil unserer Spieler kamen zum Gästeblock, um sich zu verabschieden. Ist wohl auch blöd, dem Gegner beim Feiern der Meisterschaft zuzusehen. Dabei fiel auch reichlich Pyrotechnik in der schwatzgelben Wand auf, auch schon vor Spielende. Und so was bei einem Heimspiel! Schämt euch, Zeckenfans!

Nachdem wir es endlich wieder geschafft hatten, aus dem Block zu gelangen, trafen wir auch wieder den Rest des Fanclubs hinter dem Block. Wir waren uns einig darüber, dass es eine verdiente Niederlage war, obwohl im Zustandekommen unglücklich. Auch, dass die Zecken verdient deutscher Meister geworden sind, ist unzweifelhaft. Glückwunsch, Zecken-Town! Seltsamerweise hörte man auf dem Weg zum Busparkplatz nur Gesänge unserer Borussenfans. Die wenigen Fans, die das Stadion und die dort stattfindende Meisterfeier schon verlassen hatten, zogen Gesichter, als wären sie abgestiegen. Ein seltsames Volk! Amüsant war auch Gandalfs Monolog über die Zustände im Stadion. Er hatte ja im Gedränge eine leichte Blessur erlitten und steigerte sich fast in einen Schimpf-Rausch. Leicht humpelnd erreichte aber auch er den Bus. Komisch, mir ist hier in über zwanzig Jahren noch nie was passiert.

Nachdem wieder alle am Bus eingetroffen waren, ging es auf die Rückfahrt. Die Stimmung war trotz der Niederlage recht gut. Die Handvoll Zeckenfans in unserem Bus hielten sich seltsamerweise ziemlich zurück. Waren sie nicht eben deutscher Meister geworden? Dennis, unser Gröhl-Nachwuchs, versuchte sich erneut mit dem Kultgröhl "Zehn nackte N...", worauf ich mal wieder beweisen musste, dass es auch lauter geht. Nach erneutem Zwischenstopp auf der Raststätte und erneutem Treffen des Sauerländer Fanclubs trafen wir um kurz vor Mitternacht wieder in Siegen ein.

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31. Spieltag: Borussia - Effzeh Rattenpack Kxln 3:0

Zum Derby gegen den Beklopptenverein war die Borussenfestung Siegerland mal wieder stark vertreten. Ich fuhr mit C&A im Auto mit. Dabei waren auch Jörg und Wolfgang. Im Stadion angekommen, trafen wir uns mit den anderen hinter der Kurve, um noch einiges zu bereden. Auch einige Mitglieder, die noch nicht so lange im Fanclub sind, wurden begrüßt, unter andere die Katzwinkel-Fraktion und Antje aus dem Hickengrund. Nach der obligatorischen Stärkung am Imbiss ging es rein in den Block. Richtiges Bier gab es ja aus Sicherheitsgründen heute nicht, deshalb musste es heute mal ein alk-freies Colabier sein.

Das Stadion war heute nicht ganz ausverkauft. Etwa 1200 Karten hatten die Kxlner von ihrem Kontingent zurückgeschickt. War es Angst vor Randale oder hatten sie das Flaschenverbot wörtlich genommen und 1200 Flaschen waren daheim geblieben? Jedenfalls waren die Karten nicht erneut angeboten worden und die Plätze blieben leer. Die anwesenden Kxln-Fans schienen führungslos zu sein. Jedenfalls war das ganze Spiel  über so gut wie nichts von ihnen zu hören. Nur beim Einmarsch der Mannschaften fielen sie mal wieder negativ durch einige Bengalos auf.

Die Stimmung in der Nordkurve war dafür um so besser. Da bereits vor Anpfiff feststand, dass Borussia nach sechzehn Jahren erstmals wieder international vertreten sein wird, war wiederholt das Europapokal-Lied in aller Munde. Auch die Gäste aus dem Debilenkaff bekamen mehrfach die akustische Breitseite in Form von Schmähgesängen. Wie gesagt, aus dem Gästeblock kam rein gar nichts. Das Rattenpack hatte sich wohl schon vor Anpfiff mit der anstehenden Standardklatsche abgefunden.

Borussia begann das Spiel druckvoll und war feldüberlegen, ohne zu zwingenden Torchancen zu kommen. Nur bei der schönen Direktabnahme von Hanke musste Rensing sich mächtig strecken. Den ersten Torschuss aufs Gladbacher Tor gab bei einem der wenigen Angriffe der Kxlner der aus Polen stammende deutsche Nationalspieler ab, der aber deutlich drüber ging. Ansonsten war Borussia drückend überlegen. Nach neunzehn Minuten wurde Reus vor dem Strafraum gefoult. Arango dachte daraufhin wohl ans Hinspiel zurück, wo er per Freistoß ein Tor erzielt hatte. Für alle, die es damals verpasst hatten, wiederholte er seinen Streich. Es war die selbe Position und die selbe Ecke. Nur die Flugbahn war geringfügig höher. Das Ergebnis war das selbe: Der Ball schlug unhaltbar rechts unten ein und es stand 1:0!

Jetzt nahm das Derby etwas Fahrt auf. Borussia hatte viel Ballbesitz und weitere Chancen auf das zweite Tor. Die größte vergab Hanke freistehend, nachdem Reus den Ball erobert und gut aufgelegt hatte. Hanke hatte wohl zu viel Zeit zum Nachdenken und scheiterte an Rensing, dem einzigen Kxlner in Normalform. Mit der knappen Führung ging es in die Pause.

Am Anfang der zweiten Halbzeit kamen die Kxlner zunächst etwas besser ins Spiel und hatten ein paar Chancen. Wir konnten uns aber auf ter Stegen verlassen, der mal wieder ein sicherer Rückhalt war. Aber diese Druckphase der Gäste dauerte nicht lange. In der 53. Minute verlängerte Jantschke, der für den verletzten Neustätter eingewechselt worden war, eine Freistoßflanke von Reus per Kopf zum 2:0! Schade, dass ich heute nicht im selben Block wie unser Präsi stand. Ich hätte gerne seinen Kommentar zu seinem Lieblingsspieler gehört. Und es war keine Zeit zum Verschnaufen. Kaum war die Lautsprecheransage zum 2:0 verstummt, lief schon der nächste Angriff. Reus machte drei Kxlner Abwehrspieler zu Brummkreiseln und schob an Rensing vorbei zum 3:0 ein!

Jetzt war der Drops gelutscht und die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt. Die Kxlner fügten sich in ihr Schicksal und offenbarten erschreckend spielerische Schwächen. Ein paar zaghafte Versuche scheiterten kläglich und wurden mit höhnischem Beifall quittiert. Borussia beschränkte sich jetzt überwiegend auf das Verwalten des Ergebnisses mit gelegentlichen Vorstößen. Dass dieses Spiel für die Kxlner nicht in einem Debakel endete, lag nur an Rensing, der mehrfach weitere Gladbacher Chancen abwehrte. Den Höhepunkt aus Gästesicht lieferte der Pole, dessen Freistoßflanke nahe der Eckfahne landete.

Da von den Beklopptenfans nichts zu hören war, übernahm kurzerhand die Nordkurve die Anfeuerung des Nationalspielers, dessen dicken Hals man bis in die Nordkurve sehen konnte. Auch weitere Schmähgesänge wie "Trainer raus" oder "Solbakken" sowie "Auf Wiedersehen" mit Taschentüchergewinke mussten die Gäste jetzt ertragen. Vielleicht war es teilweise übertrieben, aber das ist Geschmackssache. Schon eine Viertelstunde vor Schluß wurde unter Jubel das Derbysieg-Banner ausgerollt. Reaktion der Kxln-Fans: Fehlanzeige!

Borussia brachte das Ergebnis jedenfalls sehr souverän über die Zeit und es war am Ende ein hochverdienter Sieg, der leicht hätte höher ausfallen können. Es war der vierte Derbysieg in Folge mit der Gesamt-Bilanz von 15:1 Toren! Dementsprechend wurde die Mannschaft vor der Kurve gefeiert. Roel Brouwers, von der Kurve als Vorsänger auserkoren, stimmte das Europapokal-Lied an. Heute wurde das zweite Saisonziel, die internationale Teilnahme in der nächsten Saison, klargemacht. Alles was jetzt noch kommt, ist die Kür! Die Champions-League ist auch noch in Reichweite! Wer hätte noch vor einem Jahr an so was gedacht, als wir Tabellenletzer waren? Mit Abstiegssorgen müssen sich momentan die Kxlner herumschlagen. Wäre eigentlich schade, wenn sie absteigen. Es würden auch sechs sichere Punkte absteigen.

Nachdem die Mannschaft sich verabschiedet hatte, trafen sich alle wieder hinter der Kurve, um das Derby zu verarbeiten. Unsere Autobesetzung ging dann noch mit Kerstin zur Fansteinraute, um dort noch ihren Kxlner etwas moralisch aufzubauen. Ist ja schon ziemlich blöd, Fan einer solch spielerisch toten Mannschaft zu sein. Aber das kennen wir ja auch aus der Vergangenheit. Danach machten wir uns auch wieder auf den Heimweg. Auf der Raststätte Aggertal trafen wir noch die Sauerländer, die mit dem Bus unterwegs waren. Noch einmal wurde lautstark klargemacht, wer die Nummer eins am Rhein ist. Dann fuhren wir zügig weiter Richtung Siegen, wo wir etwa um halb neun eintrafen.

Bilder:


30. Spieltag: Wärter Bremen - Borussia 2:2

Heute war ich mal nicht vor Ort. Unter der Woche sind so weite Auswärtsfahrten für mich berufsbedingt leider nicht machbar. Und ich muss mir ja noch Urlaubstage übrig behalten. Deshalb verfolgte ich das Spiel heute im Internet per Livestream.

Borussia übernahm von Beginn an die Initiative und wirkte spielerisch verbessert gegenüber den letzten Spielen. Einige gute Chancen wurden erspielt, aber nicht genutzt. Von den Fischköppen war zunächst nichts zu sehen. In der 17. Minute hatte Herrmann die Riesenchance zur Führung nach Vorarbeit von Reus, aber der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Und wie das so immer ist, rächt sich so was. Im Gegenzug trat Dante beim Abwehrversuch über den Ball und die Bremer nutzten ihre erste Torchance zum 1:0.

Borussia steckte das Gegentor aber gut weg und drängte auf den Ausgleich. Einen Konter der Borussia stoppte ein Bremer per Notbremse und flog vom Platz. Weitere gute Chancen wurden erspielt, um den Ausgleich zu erzwingen. Der gelang aber bis zur Pause nicht mehr. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nur nach wenigen Minuten nutzte Hanke seinen Freiraum und schoss platziert zum Ausgleich flach in die rechte Torecke! Jetzt war Borussia wieder gut im Spiel. In der 67. Minute erzielte Hanke bei einem Konter nach Vorarbeit von Reus das 2:1!

Aber die Freude währte nur kurz. Wenige Minuten später bekamen die Fischköppe einen zweifelhaften Freistoß zugesprochen. Unsere Abwehr war einen Moment lang unsortiert und Bremen konnte ausgleichen. Danach wurde es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste Chance vergab der eingewechselte Ring, der nur die Latte traf. So blieb es am Ende beim 2:2. Unnötig wurden heute zwei Punkte verschenkt. Ein Sieg wäre verdient gewesen, aber die Abschlußschwäche und zwei Fehler in der Abwehr brachte Borussia um den verdienten Lohn.


29. Spieltag: Borussia - Hertha BSC Bärlin 0:0

Es war ein sehr anstrengendes Osterwochenende. Nach dem Auftritt unseres Fanclubs Borussenfestung Siegerland beim Schwarzweiß-Gründonnerstag im Sauerland, bei dem das Freundschaftsspiel leider mit 2:7 verloren wurde, ging es am Freitag für mich schon weiter zu meinen Freunden vom Fanclub Niederrhein-Division in Brachelen. Diesmal wurde ich endlich mal wieder begleitet von Tochter Steffi.

Sie sollte auch mal das Drumherum erleben, wenn man ein Spiel der Borussia ohne An- und Abreise am selben Tag guckt. Hat ja auch was, wenn man sich ohne lange Anreise in Kneipen auf das Spiel vorbereiten kann, anstatt nach längerer Autofahrt direkt zum Stadion zu gehen. Unsere Stationen waren, wie wir es gewohnt sind, das "Töff-Töff" in Rheydt und nach der Fahrt mit dem Shuttle noch das Fanhaus. Schon einigermaßen gut dabei gingen wir schließlich zum Stadion.

Dieses war gut gefüllt und fast ausverkauft. Nur wenige Plätze im Gästebereich blieben frei. Die Stimmung war zunächst gut, ließ aber im Verlauf des Spiels immer mehr nach. Zu dem Spiel selbst brauche ich heute wirklich nicht viel schreiben. Wieder war ein Gegner zu Gast, der nur darauf aus war, kein Gegentor zu bekommen. Dementsprechend schwer tat sich Borussia mit den tief stehenden Bärlinern. Den ersten Torschuß der Borussia gab es nach fast einer halben Stunde durch den für Reus eingewechselten de Camargo. Reus hatte sich schon früh verletzt. Sein Fehlen ließ die Kreativität im Sturm auch nicht besser werden. Herthas Chancen: Fehlanzeige! Erschwerend war heute auch, das der erneut schwache Bratwurst-Schiri zu kleinlich pfiff und kaum Spielfluss zuließ. Halbzeitstand des Grottenkicks: 0:0

Die zweite Hälfte war so ähnlich. Zu wenig Tempo und fehlende Ideen sorgten nur für wenig Gefahr für das Berliner Tor. Es gab kaum Torschüsse. Seit einigen Spielen hat sich Borussias Kurzpass-Spielsystem bei den Gegnern herumgesprochen und auch die Bärliner hatten sich darauf eingestellt. Und wenn doch mal eine Lücke im Bärliner Bollwerk war, ertönte ganz bestimmt der Pfiff vom Wurstschiri. Ab und zu trauten sich die Hauptstädter jetzt auch mal nach vorn, aber sie versuchten es lediglich mit ein paar harmlosen Distanzschüssen. Letztendlich war es ein ganz schlimmes Spiel, das keinen Sieger verdient hatte. Folgerichtig endete das Spiel 0:0.

Nach dem Spiel trafen wir hinter dem Block den Rest der anwesenden Siegerländer Borussenfans, um sich noch kurz auszutauschen. Auch trafen wir Mattes aus Iserlohn, der sich mangels Zügen für die Heimfahrt dazu entschieden hatte, uns nach Brachelen zu begleiten und erst am Sonntag mit uns nach Hause zu fahren. Zusammen ging es wieder per Shuttle nach Rheidt, wo wir wieder im "Töff-Töff" bis zur Abfahrt unseres Zuges noch ein paar Gläser Hopfenbrause zu uns nahmen. Später, wieder in Brachelen angekommen, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Na denn, frohe Ostern! Trotz des eher dürftigen Fußballspiels war die Tour ein Erlebnis. Mit guten Freunden feiert es sich immer gut.

Bilder:


28. Spieltag: Hangover 96 - Borussia 2:1

Nach der eher unglücklichen Niederlage in der Vorwoche machten wir uns mit der Hoffnung auf Besserung zu fünft auf den Weg nach Niedersachsen. Am Start waren Fahrer Uwe-Uwe 2.4, C&A, Yannis und ich. Da Uwe-Uwe erst ab 11 Uhr Zeit hatten, mussten wir die Hinfahrt recht zügig antreten. Unterwegs kamen natürlich wieder reichlich geistlose Diskussionen über das sonstige Geschehen in der Bundesliga auf. Sehr gut gelang es, unseren Präsi glauben zu lassen, dass Effe neuer Trainer in Leprakusen wird. Sehr intensiv gab Uwe-Uwe seine Kommentare zu dem Thema ab und wir ließen ihn noch etwas zappeln, bevor ich ihn über das aktuelle Datum (1. April) aufklärte. Dumm von mir eigentlich, wir hätten ihn besser noch bis nach Spielende zappeln lassen sollen.

Nachdem wir auch das leidige Thema des Herrn F. und seines Menschenmüll-Gelabers reichlich durchgekaut hatten, kamen wir schließlich etwa um viertel vor zwei in Hannovers Norden an. Es war empfohlen worden, besser dort als in Stadionnähe zu parken. Jetzt mussten wir nur noch die restliche Strecke mit der S-Bahn zurücklegen und wir kamen am Stadion an. Dort stellte Gandalf fest, dass er seine Marschverpflegung in Form von Kuchen im Rucksack mitgenommen hatte. Den würden wir bestimmt nicht ins Stadion hineinbekommen. Also gab es vor dem Stadion erst mal Kuchen für alle. Auch für ein paar diensthabende Ordner. Die Kuchen-Dose versteckten wir im Gebüsch, in der Hoffnung, dass sie nach Spielende noch da ist.

 Jetzt begann das Abenteuer Einlasskontrolle und die Wandlung von Gandalf zum Pyromanen. Gefühlte zwanzig Minuten benötigte der doch sehr gewissenhafte Ordner allein für ihn, um den Inhalt seiner endlos vielen Taschen und des Rucksacks durchzuchecken. Sieht ja auch wirklich gefährlich aus, dieser Typ! Der muß doch Pyros dabei haben! Da muß man schon mal genauer hinsehen. Irgendwo ist eine Einlasskontrolle ja ok, aber wozu wird der Inhalt von Geldbörsen und die Funktion von Handys und Kameras überprüft? Und es gab ein totales Fahnenverbot. Auch für kleine Kinder! Man kann auch alles übertreiben. Jedenfalls war die Schlange vor dem Eingang endlos. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft, die Kontrollen zu passieren. Schnell wurde noch Bier besorgt und schon ging es rein in den Stehblock auf dem Oberrang.

Die Sicht war recht gut und der Block war wie immer voll. Etwa 8.000 Gladbacher waren mitgereist und sorgten für einen guten Support, der aber im Laufe des Spiel immer mehr nachließ. Das Fehlen jeglicher Fahnen war auch irgendwie blöd. Lediglich ein paar Luftballons beim Einmarsch brachten ein paar Farbtupfer in unseren Block.

Borussia begann das Spiel leicht feldüberlegen und hatte erste Torchancen. Die Schüsse verfehlten jedoch das Tor meist deutlich. Unsere Abwehr stand gewohnt gut und Hannover kam nicht durch. Nennenswerte Chancen hatten sie nicht. Die beste Chance für Borussia hatte de Camargo nach einer Freistoß-Flanke, als er den seltsam aufspringenden Ball nur knapp mit dem Kopf verfehlte. Nach und nach verflachte das Spiel und es war allgemeines Neutralisieren angesagt. Torlos ging es in die Pause.

Zu erwähnen ist noch, dass Uwe-Uwe jetzt doch wirklich einen neuen Lieblingsspieler hat. Begeistert von Neustätter und seinen neuen orangeroten Schuhen feuerte er selbigen immer wieder an und begleitete jede seiner gelungenen Aktionen mit Applaus und Lobeshymnen. Ne, Präsi, so gut war Neustätter diesmal wirklich nicht...

Die zweite Hälfte ging so weiter, wie die erste aufgehört hatte. Mit Fußball zum Abgewöhnen. Es gab viele ungenaue Zuspiele auf beiden Seiten, so dass es kaum Strafraumszenen gab. Borussia investierte auch zu wening in die Angriffsbemühungen und oft wurden trotz guter Optionen nach vorne die Angriffe abgebrochen und wieder hinten rum gespielt. Nur Reus gab einen Schuß ab, der jedoch das Tor verfehlte. Es war ein typisches 0:0 - Spiel. Bis zum Blackout von Stranzl, der dem Gegenspieler den Ball vor den Fuß köpfte. Der brauchte nur noch zum Mitspieler querlegen, der zum 1:0 einschoss.

Dieses Gegentor hatte Borussia sich erbettelt. Wie schon eine Woche zuvor gegen Hoppelheim gelang es nicht, den Schalter auf Angriff umzulegen. Viel zu durchschaubar waren jetzt unsere Angriffsbemühungen. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld kam es noch schlimmer. Uwe-Uwes ehemaliger Lieblingsspieler Jantschke gab Hannovers Angreifer nur Geleitschutz und ließ die Flanke zu, die per Kopfball zum 2:0 verwertet wurde.

Jetzt, wo es fast zu spät war, wurde Borussia wach. Direkt im Gegenzug setzte sich Nordtveit energisch durch und erzielte das 1:2. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn war wieder da. Jedoch gelang es Borussia kaum, in Tornähe zu kommen. Zweimal wurde noch aufs Tor von Hannover geschossen, aber Hannovers Keeper parierte spektakulär. Zu spät kam Borussia ins Spiel. So war es am Ende eine verdiente Niederlage, weil Borussia zu wenig ins Spiel investiert hat und im entscheidenden Moment zu unaufmerksam war.

Nach dem Spiel holten wir zunächst unser Banner wieder beim Fanmobil ab, wo wir es vor dem Spiel deponiert hatten. Fahnen und Banner waren ja verboten. Auch die im Gebüsch versteckte Kuchen-Dose fanden wir wieder. Nach einem kurzen Fußmarsch ereichten wir dann wieder die S-Bahn-Station.

Beim Einsteigen wurde Gandalf, der Pyromane, mit einem "Hör auf zu drängeln, du Hafensänger!" begrüßt. Das konnte ja nur einer sein! Oh nein, den brauchte ich heute wirklich nicht mehr! Doch er war es leibhaftig. Der, dessen Geist seit einiger Zeit versucht, das Geschehen des Fanclubs zu manipulieren. Es war unvermeidlich. Der selbsternannte Misantroph Herr F. war in unserer S-Bahn! Und er ließ sich nicht lumpen und gab unter allgemeinem Geschmunzel alle auf der Hinfahrt angesprochenen Menschenmüll-Phrasen von sich. Glücklicherweise stieg er am Hauptbahnhof aus. Nicht, ohne zum Abschied einen seiner gefürchteten Pfiffe von sich zu geben. Weg war er! Länger als fünf Minuten kann kann man diesen Mensch auch nicht ertragen.

Nach ein paar weiteren Stationen stiegen wir dann auch aus und gingen zum Auto. Die Rückfahrt verlief zunächst zügig. Uwe-Uwe wäre wohl gerne ohne Pause durchgefahren. Ich musste ihn schon fast nötigen, zur Pinkelpause anzuhalten. Weiterhin wurde Borussias Leistung ausdiskutiert. Auch die Begegnung mit Herrn F. war zur allgemeinen Belustigung ein Thema, obwohl ich meine, dass es so langlam mal reichen soll. Während der Fahrt sollten sich noch andere Probleme bemerkbar machen.

Je näher wir der Heimat kamen, um so mehr machten sich unangenehme Geräusche und Vibrationen an Uwe-Uwes Auto bemerkbar. Vielleicht ein Plattfuß?  Dieses zwang uns zu einem ungeplanten Stopp auf einem Parkplatz. Die Reifen waren jedoch in Ordnung. Lediglich der Auspuff schien Klappergeräusche von sich zu geben. Die genaue Ursache der Geräusche ließ sich jedoch nicht feststellen. In gemäßigtem Tempo fuhren wir weiter und waren etwa um halb zehn am Abend wieder in Siegen.

Bilder:


27. Spieltag: Borussia - Söldnerprojekt Hoppelheim 1:2

Nur drei Tage nach dem unglücklichen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal fuhren wir schon wieder zum Borussia-Park. Diesmal fuhren bei C&A im Auto neben mir auch Wolfgang aus Fischbach sowie Michi, der Sohnemann von Matthias aus Iserlohn, mit. Es war ein sehr herzliches Wiedersehen von Vater und Sohn, die sich bei Ankunft am Borussia-Park erstmals nach längerer Zeit wieder begrüßen konnten.

 

 

Zuvor kam es auf der Raststätte "Bedburger Land" zu einer Begegnung mit eine Großteil der Hoppelheimer Fanszene. Zwei Busladungen mit biergeschädigten Kraichgauern machten lautstark auf sich aufmerksam. Angesichts der ebenfalls reichlich anwesenden Gladbacher beruhigten sie sich jedoch schnell und eine ernsthafte Auseinandersetzung wurde vermieden. Überall sah man amüsierte Gesichter der Gladbacher über das kindische Gepöbel eines Haufens zusammengewürfelter Fans einer Fanszene, die sich noch erst entwickeln muß. Es war Unterhaltung pur, und das ganz ohne TV-Gebühren.

 

 

 

Das Stadion war wieder gut gefüllt. Wieder einmal waren über 52.000 Zuschauer da. Lediglich im Gästebereich waren noch ein paar Lücken, obwohl die Hoppelheimer wesentlich mehr ihrer "Fans" mitgebracht hatten als in den Jahren zuvor.

 

Aber zu hören war von ihnen gar nichts, weil die Nordkurve stimmungsmäßig genau da weitermachte, wo sie am Mittwochabend aufgehört hatte. Lautstark wurde die Mannschaft unterstützt, obwohl es doch ein paar Lücken in der Kurve gab. Tja, die Eventtouristen suchen sich halt nur die Topspiele raus. Aber die tragen ja nichts zur Stimmung bei, weshalb ihr Fehlen sich nicht akustisch bemerkbar machte. Die Ultras hatten mal wieder eine geile Choreo vorbereitet, die auch zur Stimmung beitrug.

 

 

Das Spiel brauchte lange, um Fahrt aufzunehmen. Nach einer langen Abtastphase kam es erst nach einer halbe Stunde zur ersten Torchance, die de Camargo jedoch vergab. Kurz danach verzog Reus aus guter Position. Aber nur einen Moment später machte er es besser und erzielte nach Vorarbeit von Herrmann das 1:0. Jetzt war Borussia so richtig in Fahrt. Eine weitere Chance vergab Arango, der nur die Latte traf. Chancen für die Hopp-Söldner gab es keine. Sehr schmeichelhaft für sie war der 1:0 - Halbzeitstand.

 

 

 

Nach der Pause ging es genau so weiter. Zahlreiche Chancen wurde erspielt, aber nicht genutzt. So langsam machte sich doch ein Kräfteverschleiß wegen der 120 Minuten vom Mittwoch bemerkbar. Das Spiel nach vorne wurde ungenauer. Jetzt rächte sich die mangelhafte Torchancenverwertung. Urplötzlich wurden die Gäste stärker. Nach 72 Minuten musste ter Stegen erstmals einen Schuß abwehren. Borussia kam kaum noch hinten raus und bettelte um das Gegentor. Und das fiel dann auch in der 77. Minute durch einen abgefälschten Schuß. Und damit nicht genug: Nur zwei Minuten später pennte die Abwehr nach einer Ecke und der Kopfball von einem der Hopp-Söldner fand erneut den Weg ins Tor.

Man sah hängende Köpfe. Jetzt war es schwer, den Schalter nochmal umzulegen. Aber es half nicht, den vergebenen Chancen nachzutrauern. Nur jetzt fehlte wirklich die Luft für die Schlußoffensive. Eine gute Chance verwehrte der schwache Schiedsrichter, der einen Freistoß in guter Position nach Foul an Reus nicht gab. Kurz vor dem Ende versuchte es Daems noch einmal mit einem Distanzschuß, der vom Torwart abgewehrt wurde. Am Ende war es eine äußerst unglückliche und unverdiente Niederlage. Nach Abpfiff gab es keine Pfiffe. Die Nordkurve honorierte die Leistung der Mannschaft trotz der Niederlage mit Applaus. Zum Ende hin hatte einfach die Kraft gefehlt.

 

Erstmals in dieser Saison endete ein Heimspiel ohne Punktgewinn. Aber das musste ja mal passieren. Angesichts des Tabellenstands und der Ergebnisse der Konkurrenz ist diese Niederlage zu veschmerzen. Vor einem Jahr hatten wir ähnliche Heimspiele verloren, die uns damals richtig weh getan haben. Aber jetzt können wir mal auf richtig hohem Niveau jammern. Nach wie vor sieht es sehr gut aus mit dem internationalen Geschäft für die nächste Saison.

 

 

Vielen Dank auch an Gandalf für einen Teil der Bilder in diesem Bericht.


DFB-Pokal, Halbfinale: Borussia - Bauern Lynchen 2:4 n. Elfmeterschießen

Es stand das Heimspiel des Jahres an. Es waren die Bazis zu Gast, die Borussia in dieser Saison schon zweimal besiegen konnte. Nur mittlerweile hatten die Bazis sich stabilisiert und kamen mit der Bilanz von zwanzig erzielten Toren in den letzten drei Spielen in den Borussia-Park. Es dürfte also nicht einfach werden. Die Borussenfestung Siegerland setzte auch diesmal einen Bus ein. Ich zog es aber (wie auch Osram) vor, mit C&A mitzufahren, weil für mich am nächsten Morgen Frühschicht angesagt war. Und wer unsere Bustouren kennt, weiß, dass die Rückfahrt schon mal länger dauern kann. Sehr früh trafen wir in Gladbach ein.

Die Stadioneingänge waren noch nicht geöffnet. Während C&A beim Stadion blieben, um einen guten Platz für unser Banner zu ergattern, zog es mich noch zum Fanhaus. Dort traf ich Kerstin&Jupp sowie Stefan aus Remscheid mit Anhang. Auch ein paar der Attendorner kamen noch dazu. Nun, hier wurde ich erstmals an diesem Abend zum Bierkonsum gezwungen. Angesichts von Stefans Vorrat in Form eines 5-Liter-Fässchens war Gegenwehr zwecklos. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich mit dem Konsum von Hopfenbrause zurückzuhalten. Aber naja, die Frühschicht war noch weit. Nach ein paar Bierchen ging es dann zum Stadion.

Dieses war natürlich ausverkauft und die Stimmung war durchweg gut, obwohl sich viele Tageskarten-Eventtouristen und einige unbekannte Leute in der Nordkurve waren, die erst noch zum Mitsingen motiviert werden mussten. Auch ging hier mein Bier-Martyrium weiter. Einer nach dem anderen zwang mich zum Mittrinken, ich kam damit kaum nach. Ganz schlimm! Warum fällt das keinem bei einem Wochendspiel ein, wenn ich darf? Aber ich werde euch verzeihen...

Das Spiel begann so, wie viele es erwartet hatten. Die Bazis wollten den Schwung ihrer letzten Erfolge mitbringen und begannen druckvoll. Nach wenigen Minuten hatte Borussia Glück bei einem Innenpfosten-Treffer. Auch ter Stegen musste sein Können zeigen und parierte den Kopfball von dem Bazi mit den schönen Haaren. Nach und nach kam Borussia aber besser ins Spiel und erspielte sich auch mehrere Chancen. Reus und Daems scheiterten aber. Es entwickelte sich ein Klassespiel, dass hin und her ging. Die Bazis waren zwar feldüberlegen, unsere Abwehr hielt aber gut dagegen. Nur das Spiel nach vorne war oft ungenau, so dass die Bälle schnell wieder verloren gingen. Kurz vor der Pause verfehlte noch ein Kopfball von Dante das Bazi-Tor. Ansonsten hatten die Bazis mehr vom Spiel und der torlose Halbzeitstand war etwas glücklich.

Nach der Pause verflachte das Spiel zunächst. Neutralisieren war angesagt. Aber es wurde dann wieder besser. Borussia hatte gute Chancen durch Arango und Reus, die Entscheidung zu erzielen.Die Bazis versuchten es immer wieder mit Distanzschüssen, die aber zumeist ungefährlich waren. Und für die gefährlichen Schüsse war ja immer noch ter Stegen zuständig, der einige gute Paraden zeigte. Dazu lieferte ein Stadionplakat den passenden Kommentar: "Ihr habt Neuer, wir die Nummer 1". Beide Torhüter sorgten dafür, dass es torlos auch in die Verlängerung ging. Wenige Minuten vor dem Ende hatte Neuer die Riesenchance von Reus zunichte gemacht.

In der Verlängerung ging es so weiter. Zum Ende hin nahm der Druck der Bazis noch mal zu, aber Borussia stand trotz schwindender Kräfte gut. Die wenigen eigenen Angriffe wurden auch abgewehrt, so dass am Ende die Entscheidung durch Elfmeterschießen anstand. Hier wurde derjenige zum tragischen Helden, der in den 120 Minuten zuvor der beste Spieler auf dem Platz war. Nachdem Daems und Herrmann für Borussia getroffen hatten und auch die Bazis ihre Elfer verwandelt hatten, schoss Dante über das Tor. Ausgerechnet Dante, dem die bayrischen Medien nachsagen, dass er nach Saisonende zu den Bazis wechseln will. Schon jetzt waren Äußerungen wie "Judas 2" in der Nordkurve zu hören. Hallo, geht's noch? Welche Vorteile hätte ein wechselwilliger Dante, wenn er zu diesem Zeitpunkt den Bazis das Erreichen des Pokalfinales ermöglicht? Keine! Alle, die was anderes behaupten, sind Dummschwätzer!

Der Rest des Elfmeterschießens war schnell geschehen. Die Bazis trafen und Nordtveit musste treffen. Neuer wehrte aber seinen Schuß ab und die Sache war gelaufen. Aus der Traum! Trotz großem Kampf und einer engagierten Leistung war Borussia gegen heute stärkere Bazis durch das Lotteriespiel Elferschießen aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden. Nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, wurden die Dante-Nörgler schnell übertönt vom überwiegenden Teil der Nordkurve, die unsere Mannschaft trotz der Niederlage feierte. Wir können stolz sein auf das bisher erreichte. Gegen heute starke Bazis ausgeschieden zu sein, war keine Schande. Und das spürten auch unsere Spieler und bedankten sich in der Nordkurve für die Unterstützung.

Nachdem wir alle Leute hinter der Kurve wiedergetroffen hatten, gab es auch kaum noch Anlass, sich noch aufzuhalten. Es war ja wegen der Verlängerung auch schon ziemlich spät. Nach dem üblichen Stau bis zur Autobahn ging der Rest der Heimfahrt dann zügig vorran. Um kurz vor zwei Uhr waren wir wieder daheim.

Bilder:

 


26. Spieltag: Leprakusen - Borussia 1:2

Diesmal war ich nicht vor Ort im Stadion. Ein guter Kumpel feierte seinen 50. Geburtstag. Deshalb verfolgte ich das Spiel im Rahmen der Geburtstags-Fete beim Fanclub Niederrhein-Division in Brachelen, der mit Party-Raum inklusive Großbildwand ausgestattet ist.

Borussia ging früh nach einem Abwehrfehler der Pillenfresser durch Reus in Führung und hatte das Geschehen zunächst unter Kontrolle. Unsere Abwehr arbeitete mal wieder gut und ließ keine zwingenden Chancen für die Gastgeber zu. Nur nach vorn lief nach der Führung für Borussia auch nicht mehr viel zusammen. Die Halbzeitführung ging aber trotzdem in Ordnung.

Nach der Pause erhöhten die Chemiekicker den Druck, ohne wirklich gefährlich zu sein. Ter Stegen musste sich nur einmal wirklich strecken. Ansonsten hatte er nur einige Flanken abzufangen. Nach vorne lief für uns zunächst nicht viel. Immer wieder wurde der Ball im Spielaufbau schnell wieder verloren. Dennoch: Nach einer Stunde hatte Reus die Riesenchance auf sein zweites Tor. Er scheiterte aber mit seinem Lupfer am Werkself-Keeper. Und wie das so ist: Wer die Chanchen nicht nutzt... Eine Viertelstunde war noch zu spielen, als ter Stegen einen Kopfball nicht festhalten konnte. Die Pillen nutzten den Abpraller zum Ausgleich.

Wer jetzt gedacht hatte, Borussia würde jetzt auseinanderbrechen, lag falsch. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften Chancen auf den Siegtreffer hatten. Zunächst hatte der eingewechselte de Camargo das Siegtor auf dem Fuß, scheiterte aber am Torwart. Im Gegenzug verfehlte ein Kopfball knapp das Gladbacher Tor. Die Pillen drückten auf den Sieg und standen sehr hoch. Das nutzte Borussia bei einem Konter in der vorletzten Minute. Reus setzte sich gegen drei Pillen durch und spielte  im richtigen Moment auf de Camargo. Der machte es diesmal besser, umspielte den Torwart und schob zum Siegtreffer ein!

Danach spielte Borussia die Zeit runter und die wichtigen drei Punkte konnten gefeiert werden. Ich denke, der Sieg geht in Ordnung, weil Borussia die besseren Chancen hatte und nach dem vermeidbaren Ausgleich eine gute Moral gezeigt hat und weiter auf Sieg gespielt hat.

Einen weiteren Bericht aus Leverkusen von Gandalf, der mit weiteren Leuten der Borussenfestung vor Ort war, findet ihr

HIER


25. Spieltag: Borussia - Freiburch 0:0

Heute waren die Breisgauer zu Gast. Ein Gegner, mit dem Borussia es sich schon immer schwer getan hat. Wie sich zeigte, änderte sich daran nichts. Heute war die Borussenfestung Siegerland auch wieder mit der üblichen Besetzung vertreten. Dazu kam Wolfgang aus Fischbach, der bei uns (C&A und ich) im Auto mitfuhr und mit seiner Redseeligkeit  dafür sorgte, dass bei der Hinfahrt weder Langeweile noch Müdigkeit aufkam. Frühzeitig trafen wir in Gladbach ein und nach der obligatorischen Stärkung am Imbiss ging es rein in die Kurve. Bis auf einige Plätze im Gästebereich war der Borussiapark wieder gut gefüllt und die Stimmung war von Anfang an gut.

Borussia war in der ersten Hälfte überlegen. Unser Trainer hatte umgestellt. Für de Camargo, der zuletzt enttäuschte, kam Wendt in die Startelf. Dadurch rückte Reus wieder in die Spitze, wo er seine Stärken besser ausspielen kann. Und das Offensivspiel war stark verbessert im Vergleich zum Nürnberg-Spiel letzte Woche. Aber letztendlich ohne Erfolg. Mehrfach wurden klare Chancen nicht genutzt, auch weil der orange gekleidete Torwart der Gäste einen Sahnetag erwischt hatte. Auch fehlte beim Abschluss oder beim letzten Pass oft die entscheidende Konzentration. Von den Freiburgern war bis zur Pause offensiv nichts zu sehen. Das 0:0 zur Pause war für sie schmeichelhaft.

Die zweite Hälfte wurde ausgeglichener. Die Freiburger trauten sich etwas hinten raus. Aber wirklich gefährliche Chancen hatten sie nicht. Nur dafür sorgte Nordtveit, der, vom Gegner bedrängt, einen Eckball an die eigene Querlatte köpfte. Ansonsten hatte ter Stegen nur ein paar harmlose Flanken und Schüsse zu halten. Borussia hatte natürlich auch ein paar gute Chancen. Die beste vergab der eingewechselte de Camargo bei einem Konter, bei dem er das Tor knapp verfehlte. Zum Spielende hin erhöhte Borussia noch mal den Druck, scheiterte aber zumeist an dem Kanarienvogel im Tor der Freiburger, der die Bälle magisch anzog. Auch die Granate von Daems entschärfte er. Die letzte Chance vergab Arango aus spitzem Winkel. Seine Direktabnahme verfehlte das Tor. So blieb es am Ende beim für die Gäste glücklichen Unentschieden.

Nach Spielende leerte sich die Kurve rasch. Noch bevor sich die Mannschaft vor der Kurve verabschiedete, waren viele schon weg. Scheiß-Eventtouristen! Haben wir jetzt schon fast bayrische Verhältnisse? So schlecht hat unsere Mannschaft heute nicht gespielt, hatte nur kein Glück im Abschluß und waren immer wieder am Torwart gescheitert. Auch wenn es manchmal nicht so gut läuft, sollte unsere Mannschaft immer respektvoll veabschiedet werden!

Nachdem die Mannschaft weg war,  trafen sich alle wie immer hinter der Nordkurve zur Spielanalyse. Teilweise wurde über die verlorenen Punkte gejammert. Aber auf höchstem Niveau! Wir sind immer noch dritter mit zwölf Punkten Vorsprung auf die nicht-internationalen Plätze. Und dabei wird es bleiben, weil sich heute noch Bremen und Hannover gegenseitig die Punkte nehmen. Wir sind immer noch in einer komfortablen Situation. Und auf die Modefans und Eventtouristen, die in der zweiten Hälfte gepfiffen haben, weil Freiburgs Torwart über sich hinauswuchs und somit unsere Hoffnung auf den Sieg zunichte machte, können wir verzichten!

 

 

Um Nachwuchs echter Borussenfans brauchen wir uns in unserem Fanclub keine Sorgen machen. Uschi hatte heute zwei ihrer Mini-Ultras dabei. Und die haben ja neben ihrer Mama unseren Präsi Uwe-Uwe-zwopunktvier als Vorbild. Wo soll das nur hinführen? Spätestens in zehn Jahren haben sie Stadionverbot! Nach und nach wurde sich verabschiedet und wir traten nach dem kleinen Fußmarsch über die Feldwege zu unserem Parkplatz in Hehn die Heimfahrt an. Vielen Dank auch an Uschi, die einen Teil der Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.


24. Spieltag: Effzehänn - Borussia 1:0

Um 8 Uhr am Sonntagmorgen trafen wir uns zunächst in Siegen an der Tankstelle, um die Autos dann sinnvoll zu besetzen. Uwe-Uwe fuhr im Auto von Mattes aus Attendorn mit. Unsere Autobesetzung war neben Fahrer Ali sein Sohnemann Nordtveit, C&A und ich. Schnell wurde noch vollgetankt und die nötigsten Einkäufe getätigt und los ging es Richtung Frankenland.

Unterwegs wurde natürlich wieder viel geistlos diskutiert. Natürlich über die Ziele, die Borussia in dieser Saison noch erreichen kann. Aber den Vogel schoss Ansgar ab mit seiner These, dass Alis Auto älter als zehn Jahre sei, also neu! Naja, jeder hat so seine Ansichten. Auf einer der Zwischenstops, wo wir natürlich die Leute des anderen Autos wieder trafen, wurde sinnlos abgesülzt über den Zweck von Zwischenstops, die ja eigentlich nur aufhalten. Raucher und zwanghafte Pinkler können sich doch auch mal etwas beherrschen, oder? Auch der Geist des Herrn F. schwebte wieder umher, konnte aber nicht eindeutig lokalisiert werden. Nach zügiger Weiterfahrt kamen wir etwa um halb 12 in Nürnberg an und fanden einen guten Parkplatz hinter der Norisring-Tribüne.

Es war noch Zeit bis zum Anpfiff. Also fuhren wir zunächst per S-Bahn ins Zentrum , um dort noch etwas in gepflegter Atmosphäre zu essen. Wir fanden unweit des Bahnhofs den Bierkeller der Privatbrauerei "Barfüsser", der fest in Gladbacher Hand war, geeignet. Nur war das Personal wohl auf nicht einen solchen Ansturm vorbereitet. Die meisten Tische waren besetzt und es war sehr eng. Dummerweise beanspruchte F. auch noch einen Stuhl für sich, so dass es noch enger wurde:

Immerhin kam das Bier recht zügig und war sehr lecker. Nur wer Essen bestellt hatte, wurde enttäuscht. Viel zu wenigen Kellner waren absolut damit überfordert, jeden rechtzeitig zu bewirten. Das Essen war entweder fast kalt oder kam gar nicht. Zwei unserer Leute verließen am Ende mit leerem Magen die gastliche Stätte. Das Steakhaus gegenüber wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Für das nächste Mal wissen wir bescheid.

 

 

Wieder mit der S-Bahn fuhren wir zurück zum Stadion und nahmen nach relativ entspannten Einlasskontrollen unsere Plätze im Gäste-Stehblock ein. Es waren trotz des Sonntags-Termins mal wieder reichlich Gladbachfans angereist, ich schätze mal so etwa 4000. Gladbachfans gibt es ja in allen Teilen Deutschlands. Jedenfalls hörte man häufig den fränkischen oder bayrischen Dialekt durch. Lediglich ein Sitzblock auf dem Oberrang blieb, warum auch immer, komplett leer.

Borussia übernahm von Beginn an die Initiative und ließ Ball und Gegner laufen. Nur kamen kaum Torchancen zustande. Die Franken standen recht gut hinten drin und machten die Räume eng. Lediglich zwei Fernschüsse von Hanke und Reus, die pariert wurden, waren zu vermerken. Ansonsten war es Fußball-Magerkost bis zur Pause.

Nach Wiederanpfiff hatten wir zunächst den Eindruck, es würde besser. Borussia erhöhte das Tempo und hatte durch Arango die beste Chance. Er war aber zu überrascht, dass ihm der Ball vor die Füße fiel und schoss den Nürnberger Torwart an. Danach schlief das Spiel wieder etwas ein. Borussia hatte zwar viel Ballbesitz und gute Ansätze, die letzen Pässe in die Spitze kamen aber nicht an. Auch fehlte etwas die Laufbereitschaft. De Camargo war ein Totalausfall. Einige Bälle hätte er wohl erlaufen können, stoppte aber unnötigerweise zu früh ab. Zurecht wurde er später ausgewechselt.

Je länger das Spiel dauerte, um so besser kamen die Gastgeber ins Spiel. Ein paar Mal musste ter Stegen sein Können zeigen, um den Rückstand zu verhindern. Zum Ende hin erhöhte Borussia dann wieder den Druck, um doch noch einen Sieg einzufahren. Dadurch stand unsere Abwehr im entscheidenden Moment zu hoch. Drei Minuten vor dem Ende wurde im Mittelfeld ein Zweikampf verloren, Nürnberg nutzte den Raum für einen Konter und erzielte das 1:0. Eigentlich hatten wir uns schon mit dem 0:0 abgefunden und dann so ein Sch...-Konter! Es blieb keine Zeit mehr, um am Spielstand etwas zu ändern. So blieb es am Ende bei einer unnötigen, aber wohl nicht ganz unverdienten Niederlage, weil Nürnberg mehr ins Spiel investiert und die besseren Chancen hatte.

Nach dem Spiel sammelten wir uns erst mal hinter dem Block. Nur Uwe-Uwe, Mattes und der Rest der anderen Autobesatzung tauchten nicht mehr auf. Sie waren wohl schon weg. Also gingen wir auch zum Auto. Weil es sich doch ziemlich auf den Abfahrtstraßen staute, ließen wir uns noch etwas Zeit, bevor wir die Rückfahrt antraten. Nachdem wir uns dann durch den 45-minütigen Stau der Nürnberger Innenstadt gekämpft hatten, erreichten wir schließlich die relativ leere Autobahn und Ali ließ rennen. Ein Highlight gab es noch auf der Rückfahrt, als Alis Tacho die 100000-km-Marke knackte. Das wurde mit einer kleinen Welle der Insassen gewürdigt. Um kurz vor 10 Uhr waren wir wieder in Siegen.

 alle Bilder:


23. Spieltag: Borussia - HIV 1:1

Heute war die Borussenfestung Siegerland mit mehreren Autos am Start. Fast alle der üblichen Verdächtigen waren im Borussia-Park anzutreffen. Ich war im Auto mit C&A. In Olpe luden wir noch Sven, einem Westerwälder, ein. Unsere Entscheidung, sehr früh loszufahren, erwies sich als richtig. Die meisten unserer Leute standen am Kerpener Kreuz im Stau nach einem Unfall und erreichten das Stadion erst nach Spielbeginn. Wir hatten jedoch die Unfallstelle noch gerade soeben vorher passiert.

 

 

 

Die Stimmung in der Nordkurve war heute besser als in einigen Spielen zuvor. Ob es an der Flyer-Aktion von "Nordkurve e.V." lag oder an den vergleichsweise milden Temperaturen, lassen wir mal dahingestellt. Auf jeden Fall wurde gegröhlt, was die Stimmbänder hergaben. Auch der Glühwein war wieder besonders lecker, nicht zuletzt wegen Krümel's speziellem "Schuss" aus dem mitgebrachten Flachmann. Psssst... nicht weitersagen!

 

 

Im ausverkauften Borussia-Park waren auch viele Transparente zu sehen, die für eine Vertragsverlängerung mit unserem Trainer warben. Insbesondere fiel eins auf dem Oberrang der Gegengeraden ins Auge. Auch ist ein guter Support der Gästefans aus Hamburg ins Auge. Ein ausverkaufter lautstarker Gästeblock an einem Freitagabend, diesmal ganz ohne Pyrotechnik. Respekt, liebe Hamburger!

 

Es wurde das zuvor prophezeite Schweinespiel. Gegen eine gut positionierte Hamburger Mannschaft tat sich Borussia schwer, ins Spiel zu kommen. Weitgehend wurde das Spiel zunächst von gegenseitigem Abtasten bestimmt. Die erste, aber nicht wirklich gefährliche, Torchance hatten die Hamburger. Nach und nach eroberte sich unsere Borussia mehr und mehr Spielanteile. Die erste dicke Chance hatte Brouwers nach einer Ecke, aber sein Schuss wurde auf der Torlinie abgewehrt. Wenig später vergab de Camargo die 100%ige Chance, als er bei einem Konter freistehend nicht mehr als ein problemlos zu haltendes Holperschüsschen zustandebrachte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es dann noch einen Freistoß für Borussia, den Hanke per Kopf zum verdienten 1:0 ins Tor ablenkte!

Diese Halbzeitführung gab aber keine Sicherheit. Hamburg erhöhte nach Wiederanpfiff den Druck und wurde schnell belohnt. Nach einer Ecke pennte unsere Abwehr für einen Moment und plötzlich stand ein Hamburger im Fünfmeterraum frei und erzielte den Ausgleich. Das war völlig unnötig! Jetzt wurde es ein richtiges Schweinespiel. Im Spielaufbau gab es immer wieder unnötige Ballverluste. Die Zweikämpfe wurden heute nicht so gut gestaltet wie sonst. Es gab kaum noch gut vorgetragene Angriffe. Die beste Chance hatte Nordtveit, dessen Schuss aber zur Ecke abgewehrt wurde. Die gut stehenden Hamburger probierten es auch mit Distanzschüssen, die ter Stegen aber problemlos abwehren konnte. Kurz vor Schluß hätten wir fast noch gewonnen, aber Arangos Kopfball flog knapp am Tor vorbei. Am Ende war es ein verdientes Unentschieden gegen heute starke Hamburger.

 

Artig bedankte sich die Mannschaft nach dem Abpfiff von den Fans in der Nordkurve für die Unterstützung. Heute war es nicht das brilliante Spiel der vergangenen Wochen. Manchmal muß eben auch mal ein Punkt reichen. Und wir stehen ja mit 47 Punkten nach wie vor sehr gut da. Mal schauen, was die Konkurrenz am Wochenende zustandebringt.


22. Spieltag: Scheißerslautern - Borussia 1:2

Heute waren wir zu fünft unterwegs. Nordtveit, Fossi, Prinzessin Uwe-Uwe, die zwopunktvierte, Uschi und ich. Oder waren wir doch zu sechst? Die ganze Fahrt über hielt sich das Gerücht, dass Herr F. aus H. sich heimlich ins Auto geschlichen hatte. Wenn es denn so war, hielt er sich merklich zurück. Jedenfalls war nichts von seinem Geschwafel zu hören. Dafür gab Fossi sein Bestes. Positiv zu erwähnen ist auch die Leistung von DJ Uschi, der es weitgehend gelang, Uwe-Uwe's Schlager-CDs vom Player fernzuhalten.

 

In Kaiserslautern angekommen, mussten wir erst mal den Betzenberg bezwingen. Ziemlich aus der Puste kamen wir schließlich nach der fast endlosen Steigung am Stadion-Eingang an. Um dort festzustellen, dass die Einlasskontrolle nur sehr schleppend voranging. Nur vier Ordner pro Eingang sind definitiv zu wenig, liebe Pfälzer. Das ist nicht bundesligareif!

Überraschenderweise bemerkten wir, das auch Ansgar in Lautern war. Er stand wenige Reihen vor uns in der Warteschlange. Ne, Ansgar, die Tarnung war schlecht. Einfach die Haare offen tragen, reicht nicht aus, um unbemerkt zu bleiben. Leider gelang es uns nicht, ihn persönlich zu begrüßen. Zu schnell hatten wir ihn wieder aus den Augen verloren.

Weil die Kontrollen so lange gedauert hatten, blieb nicht mehr viel Zeit bis Spielbeginn. Wieder hieß es:Treppensteigen! Schon wieder war es ein kleiner Kampf, unsere Plätze im oberen Bereich des Oberrangs zu erklimmen. Naja, der gute Ausblick auf das Spielfeld entschädigte ja. Wieder mal waren reichlich Gladbacher angereist. Der Gästeblock und auch die angrenzenden Blöcke sowie viele Plätze auf der Gegengerade waren schwarzweißgrün besetzt. Ich schätze mal, dass etwa 8000 Gladbacher da waren. Dementsprechend gut war die Stimmung. Fossi und Nordtveit trafen jetzt auch mit Bier im Block ein. Jetzt konnte es los gehen.

Das Spiel begann schwungvoll. Obwohl der Rasen einem Rübenacker glich, gab es von Beginn an schönen Fußball. Es dauerte nicht lange und der Traum ging weiter. Nachdem Arango den ersten Torschuß noch drübergeschossen hatte, machte Herrmann es nach neun Minuten besser und verwertete einen unserer in dieser Saison typischen Konter zum 0:1! Mal wieder eine frühe Führung! Was ist das für eine geile Saison! Schon wieder war Jubeln angesagt!

Unmittelbar danach hatte Borussia auch mal Glück. Ein Freistoß der Teufelchen traf nur das Torgebälk. Da wäre ter Stegen nicht drangekommen. Aber Borussia blieb davon unbeeindruckt. Nach einer Viertelstunde gab es den nächsten Konter, den Arango mit einem sensationellen Außenrist-Lupfer zum 0:2 abschloss! Jetzt waren die Hörner der roten Teufel gestutzt. Zunächst.

Borussia hatte das Spiel jetzt unter Kontrolle, versäumte es aber, das Ergebnis auszubauen. Nach 35 Minuten gab es dann eine folgenschwere Schrecksekunde: Nach einem Zusammenprall musste Herrmann verletzt vom Platz getragen werden. Diagnose: Schlüsselbeinbruch! Er wird uns mehrere Wochen fehlen. Der für ihn eingewechselte Leckie gab sich Mühe und rackerte viel, spielte aber etwas glücklos. Trotz allem war der Halbzeitstand von 0:2 hochverdient und souverän.

Nach der Pause gab Borussia das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Lautern hatte zwar keine nennenswerten Großchancen, aber auch bei uns gab es keine geglückten Offensivaktionen mehr. Alles schien jetzt zu laufen, wie in den Spielen zuvor. Der Vorsprung sollte wohl verwaltet werden. Aber das klappt nicht immer. Wer sich gegen unsere gut stehende Abwehr durchsetzten will, hat es in dieser Saison schwer. Ein Mittel zum Durchkommen sind Weitschüsse. Und Lautern packte einen solchen Hammer aus. Unhaltbar schlug der Ball im Winkel zum 1:2 ein und es wurde urplötzlich wieder spannend. Völlig unnötigerweise. Jetzt musste mal wieder gezittert werden.

Natürlich erhöhten die Gastgeber jetzt weiter den Druck, scheiterten aber zumeist an unserer Abwehr. Die Bälle, die durchkamen, waren sichere Beute von ter Stegen. Aber insgesamt waren die Angriffsbemühungen der Pfälzer aber zu harmlos, um unser Tor zu gefährden. Aber der Spielstand war knapp und irgendein dummes Ding konnte Borussia um den Lohn eines eigentlich souveränen Spiels bringen. Ein paar Konterchancen hatten wir natürlich auch noch. Sie wurden aber zumeist nicht konzentriert zuende gespielt. Arango verfehlte mit einem Fallrückzieger-Versuch das Tor. Schließlich war es ein am Ende glücklicher, aber trotzdem verdienter Auswärtssieg.

Nachdem sich die Mannschaft vor dem Gästeblock hatte feiern lassen, gingen wir wieder zurück zum Auto. Zum Glück ging es jetzt nur den Berg runter. Nicht, ohne unterwegs im Supermarkt noch die Vorräte aufzufüllen. Möhrchen und Erdbeersaft für Fahrer Uwe-Uwe und Bier für den Rest der Mitfahrer. Die Rückfahrt sollte noch eine ganz besondere werden. Natürlich stellten wir vor der Rückfahrt sicher, ob auch F. wieder den Weg zum Auto gefunden hatte. Er antwortete zwar nicht, aber wir waren uns sicher. Er war dabei!

Es zeigte sich, das unser DJ jetzt ziemlich die Kontrolle verloren hatte. Uwe-Uwe's ganze Palette quälender Musik mussten wir jetzt über uns ergehen lassen. Jeder bekam seinen speziellen Hass-Schlager zu hören. Von Oberförster und Jäger bis Herzbuben und Schnappi war alles dabei. Um dagegen zu halten, startete Fossi einen intensiven Dialog mit unserem Fahrer. Das hatte zur Folge, dass letztgenannter völlig die Orientierung verlor. Ob es an Fossi lag oder an den Möhrchen, bleibt ungeklärt. Jedenfalls fanden wir uns plötzlich in der Mainzer Innenstadt an einer Ampelkreuzung wieder.

Es folgte eine amüsante Stadtrundfahrt, bei der unser Fahrer Schilder sah, die gar nicht da waren. Diesen folgte er und landete vor einer geschlossenen Parkhaus-Einfahrt. So konnten wir schon mal erkunden, wo wir am letzten Spieltag hinmüssen. Mainz-Hauptbahnhof? Besser, wir fahren mit dem Bus... Nach einem gekonnten Wendemanöver fanden wir wieder auf den richtigen Weg. Irgendwann tauchten endlich dann wirkliche Autobahnschilder auf und wir konnten die Mainzer Innenstadt wieder verlassen.

Nachdem wir wieder die richtige Autobahn gefunden hatten, ging der Rest der Rückfahrt recht zügig und ruhiger. Fossi betrieb jetzt Augenpflege und lenkte Torsten nicht mehr ab. Insgesamt erfreulich war heute, dass Nordtveit sehr redseelig war. Zu einem K.-Verstoß ließ er sich aber nicht verleiten. Darin war Fossi heute wieder Spitze! Auch spitzenmäßig war seine Aktion, als ich bei der Ankunft in Siegen aus dem Auto stieg. Schlaftrunken warf er die Verpackung des Sixpacks aus dem Auto. Dummerweise war noch eine volle Flasche drin... Wie soll ich das nur meinen Nachbar erklären? Was soll's? Es war mal wieder eine geile Auswärtsfahrt!


21. Spieltag: Borussia - Scheiße 04 3:0

 

  


Man hatte sich ja schon fast daran gewöhnt. In den letzten zwei Spielen gab es immer bei eisigen Temperaturen keine Tore in der regulären Spielzeit. Also wenig Anlass, dass Bewegung in die Zuschauer kam. Heute waren wir auch wie gewohnt zu Spielbeginn auf unseren Plätzen in der Nordkurve in bequemer Kuschelposition eingerastet. Ausgerüstet mit Glühwein zum Warmhalten. Und dann so was: Da erlaubt sich doch dieser Jungspund Marko Reus schon in der zweiten Minute, uns aus der bequemen Kuschelei zu reißen. Er machte gleich drei Schalker Abwehrspieler zu Brummkreiseln und erzielte das 1:0! Vorbei war die Bequemlichkeit! Auftauen zum Jubeln war angesagt!

In der Folge gab Borussia uns kaum Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen. Aus einer sicher stehenden Abwehr heraus wurde Angriff um Angriff auf das Schalker Tor gestartet. So richtig unverschämt war Mike Hanke, als er nach fünfzehn Minuten mit seinem genialem Tor zum 2:0 nach Doppel-Doppelpass endgültig die Ordnung in der Nordkurve zerstörte. So was Blödes! Schon wieder Jubeln!

Und es wurde nicht besser. Es gab keine Chance mehr, dass die Kurve zur Ruhe kam. Arango sorgte nach einer halben Stunde mit seinem Freistoß zum 3:0 dafür, dass endgültig alle aufgetaut waren. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause, aber nur wegen der katastrophalen Chancenverwertung. Die Führung hätte deutlicher sein müssen! Ne, was waren unsere Stürmer schlecht!

"Kann mich mal einer kneifen?" Das war eine vielgestellte Frage in der Halbzeitpause angesichts der deutlichen Überlegenheit der Borussia. Nicht eine zwingende Aktion hatten die Gäste auf unser Tor gebracht. So langsam machen unsere Jungs mir Angst! Hoffentlich würde die zweite Hälfte ruhiger! Das viele Jubeln erzeugt nur Muskelkater und Glühweinflecken!

 

Die zweite Hälfte wurde ruhiger. Endlich konnten wir wieder völlig entspannt das Spiel verfolgen und den Glühwein genießen. Borussia hatte das Spiel nach wie vor unter Kontrolle, beschränkte sich aber auf die Verwaltung des Ergebnisses. Und mehr war auch gar nicht nötig. Nur noch selten tauchte Borussia im gegnerischen Strafraum auf und verschonte uns vor weiteren Jubel-Explosionen. Schalke war offensiv harmlos. Unsere Abwehr hatte alles im Griff und ließ nicht eine gefährliche Torchance zu. Sehr souverän wurde die Zeit heruntergespielt, so daß am Ende ein hochverdienter 3:0 - Sieg feststand.


So langsam muß man sich die Frage stellen: Was geht diese Saison? Europa-League? Champions-League? Meisterschaft? Erneut war es heute eine Glanzleistung gegen ein Team der Spitzengruppe. Aber ich denke, unsere Borussen fahren gut damit, wie sie es derzeit handhaben. Nur von Spiel zu Spiel denken! Und am Ende werden wir sehen, wofür die erzielten Punkte reichen!

 


 

DFB-Pokal-Viertelfinale: Bärlin-Borussia 0:2 n.V.

 Wie wenige Tage zuvor in Wolfsburg war es eine kuschelige Angelegenheit. Die Borussenfestung startete mit knapp 20 Leuten per Bus um halb neun morgens Richtung Hauptstadt. Wohlwissend, dass es in Berlin strenge Einlass- und Alkoholkontrollen gibt, hielt sich der überwiegende Teil während der Hinfahrt noch zurück mit dem Vorglühen. Ein paar Leute ignorierten die Warnung jedoch, so dass sie bis zum Eintreffen in Bärlin schon ein bedenkliches Level erreicht hatten. Torsten, noch gebrandmarkt von dem 2.4 - Ereignis von Augsburg, berauschte sich mit dem Konsum von Leberkäs-Brötchen, Gebäck und Pudding. Während der Fahrt wurde viel diskutiert über mögliche Konstellationen im Halbfinale und Planungen für die Fahrt zum Finale. Doch war heute zunächst noch ein Viertelfinale zu spielen? Ein Selbstläufer würde es nicht werden. Und ich sollte recht behalten. Um kurz nach 5 Uhr, also knapp zwei Stunden vor Spielbeginn, trafen wir nach einigen Zwischenstopps auf dem Busparkplatz des Olympiastadions ein. Nur noch dick einpacken und los ging es Richtung Stadion.

Während einige unserer Leute es vorzogen, noch die Kneipe in Stadionnähe aufzusuchen, ging ich mit dem Rest der Mannschaft schon zum Stadion. Auch, um noch einen guten Platz zum Aufhängen unseres Bannes zu finden. Nur wurden wir bei der wie gewohnt übergründlichen Einlasskontrolle getrennt. Nachdem ich meine Sachen nach der Kontrolle wieder eingepackt hatte, waren die restlichen Leute bereits verschwunden. Naja, man würde sich schon im Block wiederfinden. Also war mein erster Weg der zum Glühweinstand. Man muß die Berliner ja nicht verstehen. Aber erst sind Alkoholkontrollen beim Eingang. Und dann verkaufen sie im Stadion sehr guten Glühwein mit richtig Wumms! Mir war es recht. Der Glühwein war ein richtig gutes Frostschutzmittel, dessen Wirkung fast bis zum Spielende anhielt. Nach erneut übertriebenen Kontrollen am Eingang des Gästeblocks fand ich dann auch im Block den Rest unserer Leute wieder. Auch die zuvor pegelmäßig angeschlagenen hatten die Eingangskontrolle erfolgreich passiert.

Das Spiel war kein Selbstläufer. Wie erwartet, war es auf dem seifigen Rasen ein zähes Ringen um sicheren Stand und Spielanteile. Borussia wirkte zwar besser in der Spielanlage als die nervösen Berliner, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Erneut zu viele Fehlpässe im Spielaufbau und ein fast arrogant wirkendes Kurzpass-Spiel stellte die Hertha-Abwehr vor keine Probleme. So endete die erste Hälfte torlos ohne ernstzunehmende Torchance auf beiden Seiten.

In der zweite Halbzeit kamen die Berliner etwas besser ins Spiel. Das Glück war auf Borussias Seite bei einem Pfostenschuß der Berliner. Nur wenig später parierte ter Stegen einen weiteren Schuß souverän. Auch Borussia hatte ein paar Möglichkeiten, aber wirklich zwingend war das nicht. Auch die Zweikampfquote im Mittelfeld war heute nicht zufriedenstellend. Und immer wieder waren unnötige Fehlpässe im Spielaufbau zu beobachten. Fragt mal Torsten, wer der schlechteste Gladbacher war. Insgesamt etwas glücklich für Borussia endete die reguläre Spielzeit 0:0.

In der Verlängerung holte Borussia sich die Spielkontrolle mehr und mehr zurück. Mehr und mehr wurde das Spiel in die Berliner Hälfte verlagert und Berlin konnte sich kaum noch befreien. Wie dann das Spiel entschieden wurde, habe ich bisher auch nicht erlebt. Der Berliner Torwart fing einen zu weit geschlagenen Ball und es gab einen Zusammenprall des eingewechselten de Camargo mit einem Berliner Abwehrspieler. Das Spiel lief also weiter. Der Berliner lief jedoch auf de Camargo zu, trat ihm auf den Fuß und deutete eine Kopfnuss an. Das alles ist in den Fernsehbildern gut zu sehen. Ob diese Aktion ausreichte, dass de Camargo dadurch zu Boden ging, ist zweitrangig. Die Aktíon ging vom Gegenspieler aus, der ja auch hätte wegbleiben können, und wurde vom Schiedsrichter als Tätlichkeit bewertet. Die Konsequenz war die rote Karte für den Berliner und Elfmeter für Gladbach, weil das Spiel ja nicht unterbrochen war. In einer ähnlichen Szene wurde de Camargo in der letzten Saison in St. Pauli des Feldes verwiesen. Das hatte er sich wohl gemerkt.

Nach minutenlanger Diskussion ging es weiter. Daems war das Zustandekommen der Elfmeterentscheidung egal und hämmerte den Ball zum 0:1 in die Maschen. Eeeeendlich! Was für eine schwere Geburt! Jetzt konnte Borussia, das zeigen, was sie können. Den Ball und den Gegner vom eigenen Tor fernhalten. Und selber auf Konter spielen. Einmal wurde es noch brenzlig, aber die dezimierten Berliner vergaben zwei Minuten vor Ende eine Riesenchance. Als alle schon mit dem Schlußpfiff rechneten, nutzte der eingewechselte Oskar Wendt einen Konter mit seinem ersten Ballkontakt zum 0:2! Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Direkt danach war Schluß und die Mannschaft konnte mit den Fans den Einzug ins Halbfinale feiern. Heute hat Borussia nicht gut gespielt, aber einen wichtigen Schritt gemacht.

Aufgrund der frostigen Temperaturen wurde im Stadion nur kurz gefeiert. Recht schnell waren alle Mitfahrer wieder im Bus und wir konnten die Rückfahrt antreten. Jetzt zeigte sich, wer die beste Kondition hatte. Kaum erreichte unser Bus die Autobahn, schon waren die Schnelltrinker auf den hinteren Plätzen im Bus eingeschlummert. Auch mein Versuch, sie mit dem Kult-Gröhl "10 nackte N..." wiederzubeleben, scheiterte. So waren es außer mir nur noch Jesus, Torsten, Mike, der Sauerländer, und ich, die weiterhin den doch etwas schmeichelhaften Sieg feierten. Recht schnell schlummerten sie jedoch auch ein und ich saß allein wach im Bus. Außer den Fahrern natürlich. Was tun? Natürlich Bier trinken, Fotos von ungewöhnlichen Kuschelformationen der Schlafenden machen. Das Bild des Tages: Mike kippte schlafend vornüber und landete weich auf Torstens Schoß. In der Nähe von Bielefeld gab es den letzten Zwischenstop, bei dem noch mal kurz Leben in den müden Haufen kam. Raucher- und Pinkelpause. Mike musste mal schnell raus und ließ sich den Abend noch mal durch den Kopf gehen. Danach ging es nonstop weiter. Auch ich nahm mir jetzt ein Nickerchen, so dass der Rest der Fahrt wie im Flug vorbeiging. Um 6 Uhr morgens waren wir wieder in Siegen.


 20. Spieltag: Golfsburg - Borussia 0:0

 Heute fuhren wir frühzeitig per Bahn Richtung Autostadt. Am Start waren neben mir Fossi und Jesus. Später kamen beim Umsteigen in Bochum noch Küche und Sascha dazu. Küche übernahm die Zugbespaßung, über dessen Niveau ich besser hier nichts schreibe. Nach mehrmaligem Umsteigen trafen wir mit etwas Verspätung um kurz vor 14 Uhr in Wolfsburg ein. Dort trafen wir zuerst Torsten, der heute mit Mattes mit dem Auto gefahren war. Wegen der eisigen Temperaturen beschlossen wir, nicht sofort zum Stadion zu gehen, sondern zunächst eine Kneipe aufzusuchen, um noch etwas Wärme und ein paar Bier zu tanken. Dazu mussten wir aber zuerst die überaus nervösen Polizisten vor dem Bahnhof davon überzeugen, dass wir friedliche Fußballfans sind. Wahrscheinlich war die Polizei schon durch den eine Stunde zuvor eingetroffenen Sonderzug schon ziemlich gestresst worden. Nach kurzer Diskussion durften wir das Bahnhofsgelände aber in Richtung Kneipe verlassen. Dort trafen wir noch mehr bekannte Gesichter der Gladbacher Fanszene und einige wenige Wolfsburger, hauptsächlich Rentner. Man kann sich schon wundern, wie wenig in Bahnhofsnähe einer Bundesligastadt eine Stunde vor Spielbeginn los ist. Nämlich gar nichts!  Nach ein paar Bier in der Kneipe ging es noch kurz zum Kiosk, um die Biervorräte für die Rückfahrt aufzustocken. Dann fuhren wir per Shuttlebus zum Stadion.

Die Kontrollen waren sehr penibel. Meine Ersatzakkus für meine Kamera musste ich abgeben. Die Qualität und Vielfalt der Bewirtung hielt sich auch in Grenzen. Nur alkoholfreie Getränke sind ja schon Standard in Gästeblocks, aber der hier angebotene Punsch war einfach fürchterlich. Immerhin war er heiß. Auch gab es auf dem Oberrang lediglich einen Fisch-Imbiss. Nein danke, da hungere ich besser. Deshalb ging ich auch zügig hinein in den Kommerztempel. Die Sicht auf dem Oberrang war sehr gut. Auch das feinmaschige Fangnetz störte kaum. Die Stimmung war anfangs sehr gut, ließ aber im Laufe des Spiels etwas nach. Was die Wolfsburger Fans bei einem Heimspiel an Stimmung zu bieten haben, ist einfach peinlich. Es sind eben nur hauptsächlich Zuschauer, Werksangehörige und Eventtouristen, aber kaum richtige Fans.

Das Spiel passte sich den Außentemperaturen an. Kaum Bewegung und nur wenige Möglichkeiten auf beiden Seiten prägten das Spiel zunächst. Als Borussia zunehmend besser ins Spiel kam, drängte sich der Linienrichter in den Vordergrund. Nahezu bei jeder Offensivaktion war grundsätzlich die Fahne oben. Zumindest einmal war die Entscheidung falsch. Das reguläre Tor von Hanke wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Aber es hilft ja nichts, sich darüber aufzuregen. So was sind wir ja aus der Vergangenheit gewohnt. So ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Nach der Pause wurden die Wölfchen besser. Auch sie hatten jetzt klare Chancen, die sie nicht zu nutzen wussten. Auch weil ter Stegen wieder einen Unhaltbaren hielt. Borussia beschränkte sich aufs Kontern, verzettelte sich aber immer wieder durch Fehlpässe im Spielaufbau. Auch die letzten Pässe nach vorne kamen zumeist nicht an. Bei einem Angriff versagte der schwache Schiedsrichter nach einer Atacke gegen Reus den durchaus berechtigten Elfmeterpfiff. In der 68. Spielminute hatte Borussia die größte Chance des Spiels: Reus lief nach genialem Pass von Herrmann allein auf den Wölfe-Keeper zu. Letzte Woche in Stuttgart hatte er eine ähnliche Chance verwertet. Aber diesmal überlegte er wohl zu viel. Schießen oder quer zum mitgelaufenen Hanke passen? Nachdem der Ball noch etwas versprang, sah es aus aus wie ein Mittelding von beiden. Jedenfalls ging der Ball weit am Tor vorbei, auch unerreichbar für Hanke. Das wäre es gewesen!

Danach gab es noch einige Angriffsversuche auf beiden Seiten, aber die Abwehrreihen behielten die Oberhand. Kurz vor dem Ende gab es noch einen Freistoß, den Arango aber in eine stabile Umlaufbahn um den Mars jagte. So stand am Ende ein gerechtes Unentschieden. Aber was wäre gewesen, hätte Hankes Tor in der ersten Hälfte gezählt?

Nach dem Spiel musste ich schnell noch meine zuvor beschlagnahmten Akkus wieder abholen. Nachdem wir Jesus dann wieder getroffen hatten, machten wir uns zügig auf den Weg Richtung Bahnhof. Es blieb nur wenig Zeit, um unseren Zug zu erreichen. Dank Jesus' Ortskenntnis schafften wir es aber problemlos. Endlich saßen wir im warmen ICE. Jesus hatte schon vor Wochen die Rückfahrt per ICE gebucht. So umgingen wir das Gedränge in der S-Bahn mit dem Hauptanteil des Gladbacher Mobs. Wie sich zeigte, waren die 11 € zusätzlich pro Nase gut angelegtes Geld. So entgingen wir der Randale, die später im Bahnhof von Hannover stattfand, als die Sonder-S-Bahn mit dem Gladbacher Mob dort eintraf.

So war die Rückfahrt recht entspannt, nur manchmal etwas nervig wegen Frickes permanentem Gelaber. Er erntete damit mehr verwunderte Blicke und Kopfschütteln von Mitreisenden als Gelächter. Ein längerer Zwischenstop in Hagen wurde genutzt, um sich mit Pizza, Gyros oder Döner nochmal zu stärken und die Biervorräte aufzufüllen. Um kurz vor Mitternacht trafen wir wieder in Siegen ein.


19. Spieltag: Vaueffbeh Studdgard - Borussia 0:3

Heute war ich mal wieder auf die Fernsehübertragung angewiesen. Sonntags ins Schwabeländle zu fahren, wäre mir zu spät geworden, weil ich ja am Montag früh raus muß. Also trafen sich ein paar der Daheimgebliebenen bei Jochen van Bommel zum gemeinschaftlichen Sky-Gucken.

Das Spie begann relativ verhalten. Auf beiden Seiten gab es nach der Abtastphase ein paar Chancen, aber richtig gefährlich wurde es nicht. Borussias Spiel wirkte etwas abgeklärter. Dagegen wirkten die Aktionen der Gastgeber etwas umständlich und nervös. Unsere Abwehr ließ eben nicht mehr zu.

Nach einer halben Stunde fiel dann das 0:1. Einen Freistoß von Reus verlängerte Hanke in die lange Ecke. Jetzt waren die Weichen gestellt für den Sieg, weil Borussia jetzt das Spiel machen konnten, was ihr am besten liegt: Aus einer gesicherten Abwehr auf Konter spielen. Natürlich gab sich Stuttgart noch nicht geschlagen, aber unsere Abwehr stand weitgehend gut. Nur bei einem Kopfball musste sich ter Stegen einmal strecken und wehrte glänzend ab. Ansonsten waren nur ein paar harmlose Bälle abzufangen. Kurz vor der Halbzeit hatte Borussia auch etwas Glück bei einem Freistoß gegen den Außenpfosten. Insgesamt war der Halbzeitstand von 0:1 aber verdient.

Nach der Pause griff die bewährte Taktik. Stuttgart rannte sich immer wieder fest und hatte nur wenige gute Aktionen. Und Borussia spielte auf Konter. Nur wurden die sich ergebenen Chancen zunächst nicht genutzt. Deshalb blieb es lange spannend. Die größte Chance für Stuttgart ergab sich nach einem missglückten Befreiungsschlag, der, vom eigenen Mann abgeprallt, dem Stuttgarter Angreifer vor die Füße fiel. Der Schuß fand jedoch erneut in ter Stegen seinen Meister.

Nach 80 Minuten fiel dann die Entscheidung. Herrmann schickte Reus auf die Reise. Und diese Chance ließ sich Reus diesmal nicht nehmen und schloss den Konter per Flachschuß in die rechte Ecke zum 0:2 ab. Nur drei Minuten später, nach einem erneuten Konter, sorgte de Camargo für den Endstand von 0:3. Das Spiel war jetzt gelaufen. Stuttgart gab sich auf und Borussia spielte die restliche Spielzeit cool herunter. Es war ein verdienter Sieg gegen insgesamt harmlose Stuttgarter.


18. Spieltag: Borussia - Bauern Lynchen 3:1

Zum Auftakt der Rückrunde stand direkt der Kracher gegen die Bazis an. In der Winterpause gab es viel Gerede und Medienhetze, ausgelöst durch den bevorstehenden Wechsel von Reus zu den Zecken. Ob das Auswirkungen auf die Leistung unserer Mannschaft haben würde, sollte sich heute zeigen.

Heute waren wir, die Borussenfestung Siegerland, mit dem Bus nach Gladbach gekommen. Leider war der Bus nicht sonderlich voll, auch weil einige Leute es vorzogen, mit dem eigenen Auto zu fahren. Ich denke, da muss der Zusammenhalt im Fanclub noch verbessert werden. Immerhin konnten wir heute ein neues Clubmitglied begrüßen. Antje, willkommen bei der Borussenfestung Siegerland!

Im ausverkauften Borussia-Park war die Stimmung durchweg gut. Nach einer kurzen Phase des Abtastens gab es in der 11. Minute den ersten Paukenschlag: Der Bazi-Keeper Neuer verdiente sich bereits den zweiten Scorer-Punkt für Borussia. Reus erwischte den verunglückten Abschlag und zog sofort aus über 30 Metern ab. Unerreichbar für Neuer schlug der Ball zum 1:0 ein! Jetzt ging die Kurve so richtig ab!

Jetzt entwickelte sich das Spiel, dass alle wohl erwartet hatten. Die Bazis hatten mehr Ballbesitz, erspielten sich aber kaum gefährliche Aktionen. Und kamen sie doch zu einer Chance, hatten wir einen gut aufgelegten ter Stegen im Tor stehen. Er entschärfte einen Kopfball und zwei Distanzschüsse souverän. Ansonsten hatte unsere Abwehr die Bazi-Stürmer gut im Griff.

Unsere Angriffsbemühungen beschränkten sich aufs Kontern. Und das klappt in dieser Saison richtig gut. Fünf Minuten vor der Pause wurde einer der Konter genutzt und Herrmann erzielte das 2:0! Zwei Torschüsse und zwei Tore! Mehr Effektivität geht nicht! Unmittelbar nanach hatte Hanke auch noch eine Chance, aber sein Schuss verfehlte das Tor. Hochverdient war der Halbzeitstand von 2:0 gegen pomadige Bazis.

Nach der Pause war das Spiel ähnlich. Die Bazis hatten meistens den Ball und rieben sich am guten Defensivspiel der Borussia auf. Es muß derzeit zermürbend für unsere Gegner sein, wenn wir immer wieder hinten herum spielen. Mit ter Stegen haben wir ja hinten auch eine sichere Anspielstation. Und er bringt auch die Bälle mit präzisen Abschlägen gut ins Spiel. So gelang es Borussia, die Bazis vom Tor fernzuhalten. Und immer wieder wurden Konter gesetzt, die mit etwas mehr Konzentration schon frühzeitig für die Entscheidung gesorgt hätten.

Die fiel dann in der 71. Minute. Nach einem erneuten Konter wurde Herrmann von Reus perfekt bedient. Der umkurvte Neuer und schob zum 3:0 ein! Es folgte ein erneut heftiger Pogo. Mal wieder kam beim Jubeln ein Tablett Bier geflogen. Aber das ist man ja im Block 16 gewohnt. Bei so einem geilen Spiel nimmt man eine Bierdusche gern mal in Kauf.

Trotz des klaren Spielstands steckten die Bazis nicht auf und hielten den Druck auf unsere Abwehr aufrecht. Aber für mehr als den Ehrentreffer, der nach einem Abpraller nach einer Ecke fiel, reichte es nicht mehr. Am Ende stand ein verdienter Sieg gegen den einfallslosen Möchtegern-Meister. Was hatten die Medien in den Tagen zuvor abgerotzt. Teilweise wurde nur über die Höhe des Bayern-Siegs spekuliert. Das lassen wir mal so stehen. Fakt ist: Borussia schlägt die Bayern verdient mit 3:1!

Diese Sieg wurde natürlich in der Kurve und später hinter dem Stadion gebührend gefeiert. So mancher wollte sich erst mal kneifen lassen, so unglaublich ist das, was bei Borussia derzeit abgeht. Die Rückfahrt verlief dann relativ unspektakulär, auch weil einige ihre Stimme schon beim Support in der Nordkurve verloren hatten und kaum noch in der Lage waren, zu singen. Um kurz vor zwei waren wir dann wieder zurück in Siegen.


DFB-Pokal, Achtelfinale: Borussia - Schlacke 04 3:1

Als letztes Spiel vor der Winterpause stand, wie letztes Jahr, das Achtelfinale des DFB-Pokals auf dem Programm. Nur dieses Jahr mit besserem Ausgang. Vor einem Jahr, als Borussia abgeschlagen am Tabellenende verweilte, schied sie in Hoppelheim sang- und klanglos aus. Das sollte dieses Jahr besser laufen.

Direkt nach der Auslosung dieses West-Krachers hatten wir, die Borussenfestung Siegerland, eine Busfahrt zum Spiel geplant. Sehr schnell war der Bus ausgebucht und so reisten wir am vergangenen Mittwoch mit fünfzig Leuten an. Darunter waren auch etwa fünfzehn Schalker, alles Leute aus dem Bekanntenkreis unserer Mitglieder. Auseinandersetzungen, die über das übliche verbale Gestichel hinausgingen, waren also nicht zu erwarten. Und so kam es auch. Es wurde eine feuchtfröhliche Busfahrt. Wegen einiger Verzögerungen beim Einsammeln aller Leute und starkem Berufsverkehr kamen wir relativ spät im Borussia-Park an. Es blieb gerade noch Zeit, ein Bier zu holen. Und schon ging es rein in den Block.

Die Stimmung war sensationell geil. Der Borussia-Park war ausverkauft. Auch die etwa 6000 Schalke-Fans waren zunächst gut vernehmbar, so dass sich ein stimmungsvolles Spiel entwickeln konnte.

Das Spiel begann mit viel gegenseitigem Respekt und Abtasten. Und mit einer groben Unsportlichkeit: Der Schalker Treter Jones versuchte, Reus mit einem Tritt auf seinen zuvor gebrochenen Zeh zu verletzen. Skandalös! Der DFB sollte diesen Treter für Jahre sperren! Zum Glück konnte Reus problemlos weitermachen.

Auch das Spiel an sich brauchte erst mal einen Tritt, um in Schwung zu kommen. Torchancen waren zunächst Mangelware. Borussia war aber das aktivere Team, aber ohne Torchancen. Das änderte sich nach 20 Minuten, als Arango nach Klasse-Vorarbeit von Reus zum 1:0 vollstreckte. Jetzt war der Bann gebrochen. Borussia übernahm die Spielkontrolle und begann, sich die Führung zu verdienen und erspielte weitere Torchancen. Die Kohlenfresser hatten in dieser Phase außer einem Abseitstor nichts entgegenzusetzen. Die Pausenführung war für Borussia hochverdient.

Die zweite Halbzeit war nur ein paar Minuten alt, da dezimierten die Gäste sich selbst. Ihr holländischer Knipser flog nach einer Schiedsrichterbeleidigung mit gelb-rot vom Platz! Und nochmal nur wenige Minuten danach lag der Ball, für viele überraschend, wieder im Schalker Tor! Reus hatte nach einem eroberten Einwurf der blauweißen aus fünfundzwanzig Metern plötzlich abgezogen, statt abzuspielen oder ins Dribbling zu gehen, wie er es sonst meistens in solchen Situationen macht. Was heißt abgezogen? Es war ein Kullerschuß, der jedoch den Schalker Keeper auf dem falschen Fuß erwischte. Uns war es recht. Vielumjubelt hoppelte der Ball über die Linie zum 2:0! Jetzt erreichte die Stimmung einen Höhepunkt.

In der Folge hatte Borussia weitere Gelegenheiten, die vorzeitige Entscheidung zu erzielen. Diese wurden aber nicht genutzt. So kam es eine Viertelstunde vor Schluß, wie es kommen musste: Einen eher schwachen Schuß der Ruhrpottkanacken ließ ter Stegen nach vorne abprallen. Der Nachwuchs-Pickeljüngling in Reihen der Gäste staubte zum 2:1 ab und es wurde wieder spannend.

Zumal die Schalker jetzt urplötzlich aufwachten und mächtig Druck machten. Die stärkste Phase der Gäste galt es jetzt zu überstehen. Unser Torwart war jedoch jetzt wieder sicher und fing alles ab, was an Bällen in den Strafraum flog. Borussia gelang es jetzt nur selten, sich zu befreien. Ein paar Kontermöglichkeiten waren zwar da, wurden aber meistens wegen unkonzentrierter Abspiele nicht genutzt. Zunächst nicht.

Aber dann kam die 88. Minute! Reus wurde per Steilpass auf die Reise geschickt. Der Torwart war jedoch zur Stelle. Oder doch nicht? Er trat über den Ball und Reus musste den Ball nur noch ins leere Tor zum entscheidenden 3:1 dribbeln. Das war's! Kurz vor Schluß musste auch Treter Jones das Spielfeld vorzeitig verlassen, mit der gelbroten Karte gebrandmarkt. Danach passierte nichts mehr und der Einzug ins Viertelfinale konnte gefeiert werden. Es war aufgrund der besseren Chancen und dem bis auf die letzte Viertelstunde überlegenem Spiel ein verdienter Sieg.

Nach dem Spiel war die Stimmung dementsprechend gut. Am Bus angekommen, mussten die Schalker in unserem Bus jetzt erst mal unsere Häme ertragen. Tja, Schalker, verlieren ist wie gewinnen, nur umgekehrt!  Aber auch sie mussten anerkennen, dass Borussia heute verdient gewonnen hatten. Nachdem wieder alle im Bus eingetroffen waren, konnte die Rückfahrt angetreten werden. Nach ein paar Stopps und einigen unnötigen Verzögerungen und Umwegen durch Siegerländer Dörfer trafen wir dann etwa um halb drei in der Nacht in Siegen ein.


17. Spieltag: Borussia - Määnz 1:0

Heute war Ansgars Auto mal wieder pickepackevoll, als wir Richtung Gladbach starteten. Neben Ansgar, Tine und mir stiegen auch noch Nordtveit und Ali zu. Wie letztgenannter es schaffte, seine langen Haxen ins Auto zu falten, war schon erstaunlich. Auf jeden Fall war es eine kuschelige Fahrt und keiner konnte umfallen.

Bei winterlichen Temperaturen konnten wir uns aber frühzeitig am Spiel unserer Borussia erwärmen. Schon nach fünf Minuten erzielte Herrmann nach genialem Zuspiel von Reus das 1:0! Danach überließ Borussia aber den Gästen aus der Karnevalsmetropole mehr und mehr das Spielgeschehen und beschränkte sich aufs Kontern. Insgesamt stand unsere Abwehr gut und ließ kaum etwas zu. Die wenigen Torschüsse der Mainzer verfehlten das Tor. Auch bei uns lief nach vorne fast gar nichts. Bis auf einen Angriff, bei dem es wohl Elfmeter geben musste. Der Pfiff des Schiris blieb jedoch aus. Es war eine eher enttäuschende erste Hälfte.

Die zweite Hälfte war schwungvoller mit Torchancen auf beiden Seiten. Ter Stegen konnte aber alle Schüsse problemlos abwehren. Wirklich zwingendes hatten die Mainzer aber nicht zu bieten. Auch Borussia konnte einige gut gesetzte Konter nicht zur Entscheidung verwerten, so dass es bis zum Schluß spannend blieb. Es gab noch zwei Schrecksekunden. Zunächst musste Reus verletzt ausgewechselt werden. Und kurz vor Schluß erwischte es noch ter Stegen, der hart angegangen wurde. Zum Glück hat sich mittlweile herausgestellt, dass es nicht so schlimm ist und beide für das Pokalspiel gegen Schalke zur Verfügung stehen.

Borussia brachte den Vorsprung über die Zeit. Es war heute das erwartete Schweinespiel, dass diesmal etwas glücklich gegen stark spielende Mainzer gewonnen wurde. Nur schade, dass Dante noch die fünfte gelbe Karte sah und somit beim Spiel gegen Bayern zu Beginn der Rückrunde fehlen wird.

Nach dem Spiel stellte sich heraus, dass sich auf den Wegen um das Stadion Blitzeis gebildet hatte. So wurde der Weg zum Auto zur Rutschpartie. Wir schafften es aber alle nach vielen vorsichtigen Tippelschritten ohne Faller zum Auto. Die Rückfahrt war dann weniger problematisch. Die Straßen waren bereits abgestreut und daher problemlos zu befahren.

Zu erwähnen bleibt noch eine Bemerkung von Ali nach dem obligatorischen Zwischenstopp in Nievenheim. Wie zuvor erwähnt, war es auf dem Rücksitz des Autos eng und kuschelig. Ali beschwerte sich nach dem Wiedereinsteigen bei mir über die von ihm empfundene eisige Temperatur meines Gesäßes. Was hatte das wohl jetzt zu bedeuten? Tun sich da ganz neue Abgründe auf, die wir bei Ali noch nicht kannten? Naja, unter meiner Speckschicht war mir jedenfalls mollig warm. Soll Ali sich doch selber Speck anfressen, dann friert er auch nicht an mir fest.  

Nachdem wir auf der Autobahn ab Wiehl bis Olpe einen Salzstreuer vor uns hatten, der nicht überholt werden konnte und wir gezwungenermaßen nur im Zuckeltempo hinterherfahren konnen, trafen wir schließlich etwa um halb elf am Abend wieder in Siegen ein.


16. Spieltag: Augsburg - Borussia 1:0

  Was für ein Grottenkick! Heute ging wirklich alles schief. Nach gutem Beginn mit einigen guten Chancen ließ Borussia den Gastgeber immer mehr ins Spiel kommen. Nach vorne ging dann so gut wie nichts mehr. Im Spielaufbau gab es zu viele Fehlpässe. Schon zur Pause war das 0:0 glücklich, zumal ter Stegens Grätsche nach einem versprungenen Ball so gerade noch rechtzeitig kam. Dazu kam heute auch noch eine schwache Schiedsrichterleistung, der identische Szenen mit zweierlei Maß beurteilte. Schon frühzeitig hätte er mehrere Augsburger verwarnen müssen. So entwickelte sich ein hartes Spiel, dass unseren Borussen überhaupt nicht schmeckte.

Nach der Pause hatte man kurz den Eindruck, dass es jetzt besser wurde. Aber nur kurz. Zu diesem Spiel passte, dass das 1:0 durch einen abgefälschten Freistoß fiel. Und es traf Callsen-Bracker, unser ehemaliger, der bei uns nie was zustande gebracht hatte. Danach lief nach vorne erst recht nichts mehr zusammen. Die beste Chance hatte noch der eingewechselte Leckie, die vom Torwart vereitelt wurde. Auch wurden mehrere Borussen durch die teilweise überharte Spielweise der Augsburger hart getroffen, die oftmals Ellebogenschläge verteilten. Mehrmals war das Spiel wegen Verletzungspausen unterbrochen. Viel zu spät reagierte der schwache Schiedsrichter mit gelben Karten darauf.

Zum Ende hin fiel Borussia in der Offensive nichts mehr ein, viele Angriffe wurden überhastet verdaddelt und der Aufsteiger konnte den Vorsprung mit wenig Mühe über die Zeit bringen. So ging das Spiel letztendlich verdient verloren. Heute war mal wieder so ein Tag, an dem unsere Spieler noch Stunden hätten spielen können, ohne das Tor zu treffen. Es war wie in Hoppelheim. Wenn ich nicht dabei bin, läuft gar nichts! Zum Glück habe ich mir diese Tour gespart.


15. Spieltag: Borussia - Doofmund 1:1

Es war ein ereignisreiches Wochenende. Schon am Freitag reiste ich an, um mich in Brachelen einzuquartieren. Dezent wurde dort in Krümels Geburtstag reingefeiert. Am Samstag ging es dann von Brachelen aus per Bahn Richtung Gladbach, wie schon öfters diese Saison. Natürlich wieder mit einem Zwischenstopp im Töff-Töff in Rheydt. Rechtzeitig erreichten wir unseren Block im Stadion.

Im ausverkauften Borussia-Park entwickelte sich ein temporeiches Spiel, das wiederspiegelte, was die aktuellen Tabellenplätze hergaben. Das Borussen-Duell hat es in der Konstellation zweiter gegen erster bisher noch nie gegeben. Die Gäste aus Zeckenburg zeigten, dass sie zu Recht oben in der Tabelle standen und erspielten sich ein Übergewicht. Auch, was die Torchancen anging. Unsere, die einzig wahre Borussia, hielt zwar gut dagegen und unsere Abwehr neutralisierte die meisten Angriffe, aber der Halbzeitstand von 0:1 ging schon ok. Es waren zu wenig zwingende Angriffe zu sehen und das Fehlen von Reus machte sich bemerkbar.

In der zweiten Hälfte gelang es immer besser, die Zecken von unserem Tor fernzuhalten. Mit viel Geduld wurde die Lücke in der schwatzgelben Abwehr gesucht. Fast aus dem Nichts gelang es dann Bobadilla, unseren Derbyhelden Hanke auf die Reise zu schicken. Der überlegte nicht lange und erzielte den vielumjubelten Ausgleich. Jetzt entwickelte sich das Spiel, je länger es dauerte, zu einem offenen Schlagabtausch. Allein Dante hatte nach Ecken und Freistößen mit Kopfbällen gute Chancen, die leider das Tor verfehlten. Auch die kleine Borussia hatte Chancen zum Siegtreffer, aber ter Stegen war auf dem Posten. So blieb es aufgrund der guten kämpferischen Leistung beim verdienten Unentschieden.

Nach dem Spiel ging es recht zügig zurück nach Brachelen, um dort Krümels Geburtstagsfete zu feiern. Nach einigen Bieren und drei Flaschen grünem Schleim (Rezept auf Anfrage) ging es für mich um drei Uhr in der Nacht in die Koje. Es stand ja am Sonntag noch ein wichtiger Termin an. Nach wenig Schlaf und gutem Frühstück trat ich am Sonntagmorgen wieder die Rückfahrt an und war um elf Uhr wieder in Siegen. Dort war jedoch keine Zeit zum Ausruhen, denn unser Siegener Fanclub hatte ja noch was vor... nämlich:

Die Weihnachtsfeier der Borussenfestung Siegerland

Schon um zwölf Uhr trafen sich die Vorstandsmitglieder in der Hammerhütte in Siegen für letzte Vorbereitungen zur Weihnachtsfeier. Schnell füllte sich der Laden dann mit Fanclubmitgliedern und anderen befreundeten Borussia-Fans. Auch viele Kinder waren anwesend, die sich an der aufgestellten Torwand sowie an einem Kickertisch austoben konnten. Auch für die großen Besucher gab es was zu sehen. Eine Mini-Diashow mit Bildern der bisherigen Saison und die ausgestellten Pokale, die unsere Hobbymannschaft bisher gewonnen hat, wurden auf Tischen präsentiert. Jetzt musste nur noch die angekündigten Besucher eintreffen.

Etwa um halb zwei waren sie da. Unsere Spieler Raul Bobadilla und Igor de Camargo kamen in Begleitung eines Fanbetreuers an und wurden mit Applaus begrüßt.

 Nachdem alle ihre Plätze gefunden hatten, wurde zunächst das Essen serviert. Leicht chaotisch wurde es jetzt, weil im selben Moment auch noch der Weihnachtsmann erschien, um die anwesenden Kinder zu beschenken.

Anschließend gab es eine Fragerunde, in der jeder Fragen an die Spieler richten konnte. Bobadilla gab sich eher zurückhaltend und überließ de Camargo meistens das Antworten. Dieser hatte auch schnell unsere K... - Strafregel verstanden. Seine Version "K-Pünkt" brachte ihm einen Extra-Applaus ein.

Nachdem es keine Fragen mehr gab, war Gelegenheit, sich Autogramme zu sichern und Fotos zu machen. Natürlich wurde das ausgiebig genutzt.

Zum Schluß wurde vor dem Lokal noch Fotos vom gesamten Fanclub und vom Vorstand mit den Spielern gemacht.

Nachdem die Spieler sich verabschiedet und auf den Rückweg gemacht hatten, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.


14. Spieltag: Effzeh Rattenpack Kxln - Borussia 0:3

Derbysieg! Diesmal jedoch unter völlig anderen Bedingungen wie in der letzten Saison, wo beide Vereine gegen den Abstieg kämpften. Diesmal ging Borussia als Favorit ins Derby und wurde dieser Rolle auch gerecht.

Die Anreise mit dem Bus der Sauerländer nach Kxln war wie immer ein Chaos. Nein, wir waren eigentlich früh genug. Nur dank der DFL, die das Derby auf einen Freitag gelegt hatte, wurde es im Berufsverkehr ein Geduldsspiel, bis wir endlich nach eineinhalb Stunden im Stau auf der Aachener Straße und Polizeieskorte den Gästeparkplatz erreichten. Zuvor waren ein paar ungeplante Pinkelstopps auf der belebten Zufahrtstraße von Nöten, die bei Kxlner Ureinwohnern zu verwirrten Blicken führte und die betroffenen Pinkler zu ein paar Jogging-Einlagen zwang, zumal der Bus ja währenddessen weiterfuhr. Gerade soeben, wenige Minuten vor Anpfiff, erreichten wir unseren Block im Stadion, der, wie immer, brechend voll war.

Das Spiel begann so, wie man es sich von einem Derby erhofft. Schon in den ersten Minuten hatte Borussia zwei gute Chancen. Auch die Beklopptenkaffkicker hatten durch Podoofski eine Möglichkeit, die ter Stegen jedoch vereitelte. Die Spielanteile waren in der ersten Viertelstunde ausgeglichen.

Das änderte sich jedoch zunehmend. Immer dominierender wurde Borussias Angriffsspiel. Nach zwanzig Minuten war es soweit. Nach geschicktem Kurzpass-Spiel erzielte Hanke sein erstes Saisontor! Endlich hat er mal wieder getroffen! Jetzt wurde unser Spiel noch dominanter und die Behämmerten kamen überhaupt nicht mehr durch unsere Abwehr. Folgerichtig erhöhte Borussia in der 30. Minute per Arango-Freistoß auf 0:2. So ging es auch in die Pause.

Wer jetzt gedacht hatte, die Scheißböcke würden noch mal ins Spiel zurückkommen, lag falsch. Nach Wiederanpfiff waren sie mit einem Angriff etwas halbherzig vor unserem Tor. Dann ging es zu schnell für die Abwehr des Debilenclubs. Der Konter saß. Den Schuß von Herrmann konnte der ehemalige Bazi-Keeper noch abwehren, doch Hanke stand richtig und netzte den Abpraller zum 0:3 ein! Jetzt war der Drops gelutscht!

Schon jetzt verließen die ersten Kxln-Fans das Stadion. Das Spiel verflachte etwas und wurde irgendwie langweilig. Borussia ließ den Kxlnern etwas mehr Spielanteile. Diese konnten jedoch kein Kapital daraus schlagen, weil unsere Abwehr gut arbeitete. Zwingende Chancen für die Gastgeber gab es nicht. Ein Abseitstor von Podoofski wurde vom Gladbacher Block höhnisch mit einem "Döpp döpp döpp" gefeiert.

Borussia hatte hingegen noch einige gute Kontermöglichkeiten. Herrmann und zwei mal Reus, der heute etwas unglücklich agierte, hatten die Chancen, das Ergebnis noch klarer zu gestalten. Sie wurden jedoch nicht genutzt. So blieb es am Ende bei einem klaren, hochverdientem und nie gefährdetem Sieg, der nach Abpfiff natürlich von Mannschaft und Fans dementsprechend gefeiert wurde.

Der Weg zurück zum Parkplatz war wie immer ein heißes Pflaster. Man sollte schon immer wissen, wer hinter einem läuft, wenn man über die Wiese hinter dem Stadion geht. Die Verluste zeigten sich dann am Bus. Mehrere Derby-Mützen wurden von Rattenpack-Fans entwendet, auch die von Ali. Einfach nur ein Assi-Pack, dieses Gesindel!

Die Rückfahrt verlief relativ unspektakulär. Relativ lange brauchten wir noch, um durch den Stau der verbotenen Stadt wieder auf die Autobahn zu kommen. Etwa um 1 Uhr waren wir wieder in Gerlingen. Nachdem wir dort in der Kneipe noch ein paar Bierchen vernichtet hatten, ging es per Großraumtaxi mit den verbliebenen Siegenern wieder zurück Richtung Heimat. Es war ein komplett gelungener Abend!


13. Spieltag: Borussia - Wärter Bremen 5:0

Erstmals in dieser Saison hat es mal wieder geklappt: Eine Fahrt zum Heimspiel bei C&A im Auto, bei der ich mich voll auf mein Bier konzentrieren konnte. Auch ist es  immer wieder amüsant, C&A's geistlosen Diskussionen zu lauschen. Außerdem waren heute die üblichen Verdächtigen der Borussenfestung Siegerland im Stadion: Die Fischbachs, Präsi und Uschi mit Nachwuchs sowie Ali und Nordveit. Auch Patti habe ich kurz getroffen.

Das Spiel hatte von Beginn an viel Tempo. Zunächst waren die Spielanteile ausgeglichen. Borussia hatte zu Beginn ein paar Freistoß-Chancen der Fischköppe zu überstehen, bevor sie erstmals gefährlich vor dem Bremer Tor auftauchten. Neustätter vergab die erste Chance. Danach zeichnete sich schon ein selten gesehenes Feuerwerk ab.

Eine weitere gute Chance wurde durch Daems noch vergeben. Aber nur wenig später wurde der Offensivdruck belohnt. Hanke erlief einen eigentlich zu lang geschlagenen Ball und behauptete ihn im Sitzen kurz vor der Torauslinie. Er passte zurück auf Arango. Dessen anschließende Flanke köpfte Herrmann zum 1:0 in die kurze Ecke! Döp döp döp! Alles geschah etwas zu schnell für die Bremer Abwehr.

Jetzt begann die große Reus-Show! Nur einige Minuten später bekam Reus im Mittelfeld den Ball auf den Fuß. Was nun? Was sollte er jetzt damit machen? Was er damit machte, war sensationell! Er ließ bei seinem Solo die komplette Abwehr der Fischköppe wie Slalomstangen stehen und schob den Ball am bestfrisierten Torhüter der Liga vorbei zum 2:0 ins linke Eck! Döp döp döp! Wer ist Marin? Wir haben Reus!

Wenige Minuten vor der Pause erhöhte er nach einem der vielen Konter nach Zuspiel von Herrmann sogar auf 3:0! Wann hatten wir zuletzt so einen Halbzeitstand? Wohl letztmals beim Derby der letzten Saison. Es war also gewissermaßen ein Warmschießen für nächsten Freitag. Auch einige Gesänge in der Nordkurve ließen schon erahnen, dass das Derby in K... bald ansteht.

Nach der Pause ließen die Gäste für wenige Minuten zumindest das Bemühen erkennen, daß sie sich nicht kampflos ergeben wollten. Wirklich gefährlich waren ihre Angriffe aber nicht. Unsere Abwehr arbeitete heute gut und neutralisierte die Angriffsversuche. Doch die dauerten wie gesagt nur wenige Minuten.

Dann waren wir wieder dran. Hanke wurde auf die Reise geschickt. Dessen Schuß konnte der Schönling im Bremer Tor nur abklatschen. Und wer stand wieder am richtigen Fleck? Natürlich Reus, der den Abpraller ohne Mühe zum 4:0 einschoß! Döp, döp, döp! Knippis Durchsage des Torschützen war kaum verklungen, da rollte schon der nächste Angriff! Erneut ließ der mit den schönen Haaren einen Ball nach vorn abprallen. Diesmal stand Arango richtig. Er hatte noch Zeit, den Keeper zu fragen, wohin er den Ball haben will und zimmerte ihn dann mit links in den rechten Winkel zum 5:0! Döp, döp, döp! Schöner geht's nicht!

Noch eine halbe Stunde war zu spielen. Borussia ließ es jetzt etwas ruhiger angehen und die traumatisierten Fischköppe hatten jetzt wieder mehr Spielanteile. Die Angriffsversuche scheiterten jedoch meistens im Ansatz an Borussias Abwehr, die hervorragend stand. Ein paar harmlose Schüsse verfehlten das Tor. Unsere Offensive beschränkte sich jetzt darauf, zu versuchen, unserem Rackerer Hanke ein Tor aufzulegen. Jeder hätte es ihm gegönnt. Bis auf ein Abseitstor scheiterten diese Versuche aber. Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können, aber unsere Angreifer waren jetzt zu verspielt und wollten den Ball ins Tor zaubern. Wer wollte es ihnen bei diesem Spielstand übel nehmen? Ein hochverdienter Sieg war im Sack!

In der Nordkurve machte die Welle die Runde. Und weiterhin wurde sich für das kommende Derby warmgesungen. Sehr emotional war es nach dem Abpfiff. Schals hoch und "Die Seele brennt" sorgte für Gänsehaut und Schauer auf dem Rücken. Nachdem die Mannschaft unzählige Sponsorbälle ins Publikum geschossen hatte, wurde sie vor der Nordkurve aber mal richtig gefeiert. "Schalalalalalalaaaaaaa, Booorussiaaaaaa!" Übrigens, nochmal Glückwunsch, Krümel, für deinen "Fang"! Emma wird sich freuen! Nur langsam leerte sich der Block. Das heutige Spiel musste man erst mal sacken lassen.

Nach dem Spiel fuhren wir noch mit ein paar Leuten zum Griechen in Rheydt, um den Abend ausklingen zu lassen. Nach gutem Essen und ein paar Bierchen und Ouzos später machten wir uns dann wieder auf den Heimweg.


12. Spieltag: Hertha BSC Bärlin - Borussia 1:2

An diesem Wochenende war die Borussenfestung Siegerland stark vertreten. Wir waren zu neunt mit einem Bully unterwegs: Ali, Nordveit, Martin B., Dödel und seine Frau, Torsten, Jäger und ich. Dazu kam noch Mattes aus Attendorn. Unabhängig von uns waren noch Nummer 20 und Zimmi in Berlin. Sie reisten mit der Bahn an.

Schon frühzeitig zeichnete es sich ab, dass es eine lustige Tour werden würde. Unser Präsi hatte natürlich mal wieder eine frische CD mit schlimmer Musik vorbereitet. Diesmal war Jäger das Opfer. Nur zu dumm für ihn, wenn man so einen Nachnamen hat. Zeitweise war er kurz vorm Platzen. Hier nur für die ganz harten und schmerzfreien:

 Für die Hörprobe hier klicken.

Das sollte für die Rest der Tour der absolute Hit sein. Auch hatte sich ein Fußball an Bord geschlichen. Während der Zwischenstops auf Raststätten wurde sich schonmal warmgekickt. Nicht ohne Blessuren. Unser Fahrer Ali van Lent legte sich auf dem ungewohnten Belag erst mal lang. Aber es war halb so wild. Zumindest konnte er problemlos weiterhin den Bully steuern. Etwa um 12 Uhr erreichten wir Berlin und bezogen erst mal unser Hotel unweit vom Ku'damm.

Danach tingelten wir erst mal per U-Bahn quer durch Berlin nach Spandau, wo die Spreeborussen im Ratskeller zur Fete eingeladen hatten. Wegen Überfüllung kamen wir aber nicht rein. Auch der Bürgersteig vor dem Eingang war mit Gladbachern überfüllt. Und dort hatte Jäger schon wieder gelitten. An einem Imbiss-Stand, der zufällig den selben Namen hatte, wurde lautstark erneut der Hit des Wochenendes intoniert. Der Imbissverkäufer wusste auch nicht, wie ihm geschah. Torsten organisierte noch ein paar Tickets, unter anderem auch für Mattes. Dann wurde es auch schon Zeit, zum Stadion zu fahren. Diesmal mit der S-Bahn.

Dort angekommen, trafen wir Zimmi, der dann auch seine Karte bekam. Dann erwarteten uns ziemlich genaue Kontrollen. Zweimal, am ersten Eingang und nochmal am Block, wurden wir ausgiebig gefilzt. Im Block angekommen, fanden wir unsere Sitze besetzt vor. Freiwillig wollten die dort anwesenden Leute unsere Plätze nicht räumen. So musste erst ein Ordner herbeigerufen werden, damit wir unsere Plätze einnehmen konnten. Es sind doch manchmal seltsame Leute im Stadion, wie sich auch später noch herausstellen sollte. Der Gästeblock war sehr gut gefüllt, wie eigentlich immer. Geschätze 8000 Gladbacher waren in Bärlin.

Zum Spiel: Borussia begann sehr zerfahren mit vielen Fehlern im Spielaufbau. Leichtfertig wurde das Spielgerät auch vor dem 1:0 im Spielaufbau vertändelt. Freistehend kam der Herthaner zum Schuss, ter Stegen wurde dummerweise getunnelt und der Ball schlug ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine grottenschlechte Leistung gesehen und man musste schon das Schlimmste befürchten.

Aber Borussia erholte sich von dem Gegentor und kam langsam besser ins Spiel, ohne zwingende Chancen zu erspielen. Lediglich ein schwach geschossener Freistoß von Arango war zu verbuchen. Fast aus dem Nichts erzielte Reus nach dem ersten gescheiten Angriff den Ausgleich. Der Halbzeitstand von 1:1 war eher schmeichelhaft.

Nach der Pause riss Borussia das Spiel jedoch sofort an sich und erhöhte den Druck. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Super-Zuspiel und gekonnter Ballannahme stand Arango plötzlich frei, scheiterte aber zunächst am Torwart. Den Abpraller nahm Reus (wer sonst) gekonnt direkt an und zimmerte den Ball unter die Latte zum 1:2! Jetzt lief es. Weitere Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, waren vorhanden, wurden aber nicht genutzt. Hertha konnte sich aber kaum noch offensiv durchsetzen. Nur einmal musste Borussia kurz zittern bei einem Lattenkracher. Ansonsten wurde der Vorsprung ziemlich souverän über die Zeit gebracht. Insgesamt war der Sieg aufgrund der klareren Torchancen und Überlegenheit in der zweiten Hälfte verdient.

Nach dem Abpfiff wurde die Mannschaft natürlich erst mal gebührend gefeiert. Nur langsam leerte sich der Gästeblock. Plötzlich stellten wir fest, dass sich ein paar junge Leute an unserem Banner, dass wir am Zaun des Oberrangs befestigt hatten, zu schaffen machten. Banner zu klauen, scheint wohl ein neuer Sport zu sein. Das Banner war schon gefaltet und fast in der Jacke einer der Leute verschwunden. Ali konnte die Leute aber gerade noch rechtzeitig stellen. Nach kurzer Diskussion gaben die Leute das Banner heraus. Wie zuvor schon erwähnt, treiben sich doch einige seltsame Gestalten in der Fanszene herum. Bannerklau innerhalb der eigenen Fanszene ist einfach nur unterste Schublade!

Nach dem Spiel ging es erstmal wieder per S-Bahn zurück zum Hotel. Nachdem wir uns frischgemacht hatten, gingen wir zum unweit gelegenen Ku'damm, um erst mal was zu essen. Zunächst fanden wir aber nur überfüllte Restaurants. Ein Tip einheimischer Jugendlicher führte uns aber dann zu einer bekannten Steakhauskette. Nach kurzer Wartezeit hatten wir unseren Platz und wir konnten endlich unsere knurrenden Mägen füllen. Leckere Steaks und Salatbuffet ließen keine Wünsche offen. Sehr zu empfehlen.

Anschließend fuhren wir wieder per S-Bahn erneut nach Spandau zur Fete der Spreeborussen. Dort trafen wir auf alte Bekannte. Theo, Gründer der Spreeborussen und Veranstalter der Fete, stammt ja aus dem Siegerland. Ist schon lange her, dass ich mit ihm zusammen noch zu Beginn der Fanprojektzeiten viel zusammen gemacht habe. Das Wiedersehen war jedenfalls sehr herzlich. Nach ein paar Bierchen machte sich bei einigen von unseren Leuten ausreichend Bettschwere bemerkbar. Deshalb beschlossen wir, zum Hotel zu fahren, um dort bei ein paar Flaschen Bier den Abend ausklingen zu lassen.

Der Morgen begann lautstark. So ist die Großstadt: Um sieben Uhr morgens am Sonntag testet ein Einwohner Bärlins vor dem Hotel die Lautstärke seines Autoradios aus. Tolles Teil! Auf jeden Fall waren jetzt alle wach! Jetzt war Zeit, vor der Rückfahrt ausgiebig zu früstücken. Danach stieg noch eine spontane Balkonfete, wo wiederholtes Abspielen des Jäger-Hits doch mehrmals für verwunderte Blicke der Passanten sorgte. Einer wäre sogar fast gegen einen Baum gelaufen!

Vor der Rückfahrt wurde zunächst Torsten auf dem hinteren Sitz fixiert, damit er diesmal nicht zu nahe am CD-Player saß. Es gibt schließlich auch noch was anderes als Schlager. Murrend nahm er sein Schicksal hin, rächte sich aber durch permanentes Ausstoßen von Blähungen. Gar nicht lustig für die restliche Besatzung. Der Gestank war nicht so schlimm, aber das Brennen in den Augen! Die Rückfahrt verlief relativ unspektakulär. Beim letzten Zwischenstop gab es noch eine vielbelachte Ringkampfeinlage von Dödel und Torsten im Herbstlaub, wobei diese kurzzeitig fast vollständig im Laubhaufen verschwanden. Etwa um 16 Uhr waren wir wieder in Siegen.


11. Spieltag: Borussia - Hangover 96 2:1.

Heute war ich ausnahmsweise mal in der Rolle des Chauffeurs. C&A ließen sich heute mal von mir fahren. Schon frühzeitig stellte sich heraus, dass A. heute unter erheblichen Kommunikations- und Motorikproblemen litt. Herrlich wurde während der Hinfahrt immer wieder aneinander vorbei geredet. Nach Ankunft im Stadion landete als Höhepunkt seiner Daddeligkeit Senf und Ketchup seiner Bratwurst auf T.'s Lederrucksack.

Die Stimmung im Stadion war heute eher zurückhaltend. Das war schon mal besser. Vielleicht lag es an der tiefstehenden Sonne, die zumindest in der ersten Halbzeit doch sehr dabei störte, das Spielgeschehen zu verfolgen. Erst zum Spielende wurde, verständlicherweise, die Stimmung wieder besser.

Borussia begann das Spiel offensiv und hatte gleich zu Beginn eine Chance durch Herrmann, dessen Schuss aber das Tor verfehlte. Kurze Zeit später wurde ein guter Freistoß von Arango vom Torwart zur Ecke abgewehrt. Auch die Niedersachsen hatten eine gute Chance nach einem Konter. Zum Glück landete der Ball aber nur am Außennetz. Insgesamt hatten beide Abwehrreihen aber alles unter Kontrolle.

Bis in der 22. Minute Reus von Hanke auf die Reise geschickt wurde. Reus verdrehte seinem Gegenspieler mit einer Körpertäuschung die Beine, zog von rechts nach innen und schoss durch den entstandenen Tunnel mit einem platzierten Linkschuß in die kurze Ecke das 1:0! Einige Fans in der Nordkurve bekamen das wegen der tiefstehenden Sonne zunächst gar nicht mit. So kam der Torjubel eher zögerlich.

Doch der Jubel währte nicht lange. Nach einem lang geschlagenen Freistoß der Gäste waren sich Dante und ter Stegen nicht einig. Der zuvor beim 1:0 von Reus getunnelte Abwehrmann der 96'er kam fast unbedrängt an den Ball und köpfte den Ausgleich. Borussia steckte den Gegentreffer aber gut weg und erspielte sich bis zur Pause noch einige Chancen, die aber im Gästekeeper ihren Meister fanden oder das Tor verfehlten. Der Pausenstand war etwas schmeichelhaft für die Gäste.

Nach der Pause wurde Borussias Offensivdruck schnell belohnt. Das 2:1 fiel so ähnlich wie das 1:0. Nur spiegelverkehrt. Diesmal zog Reus von links nach innen und zog mit rechts unhaltbar ab. Jetzt hatten es alle auch mitbekommen und der Pogo ging so richtig ab. Schon lange nicht mehr habe ich so eine intensive Bierdusche erlebt. Aber egal. In Block 16 sind wir Bierduschen ja schon aus Bökelberg-Zeiten gewohnt.

Nach der Führung machte Borussia heute den Fehler, nicht konsequent auf das 3:1 zu spielen. Immer wieder wurden vielversprechende Angriffe entweder abgebrochen oder durch unkonzentriertes Abspielen abgewehrt. So kamen die Gäste wieder besser ins Spiel, ohne zu wirklich gefährlichen Chancen zu kommen. Und kam der Ball doch mal durch, hatten wir ja immer noch einen sicheren MATS im Tor stehen, der einige hohe Flanken sicher abfing. Trotz dem optischen Übergewicht der Gäste waren auch für Borussia Chancen zur Entscheidung vorhanden. Da diese nicht genutzt wurden, blieb es bis zum Schluß spannend. Mehr oder weniger souverän wurde der Vorsprung aber über die Zeit gebracht.

Am Ende war es ein hart erkämpfter, aber nicht unverdienter Arbeitssieg. Weil wir heute einen Marco Reus hatten! Der machte heute den Unterschied.


DFB-Pokal, 2. Runde: Heidenheim - Borussia 3:4 n. E.

Es war eine schwere Geburt, in die nächste Runde einzuziehen. Zahlreiche Torchancen wurden vergeben, dabei mehrere Pfostenschüsse. So war gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Heidenheimer ein Elfmeterschießen nötig, um sich letztendlich durchzusetzen. Dabei hielt ter Stegen zwei Elfer. Die nächste Runde wurde glanzlos, aber verdient erreicht. Mund abputzen und schon geht es am Samstag weiter. Nur sollte in der Offensive mal wieder mehr passieren. Das Vergeben von Torchancen wird so langsam zum Problem. Es zeigt sich jetzt, dass die verletzten Stammspieler doch an allen Ecken und Enden fehlen.


10. Spieltag: Söldnerprojekt Hoppelheim - Borussia 1:0

Es gibt für Borussiafans Auswärtsfahrten, die man sich am besten spart. Wegen akutem Geldmangel habe ich das zum Glück getan und das Spiel bei Gartenarbeit am Radio verfolgt.

Es war die bis jetzt schlechteste Saisonleistung. Nur am Anfang war Borussia dominierend und hatte ein paar Chancen, die aber ungefährlich endeten. Mehr und mehr bekamen Hopps Söldner das Spiel unter Kontrolle. Das 0:0 zur Pause war schon schmeichelhaft.

Eigentlich war es insgesamt ein schlechtes Spiel, das auf ein 0:0 hinauslief. Die eine Chance, die Hoppelheim bekam, nutzten sie auch. Eine Flanke prallte nach einer verunglückten Ballannahme ab und lag für einen Moment frei. Problemlos konnte der Torschütze, einer der vielen ...ic's in den Reihen der Söldnertruppe, den Ball einnetzen. Dabei verletzte sich ter Stegen dummerweise auch noch, konnte aber weitermachen.

Ein wirkliches Aufbäumen gegen die Niederlage wurde anschließend vermisst. Keine einzige zwingende Torchance wurde erspielt, so dass am Ende eine verdiente Niederlage feststand.


9. Spieltag: Borussia - Geier Laberkusen 2:2

Bereits am Freitag reiste ich bis Brachelen an, weil Frank von der Niederrhein-Divison Geburtstag hatte. Herzlichen Glückwunsch nochmal! Am Samstag ging es, schon fast wie gewohnt, mit den Leuten der Niederrhein-Division per Bahn bis nach Rheydt, um im Töff-Töff noch ein paar Bierchen zu schlabbern. Das Wetter war wie so oft bei den bisherigen Heimspielen bestens. Im Rheydter Bahnhof wurden wir noch durch die Polizei aufgehalten, weil gerade der Sonderzug der Pillendreher-Fans eintraf. Die sind ja soooo gefährlich, die zwölf mitgereisten Gästefans.Deshalb erreichten wir das Stadion relativ spät.

Das Spiel der Borussia startete gut. Zu Beginn hatte Reus bereits seine erste Chance, die er aber nicht nutzen konnte. Danach waren die Gäste zunächst besser im Spiel und hatten ein leichtes Übergewicht, ohne Chancen zu erspielen. Irgendwie aus dem Nichts, aber zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, gingen die Pillendreher in der 20. Minute nach einer Ecke in Führung. Das war der Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt drehte Borussia auf. Hanke traf nur die Latte und Reus vergab auch mehrere gute Chancen. Die Führung der Gäste zur Pause war etwas schmeichelhaft.

In der zweiten Halbzeit nahm Borussia das Heft in die Hand. Zahlreiche Chancen wurden erspielt. Mehrfach scheiterten Reus und Hanke am Torwart oder verfehlten das Tor. Endlich, in der 65. Minute, konnte sich Reus aber durchsetzen, umspielte den guten Gästekeeper und erzielte den Ausgleich. Jetzt schwammen die Pillendreher gewaltig. Offensiv war von ihnen nichts mehr zu sehen. Unsere Borussia hingegen erspielte weitere Chancen. Einen Klasse-Konter nutzte Herrmann zum 2:1 in der 72. Minute! Jetzt war das Spiel gedreht!

Nur schade, dass weitere Chancen, auch dabei ein Freistoß von Arango, nicht genutzt wurden. Man hatte nicht den Eindruck, dass die Gäste unser Tor noch gefährden konnten. Aber so ist es leider: Die eigenen Chancen wurden nicht genutzt und die so ziemlich einzige gefährliche Aktion der Gäste in Hälfte zwei führte kurz vor Schluß zum Ausgleich. Der Sonntagsschuß schlug unhaltbar für ter Stegen im Winkel ein. So wurde Borussia um den Lohn für eine engagierte Leistung gebracht. In der Nachspielzeit hatte Reus mit der letzten Aktion noch die Riesenchance zum Siegtreffer, aber er traf nur den Kopf des Torhüters, der noch für Minuten liegenblieb. So war es am Ende ein für Borussia ärgerliches Unentschieden, mit dem die Gäste wohl sehr gut leben können.


8. Spieltag: Freiburch - Borussia 1:0

Heute waren wir zu viert unterwegs Richtung Schwarzwald: C&A, Torsten und ich. Frühzeitig, mit ausreichend Hopfenbrause, anderen Getränken und Fressalien versorgt, machten wir uns auf die weite Anreise. Beim ersten Zwischenstopp stellten wir fest, dass sich der Auspuff von Ansgars Mercedes seines Innenlebens entledigt hatte. Sah schon seltsam aus, wie die Glaswollefasern wie herausgekotzt heraushingen. Man konnte fast meinen, der Scheißbock aus K... hätte vergeblich versucht, sich im Auspuff zu verstecken. Aber der Fahrtauglichkeit des Mercedes schadete das nicht. Die Glasfasern wurden entfernt und es ging weiter.

Bis sich vor Karlsruhe ein längerer Stau ankündigte. Aber Dank Ansgars 8-Bit-Navis fanden wir eine Umleitung, die uns zügig weiterkommen ließ. Einfach genial, dieses Navi! Ihr solltet es mal erleben. Es ist das einzige Navi, das sogar mit dem Fahrer diskutieren kann! Ab und zu bockt es zwar schon mal, aber alles in allem ist es sehr zuverlässig. Und es hat blonde Haare und sitzt auf dem Beifahrersitz...

 In Freiburg angekommen, zogen wir es vor, noch außerhalb der City einen P&R - Parkplatz anzufahren und dann per Straßenbahn zum Stadion zu fahren. Die Entscheidung war richtig, wie sich herausstellte. So hatten wir wenigstens in der Straßenbahn einen Sitzplatz und kaum was zu laufen.

Am Stadion angekommen, wurde sich erst nochmal gestärkt. Dann mussten wir uns erst mal orientieren. Ich war heute zum ersten Mal hier. Nie hatte es geklappt. Meistens waren die Termine in den vergangenen Jahren ungünstig gewesen. Sonntags und an Werktagen kann man so eine weite Tour halt nicht machen. Aber heute war alles bestens. Nur die Kartenpreise sind der absolute Wucher. 35 € für einen Sitz auf dem Oberrang hinter der Torlinie sind einfach nur unverschämt. Das Stadion selbst ist klein, aber sehr schön und am Waldrand gelegen. Auch fällt auf, dass es vier verschieden gebaute Tribünen hat. Wohl einmalig.

Die Stimmung war recht gut. Es waren heute wohl deutlich mehr Gladbacher da, als das zugedachte Gästekontingent an Karten hergibt. Ich schätze mal, dass etwa 3000 Gladbacher da waren. Die Sitzblöcke neben dem Gästeblock und auf dem Oberrang waren jedenfalls fest in schwarzweißgrüner Hand. Nur die Einlaufmusik vor Spielbeginn war einfach nur grauenvoll. Tine meinte dazu nur: "Was können wir froh sein, dass wir B.O. haben." Das kann ich nur bestätigen. Von allem, was ich bisher erlebt habe, war nur die Einlaufmusik in Karlsruhe noch schlimmer.

Zum Spiel: Borussia begann druckvoll und hatte zu Beginn eine gute Chance durch Reus, die aber zur Ecke pariert wurde. Auch in der Folge spielte nur Borussia. Aus dem Nichts fiel nach zwanzig Minuten nach dem ersten Angriff der Freiburger mit einem unglücklich abgefälschten Weitschuss das 1:0. Vor Ärger über dieses Dusseltor hätte so mancher mitgereister Gladbachfan in die Sitzschale beißen können. Drückend überlegen und jetzt in Rückstand, so was hatten in wir in der letzten Saison öfters.

Nun wurde Borussia nervös. Sie war zwar nach wie vor spielbestimmend, aber nach vorn ging gar nichts mehr. Nur ein paar Weitschüsse verfehlten das Tor. Von Freiburg kam auch nichts. Zur Halbzeit führten die Gastgeber etwas glücklich.

Nach der Pause ging das nervöse Spiel weiter. Freiburg zog sich geschickt zurück und setzten gelegentliche, harmlose Konter. Borussia verzettelte sich immer wieder im Spielaufbau und übertrieb mal wieder das Kurzpass-Spiel. So führten einige zu hastig abgeschlossene Offensivaktionen nicht zum Erfolg. Immer wieder rannten sich unsere Agreifer in der gut organisierten Freiburger Abwehr fest und einige Schüsse verfehlten das Tor deutlich. Freiburg hatte ein paar gute Kontermöglichkeiten, ohne wirklich gefährlich zu sein. Ter Stegen musste nur sich nur einmal ernsthaft strecken.

In der Nachspielzeit hatte Reus nach einem Abwehrfehler noch eine Riesenchance zum Ausgleich, die der Torwart aber erneut parierte. Am Ende stand so eine absolut unnötige Niederlage, die durch ein etwas konzentrierteres Spiel im Angriff durchaus hätte vermieden werden können. Aber so ist das: Wer selbst nicht trifft, verliert durch einen Glücksschuß.

Nach dem Spiel fuhren wir dann zunächst ins sehr schöne Freiburger Zentrum, um dort noch was zu essen. Wir fanden irgendwo in einer der malerischen Gassen das Restaurant "Tacheles". Sehr zu empfehlen! Lange habe ich nicht mehr so ein gewaltiges und leckerers Steak für so wenig Geld bekommen. Auch lief hier das Abendspiel der Bundesliga im TV. So bekamen wir doch noch was zu feiern: Kxxx verlor in Bärlin!

Anschließend ging es wieder per Straßenbahn zurück zu unserem Parkplatz. In der Straßenbahn trafen wir noch auf ein paar seltsam stoffelige Leute. Ein paar scherzhafte Sprüche unsererseits quittierten sie mit Unverständnis und Ignoranz, statt mitzulachen. Wirkten wir vielleicht gefährlich oder bedrohlich? Ich glaube nicht.

Die Rückfahrt verlief dank unserem Navi, das erneut einen Stau umsteuerte, recht zügig. Einen Tiefpunkt hatte unser Präsi noch auf dem Rasthof Bruchsal. Fast wäre er dort auf der Parkbank eingepennt und hätte die Bank am liebsten mitgenommen.War die Bank wirklich bequemer als der Rücksitz in Ansgars Mercedes? Naja, warum kippt er sich immer diesen Erdbeermethyl-Fusel in die Birne? Wahrscheinlich, um Ansgars schlagerfreie Mucke besser zu ertragen. Etwa um halb eins in der Nacht und einige Biere später waren wir dann wieder zurück in Siegen.


7. Spieltag: Borussia - Äffzehänn 1:0

Heute war mein erstes Spiel nach meiner Wiederaufnahme in den Club der Gehörnten. Ja, Mädels, ich bin wieder zu haben. Heute war ich wieder mit meinen Freunden aus Brachelen unterwegs. Wie immer ging es zunächst in Rheidt ins Töff-Töff und anschließend per Shuttlebus zum Stadion.

Die nach dem erfolgreichen Start unserer Borussia zunehmende Euphorie merkte man auch heute an der Zuschauerzahl. Über 51000 Zuschauer beim Heimspiel gegen den Glubb hat es wohl noch nie gegeben! Die Stimmung war von Beginn an prächtig. Dafür sorgte auch ein gut gefüllter Gästeblock. So was ist mir lieber, als wenn sich 150 Hoppelheimer oder Wolfsburger dort verlieren.

Die erste Hälfte war irgendwie Käse. Die Dominanz wogte mehrmals hin und her. Doch nur Borussia erspielte sich einige Chancen und hätte zur Pause eigentlich führen müssen. Arango und Reus verfehlten aber leider mehrfach das Tor.Ansonsten dominierten die Abwehrreihen und ließen kaum was zu.

Aber das kennen wir ja auch aus den letzten Spielen. Nach der Pause wurde es schwungvoller. Borussia erhöhte den Druck und die Einschläge auf das Franken-Tor kamen dichter. Sie fanden jedoch im heute hervorragend aufgelegten Club-Torwart ihren Meister. Die Clubberer hatten nur einen gefährlichen Torschuß, den ter Stegen aber problemlos parieren konnte. Schon 70 Minuten waren vorbei und so langsam wurde die Zeit knapp.

Letztendlich führte ein vielversprechender Angriff doch noch zum Erfolg. Reus wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Daems zum 1:0. Er hatte etwas Glück dabei, weil der Gästekeeper noch am Ball war. Uns sollte es egal sein. Die Führung war geschafft und sie war hochverdient.

Jetzt dominierte nur noch Borussia. Klare Chancen, die Führung auszubauen, wurden durch Reus und Bobadilla versemmelt. Flach ins Eck und nicht Lupfen wäre mehrfach besser gewesen. Nur noch einmal mussten wir kurz zittern, aber Nürnbergs letzer Torschuß per Freistoß ging weit drüber. Am Ende stand ein Sieg, der zwar durch einen Elfer zustande kam, aber aufgrund der Dominanz und der zahlreichen Chancen hochverdient war. Nur an der Chancenverwertung muß noch gearbeitet werden!


6. Spieltag: HIV - Borussia 0:1

Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir letztmals in Hamburg waren. Am letzten Spieltag der vergangenen Seuchen-Saison wurde hier der letzte Punkt eingefahren und der Relegationsplatz gesichert, der uns letztlich in der Liga verbleiben ließ. Heute waren die Vorzeichen umgekehrt. Hamburg stand bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand nach verpatzten Saisonstart. Borussia reiste dagegen mit gestärkten Selbstbewustsein an, nachdem der beste Saisonstart seit Jahren hingelegt wurde.

Heute reisten wir mit fünf Leuten von der Borussenfestung Siegerland mit dem Auto an. Unser Präsi Torsten als bereitwilliger Fahrer, Ansgar, Patty, Nordveit und ich. Als Preis für Präsis Bereitwilligkeit mussten wir fast die ganze lange Fahrt deutsche Schlagermusik und andere gequirlte Scheiße ertragen. Von Schnappi, Herzbuben und ähnlichen Blinddarmreizern bis Vader Abraham mit den Schlümpfen und einer Mundart-Band aus K... war alles dabei. Zeitweise war ich versucht, CDs aus dem fahrenden Auto zu werfen. Nee, Torsten, das geht gar nicht. Du solltest dir Gedanken um deinen Präsi-Stuhl machen. Die Säge ist angesetzt.

Zum Spiel: Die erste Hälfte kann man getrost vergessen. Zwei gut stehende Abwehrreihen neutralisierten die meisten Angriffsversuche. Die beste Chance hatte noch Reus, aber sein Distanzschuß verfehlte das Tor. Ansonsten war es Fußball-Magerkost.

Die zweite Halbzeit wurde von Beginn an besser. Borussia legte einen Gang zu und erspielte sich ein paar klare Chancen. Die Schüsse von de Camargo und Arango wurden jedoch vom Torwart pariert oder von der Hamburger Abwehr im letzten Moment abgeblockt. Nach dieser Drangphase der Borussia kam auch der Gastgeber etwas besser ins Spiel. Auf beiden Seiten gab es in dieser Phase jeweils eine strittige Entscheidung. Reus wurde im Strafraum umgerämpelt. Auf der Gegenseite gab es ein Handspiel von Daems im Strafraum. In beiden Fällen ließ der Schiedsrichter weiterspielen.

Als man jetzt fast den Eindruck hatte, dass die Hamburger das Spiel besser unter Kontrolle bekommen könnte, schlug Borussia zu: Eine lange Freistoßflanke von Arango köpfte de Camargo in der 66. Minute zum 0:1 ins Tor! Jaaaaaaaaaaa! Jetzt wurde Hamburg supernervös und Borussia erspielte sich einige klare Chancen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Diese wurden aber leider nicht genutzt. Aber Hamburg fand keine Mittel gegen unsere gut organisierte Abwehr, so dass unserer Borussia das Siegen leicht gemacht wurde. Locker spielten unsere Jungs den Vorsprung gegen die verunsichterten Hamburger über die Zeit. Der Sieg war hochverdient und die Einladung zu einem leichten Auswärtssieg wurde konsequent angenommen.

Nach dem Spiel fuhren wir zunächst nach Altona, wo wir das Auto in Bahnhofsnähe stehen ließen. Nach Einwurf einer Stärkung in Form eines Döners ging es dann per U-Bahn zur Reeperbahn. Wie schon in der Vorsaison war das "Bermuda-Dreieck", eine Seitenstraße mit mehreren kultigen Kneipen unser Ziel. Zunächst gingen wir in den "Elbschlosskeller", wo erstaunlicherweise ein Tisch für uns frei war. Nach zwei Runden Astra zogen wir es jedoch vor, die Stellung zu wechseln. Auch, weil uns ein hier anwesender Kxxxer, der uns wegen dem Sieg der Scheißböcke in LEV sehr nervte, ziemlich die Ohren abkaute. Also ging es nach gegenüber in den "Knallermann"

Dort wurde es lustig. Unser Präsi und ein paar andere Gladbacher entlockten der Musikbox alle Perversitäten des deutschen Schlagers. Im Nu waren alle anderen Gäste verschwunden. So kriegt man eine Kneipe leer. Das blieb aber nicht lange so. Andere Gäste kamen hinzu und es entwickelte sich eine stimmungsvolle Party. Der Höhepunkt war eine Polonese, die sich durch die ganze Kneipe inklusive dem Thekenbereich bewegte. Zum Entsetzen der Wirtin. Sie trug es aber mit Fassung.

So langsam wurde es dann aber Zeit zum Aufbruch. Noch einmal wurden die versifftesten sanitären Anlagen auf dem Kiez aufgesucht. Siehe Fotos. Im vollen Kopf sollte man diese Toiletten nicht aufsuchen. Die Treppe ist steiler als damals die Stufen vom Bökelberg. Auch Gummistiefel sind zu empfehlen. Naja, wir haben es überlebt.

Etwa gegen ein Uhr waren wir dann wieder in Altona beim Auto und traten die Rückfahrt an. Leider blieben wir auch diesmal nicht von Torstens Folter durch Schlagermucke verschont. Auch wurden wir noch aufgehalten, weil er während der Fahrt auf die Idee kam, einen Parkplatz anzufahren und die Autositze zu säubern. Das hätte er ja auch vor der Fahrt machen können. So etwa morgens um halb sechs war ich dann wieder daheim. Jetzt gab es nur noch eins: Augenpflege!

Bilder:

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5. Spieltag: Borussia - Scheißerslautern 1:0

Diesmal war ich mal wieder unterwegs mit meinen Freunden der Niederrhein-Division aus Brachelen. Heute war erstmals (zumindest bis nach Rheidt) unser kleiner Engel Emma, Krümels Töcherlein, mit dabei. Sobald sie Sch...K... sagen kann, kommt sie auch mal mit ins Stadion.

Dieses war heute sehr gut gefüllt und fast ausverkauft. Nur bei dem schwülen Wetter sprang der Funke zunächst nicht von den Tribüben auf die Mannschaft über. Es war eher ein müder Sommerkick mit wenigen Tormöglichkeiten in der ersten Hälfte. Wie schon in Schalke waren viele Fehler im Spielaufbau zu sehen und die Kurzpass-Kombinationen wurden übertrieben. Aber auch die Pfälzer waren nicht besser. Folgerichtig stand es zur Pause 0:0.

Nach Wiederanpfiff wurde es besser. Borussia übernahm immer mehr die Initiative und wurde feldüberlegen, ohne die ganz zwingenden Chancen zu haben. Zahlreiche Freistoßflanken fanden im Angriff keinen Abnehmer. Noch stand die Abwehr der roten Teufel. Das änderte sich in der 62. Minute. Nach einem zunächst abgewehrten Angriff konnte der Ball rasch zurückerobert werden. Es folgte eine Flanke von Janschke über die Abwehr der Gäste, die Arango per Direktabnahme in die kurze Ecke zum 1:0 einnetzte. Ein Traumtor!

Das gab Auftrieb. Jetzt hatte Borussia das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Nur eine Chance ließ unsere Abwehr zu. Einen (zugegebenerweise) schönen Fallrückzieher der Lauterer wehrte ter Stegen mit einer Superparade ab und kratzte den Ball aus dem Winkel. Danach hatte der für den heute schwachen Hanke eingewechselte Bobadilla die Riesenchance, für die Entscheidung zu sorgen, nachdem er den Ball der Lauterer Abwehr abgeluchst hatte. Aber er traf freistehend nur den Außenpfosten.

Es kamen wieder Erinnerungen an die letzte Saison hoch, in der sich das Vergeben von Großchancen zumeist gerächt hatte. Nur jetzt ist es anders. Favre sei Dank! Unsere Mannschaft in dieser Saison in der Lage, auch mal ein 1:0 über die Zeit zu bringen. Unsere Abwehr ließ keine Gästechancen mehr zu und brachte den Vorsprung über die Zeit. Es war ein Arbeitssieg. Nicht so brilliant wie neulich gegen Wolfsburg, aber er war hochverdient.


 

4. Spieltag: Scheiße 04 - Borussia 1:0

Heute war ich mal wieder mit einigen weiteren Leuten von der Borussenfestung Siegerland mit dem Bus von Sauerland-Powerland unterwegs zum Hallenfußball. Auf den Raststätten gab es erste Begegnungen mit den Fans in blauweiß. Aber alles blieb friedlich. Kurz vor der Ankunft wurde unser Bus von Borussias Mannschaftsbus überholt, was die ohnehin schon gute Stimmung im Bus noch mehr steigen ließ. Ich glaube, die Mannschaft hat uns durch die Glasscheiben gehört.

Das Spiel gab das her, was der Tabellenstand versprach. Von Anfang an war viel Tempo drin und einige Torchancen auf beiden Seiten. Die besseren hatte unsere Borussia mit Arango, Neustätter und zweimal Hanke. Leider wurden die Chancen nicht genutzt. Die Gastgeber war nur nach Standards gefährlich, konnte sich aber auch nicht durchsetzen. Torlos ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff ergriffen die Hausherren mehr und mehr die Initiative. Borussia machte jetzt einige Fehler im Spielaufbau und kam kaum noch gefährlich vor das gegnerische Tor. In dieser Drangphase fiel dann auch das 1:0. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß, den man nicht hätte pfeifen müssen, war unsere Abwehr einen Moment unsortiert. Der spanische Knipser der Kohlenfresser benötigte aber drei Versuche, um Ter Stegen zu überwinden. Was half's? Der Ball war letztendlich leider drin.

Danach kam Borussia nicht mehr richtig ins Spiel. Es wurden nur noch wenige klare Offensivaktionen gezeigt. Die beste Chance war ein Kopfball von Hanke nach einer Ecke, der pariert wurde. Ansonsten wurden zu viele Fehler schon im Spielaufbau gemacht und so eigentlich gute Kontermöglichkeiten im Ansatz verdaddelt. Am Ende war es eine aufgrund der vergebenen Chancen in der ersten Hälfte unnötige, aber verdiente Niederlage, weil der Gegner in Hälfte zwei mehr investiert hat und torgefährlicher war.

Auf der Rückfahrt gab es auf einem Parkplatz noch ein Scharmützel mit Schalke-Fans, aber alles halb so wild. Nachdem ich in Wenden-Gerlingen aus dem Bus gestiegen war, hing ich da noch eine Stunde fest. Kleines Missverständniss... Letztendlich hat meine Abholerin doch noch an mich gedacht und mich irgendwann aufgesammelt. Un kurz nach 11 war ich wieder in Siegen.


 

3. Spieltag: Borussia - Golfsburg 4:1

Was war das denn gestern? War das wirklich die selbe Mannschaft, die in der letzten Saison fast abgestiegen ist? Wie ein Wirbelsturm wurde der Gegner aus der Autostadt aus dem Stadion gefegt.

Nach verhaltenem Beginn geriet Borussia aus dem Nichts nach einem Sekundenschlaf in der Abwehr nach zwölf Minuten in Rückstand. Aber unsere Mannschaft steckte das gut weg und glich, diesmal nach einem Blackout der Gölfe, nur drei Minuten später durch Reus aus. Jetzt entwickelte sich ein Klassespiel mit zahlreichen Torchancen. Und wie letzte Wochen gegen Stuttgart, wurde Reus bei einem Angriff im Strafraum zu Fall gebracht. Und wieder verwandelte Daems souverän zur Führung.

Das gab zusätzliche Sicherheit. Golfsburg gelang nichts mehr und Borussia erspielte sich Torchancen, die für mehrere Spiele gereicht hätten. Kurz vor der Pause erhöhte der wiedererstarkte Bobadilla zum 3:1.

Das war der Nackenschlag für die heute erschreckend schwachen Gölfe, die zunehmend nervöser wurden. Borussia spielte sich in einen Rausch. Weiterhin wurden klarste Torchancen erspielt. Eine davon nutzte Reus mit einem Supertor per Volleyschuß zum 4:1. Danach war die Wolfsburger Gegenwehr endgültig gebrochen und Borussia brachte den Sieg locker nach Hause. Nur einmal mußte Ter Stegen einen Schuß abwehren. Dagegen hatte Borussia noch einige Gelegenheiten, das Ergebnis zu erhöhen, aber es blieb beim hochverdienten 4:1.

Die Stimmung im Stadion war gigantisch. Nach Abpfiff ließ sich die Mannschaft nach einer der besten Spiele der letzten Jahre zurecht feiern. Zumindest bis Samstag Nachmittag grüßt Borussia als Tabellenführer. Bleibt zu hoffen, dass der Wirbelsturm, der heute durch den Borussiapark zog, sich nicht abschwächt, sondern bis nächste Woche Richtung Ruhrgebiet zieht.


2. Spieltag: Borussia - Vaueffbeeh Schduddgard 1:1

Zur Heimspielpremiere der neuen Saison waren die Schwaben zu Gast, die auch mit einem Sieg gestartet waren. Die erste Hälfte kann man getrost vergessen. Stuttgart war die bessere Mannschaft mit den besseren Torchancen. Borussia zeigte kaum Offensivaktionen. Nur ganz zu Beginn und kurz vor der Pause hatte Reus zwei Gelegenheiten, die aber das Tor verfehlten. Insgesamt war gegenseitiges Neutralisieren angesagt.

Nach der Pause wurde es langsam, laaangsam, laaaaaaaangsam etwas besser. Ter Stegen hatte immer wieder die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Und auch unsere Angreifer hatten jetzt mehr Mut. Arangos Schuss verfehlte den Torwinkel nur knapp. Als das Spiel schon wieder einzuschlafen drohte, wurde Reus im Strafraum zu Boden gerempelt. Den fälligen Elfer verwandelte Daems sicher zum 1:0!

Doch die Freude währte nur kurz. Hanke vertändelte den Ball im Spielaufbau, anstatt ihn ohne Not nach vorne zu spielen. Noch ein kurzes Nickerchen in unserer Abwehr und die Spätzle-Kicker konnten ausgleichen. Ein unnötiger Gegentreffer!

Jetzt war Stuttgart wieder am Drücker. Zehn Minuten vor Schluß gab es nach einem Laufduell mit unglücklicher (Fehl-)Grätsche die gelbrote Karte für Brouwers. Jetzt durfte nochmal um den Punkt gezittert werden. Borussia verstand es jedoch, den Gegner vom Tor fernzuhalten und hatte auch selbst noch die Gelegenheit, das Siegtor zu erzielen. Es blieb jedoch beim 1:1, mit dem wir sehr gut leben können, weil der Gegner heute die bessere Mannschaft war.


1. Spieltag: Bazis Lynchen - Borussia 0:1

Jaaaaaaaaaaaaaaa! Borussia gelingt zum Saisonauftakt der Paukenschlag des Spieltags! Nach aufopferungsvollem Kampf ging Borussia als Sieger vom Platz!

Die Bazis waren zwar meistens feldüberlegen, bissen sich aber an Borussias gut organisierter Abwehr die Zähne aus. Einmal war etwas Glück dabei bei einem Pfosten-Kopfball. Weitere Chancen machte Ter Stegen zunichte. Auch Borussia hatte Chancen. In Hälfte eins hatte Arango die bis dahin klarste Chance, scheiterte aber am Nationalkeeper.

Nach der Pause gab es auf jeder Seite jeweils ein (korrekterweise) aberkanntes Tor. Borussia hatte Glück wegen einer Abseitsstellung eines Bazis. Auf der anderen Seite bekam de Camargo sein Tor nicht anerkannt, weil er sich wohl unkorrekt im Kopfballduell durchgesetzt hatte. Aber nur wenige Minuten danach war es dann doch soweit:

Er nutzte ein Missverständnis in der Bazi-Abwehr aus und köpfte einen langen Ball von Brouwers über den Torwart hinweg zum 0:1! Diesmal war das Glück auf unserer Seite, den der Kopfball von außerhalb des Strafraums! trudelte erst gegen den Innenpfosten und von da ins Netz!

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa! War hier eine Sensation möglich? Die Bazis erhöhten jetzt den Druck und Borussia hatte noch ein paar brenzlige Situationen zu überstehen. Nur noch selten trauten sich unsere Jungs, weitere offensive Aktionen zu starten. Einige wenige Kontermöglichkeiten wurden nicht genutzt, so dass bis zum Schluß gezittert werden musste. Borussia brachte den Vorsprung über die Zeit und die ersten Punkte der Saison waren eingefahren.

Tja, Bazis, gegen Gladbach gewinnt man eben nicht mal so im Vorbeigehen! Der Sieg geht aufgrund einer engagierten Abwehrleistung in Ordnung.


DFB-Pokal, 1. Runde: Wahn Regensburg - Borussia 1:3

Mehr oder weniger im Schongang erreichte Borussia die nächste Runde. Schnell wurden die Weichen nach den Treffern von Stranzl und Reus auf Sieg gestellt. Auch der Anschlusstreffer durch Elfmeter brachte keine Unruhe ins Spiel, da die Regensburger insgesamt zu harmlos waren. In der zweiten Hälfte erhöhte de Camargo auf 1:3. Dann wurde die Zeit souverän heruntergespielt. Ein glanzloser, aber hochverdienter Sieg.


 

 ÄLTERE FOTOS

 

 

Die alte Nordkurve am Bökelberg in ihrer letzten Saison

Das waren noch Zeiten...


 

 

 

Erster Besuch des neuen Stadions

 


 

 

Das war eine Zeit lang unser Platz: Der Kamerapodest in Block 16. Da hatte auch Steffi eine Super-Sicht. Seit der letzten Saison stehen wir auf ihren Wunsch jedoch unten im Block 16 nahe beim rechten Eingang.

 


 

 

 

Mit Freunden auf Tour in MG-Altstadt

 

Ältere Videos

Alle meine Videoclips, auch ältere vom Bökelberg-Abschied, Fanumzug usw. findet ihr hier unter:

http://www.myvideo.de/mitglieder/vfldino


 

Der Borussia-Kodex:

Seid Willkommen im Herzen von Borussia Mönchengladbach.
Hier in der Nordkurve gilt einer für alle, alle für einen!
Wir alle sind ein Teil der Nordkurve.
Die Nordkurve ist eine Überzeugung und das Herz
von Borussia Mönchengladbach. Sie gehört Niemandem,
aber zusammen sind wir eine Macht wie keine Andere!
In der Nordkurve sind alle Borussia-Fans gerne gesehen -
Spielverderber haben hier keinen Platz!
Du bist schlecht drauf? - jetzt nicht mehr! -
Borussia braucht nun deine Power
Auch Du bist der 12. Mann!
Du bist hier um Borussia zu unterstützen -
Zeige Deine Leidenschaft für unseren Verein - für den Sport -
Aber ohne Hass, Gewalt, Diskriminierung in jeglicher Form!
Unsere jahrzehntelange Fankultur
lassen wir uns von keinem Außenstehenden zerstören -
Nur mit uns Fans hat der Fußball eine erfolgreiche Zukunft!
Borussias ruhmreiche Vergangenheit verpflichtet -
Den Verein, die Spieler, uns Fans - alles geben!
Seid rechtzeitig in der Kurve damit wir mit UNSERER Mannschaft gemeinsam
auf "volle Touren" kommen und dem Gegner bereits vor dem Spiel zeigen,
mit wem er es heute zu tun hat!
Der Zusammenhalt ist unsere Stärke -
Deshalb grenze Dich nicht aus, sondern MACH MIT!
Bedenke bei der Wahl deiner Eintrittskarte für die Nordkurve:
Hier ist der ultimative Fan-Bereich!
Unsere Fankurve ist keine Werbeplattform für den Kommerz!
Wir haben unsere eigene Meinung und lassen uns nicht vor den Medien-Karren spannen!
Einmal Borussia - immer Borussia!


 

Über einen Eintrag ins Gästebuch würde ich mich freuen!



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