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Mein Leben nach 17 Jahren Abstinenz.
Es ist schon eine Zeit her, dass ich meiner Abstinenz zum Alkohol und mitlerweile auch dem Nikotin treu geblieben bin . Eine Zeit, welche nicht so einfach vorueber gezogen ist. Ich habe Hoehen und Tiefen in vielen erlebt. Nun, mein Leben ohne Alkohol ist viel besser geworden. Heute sehe ich auch, wie schwer es war, so weit zu kommen. Am besten konnte ich meine Stabilitaet beweisen, wenn ich zu Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten(z.Bsp. Sylvester) war, wo eben Alkohol floss. Ich habe es geschafft, NEIN zu sagen. Das fand ich als bestes Antimittel gegen Alk. Es klappt auch immer. Gut, es gibt Moeglichkeiten, anderes auszuprobieren. Viele Wege fuehren nach Rom, heisst es doch so schoen. Meinen Weg bin ich gegangen. Ueber kleine und grose "Stolpersteine" - ueber Wege, welche mich "irre" führen sollten. Manchen Aerger habe ich ohne Alkohol bewältigt und überstanden. Wie weit es so gehen wird weiss ich nicht, aber ich hoffe, das es noch sehr weit sein wird. Ausserdem bin ich jährlich(jeden 2. Samstag im September) zum "Ehemaligentreffen" nach Bad Liebenwerda gefahren, wo ich die Entziehungskur gemacht hatte. Das mich immer mehr aufgebaut hat, dem Alkohol fern zu bleiben. Die ersten Treffen waren noch mit anderen aus meiner damaligen Gruppe. Doch von Jahr zu Jahr wurden es weniger. Mit der Zeit erfuhr ich, das viele ruekfaellig geworden sind - auch nicht mehr unter uns weilen. Schade, das es soweit kommen musste. Hofft man doch, das solch eine Entziehungskur jedem hilft, nicht rueckfaellig zu werden. Leider trifft der Satz: "Sag niemals nie" zu. Auch bei mir kann es wieder auftreten, dem Alkohol gefuegig zu werden. Es liegt ganz allein an jedem selbst, wie man das weitere Leben gestaltet. Ich moechte - will L E B E N.
Nikotin ist noch nicht all zu lange her, als ich die "Letzte" geraucht hatte. Jedenfalls nicht so lange wie der letzte Tropfen Alkohol getrunken wurde. Das war ein anderer Entzug. Viele sagen, das Alkohol- Entzug schwerer ist. Ich kann dem nicht ganz zustimmen - moechte aber behaupten, dass der Entzug vom Nikotin schwehrer war. Bei der Alkohol- Entgiftung im Krankenhaus bekommt man die Kapseln und ich hatte - so zu sagen - keinen Durst auf Alk. Die Entgiftung vom Nikotin habe ich alleine gemacht - ohne Hilfsmittel (Nikotinpflaster, Zyban und ähnl.) und da kam schon mancher Gedanke an die griffbereite Zigarette auf, weiterhin zu rauchen. Ich habe die Zigarette liegen lassen, ich wollte nicht mehr. Immerhin habe ich die letzte Zigarette spontan im Ascher ausgedrueckt. Da man aber noch in meiner Naehe rauchte, war ich immer konfrontiert, die Gedanken spielen zu lassen. Ja oder Nein. Wer hier liest, weiss, das ich N E I N sage und es auch weiterhin tun werde. Einen Zug an solch einem "Glimmstängel" konnte ich mir aber zwischendurch nicht "verkneifen" - doch diesen habe ich schon 100x bereut. Schon der Gedanke daran, wo ich hier schreibe, bringt in mir ein Gefuehl auf, mich uebergeben zu muessen. Drei Tage habe ich mich gequaelt damit, den Geschmack und die Gedanken daran los zu werden.
Ich moechte allen empfehlen, den Alkohol- und Nikotinkonsum eingeschraenkt zu gebrauchen. Wie viele sagen sich, mir kann das nicht passieren. Es geht jedoch viel schneller, als man es selbst glauben will. Alkohol und Nikotin sind die dicksten Freunde. Davon weiss ich zu berichten, denn das war mir auch passiert. Erst nach der zweiten Alk- Entgiftung bin ich da, wo ich nun bin. Nikotin ist bei vielen ebenso ein Problem, davon weg zu kommen. Nicht jeder hat solch ein Glueck, spontan die Zigarette auszudrueken - einfach so, als waere es die Einzige im Leben gewesen. Ich wuensche allen das Beste und
Mach was aus dem Leben - aber mach das Richtige!
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