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Brigitte auf RebelMouse

 



Ich suche

den direkten Weg

zu mir

in der Stille

wird mir klar

ich bin schon da

 





Die Nacht beherrscht

 nun

auch den Tag

Väterchen Frost küsst

mich mit kalten Lippen

Schneeblumen glitzern

 in

Eisgärten

Die Erde zieht sich die

Schneedecke bis zum Hals

und schweigt.

 Glühende Weine 

tauen bereifte Sinne auf

Honiggeschmack

im Bratapfelrock

rutscht auf Zungen

der Behaglichkeit.

 Durch die Wolken

blinzelt die Sonne

und träumt von der

Zukunft

Das Alte wird vom Neuen

abgehängt

Winterspiel auf

Theatertournee

Und ich träume vom Frühling

 

 


Tapetenwechsel

 

Abendrot am Morgenhimmel der Hast

Die Luft bebt im Mühsalschweiß

Wunschgedanken  verändern die Lebensbahn 

Blütenstaub legt sich auf meine Erde

und Kraftfelder der Natur nähren

endlose  Sehnsuchtsträume

umhüllen meine Lebendigkeit

durchbrechen die Farblosigkeit

der Anpassung


Gefühlswelt

Sturzflug

in die Falltür des

Gewissens

die Eigenliebe landet

auf den Müllhalden der

Gefühlsabgabe

hauchzarte Fesseln

wickeln sich um die

Nächstenliebe

bleiben haften

Glücksgefühl
 


Der Vorhang fällt

 

Über den Laufsteg der Eitelkeit 

stolpert das Gewissen

verfängt sich im Netz der Illusion

Das Licht der Scheinwerfer

outet eingesperrte Gefühle

Erinnerungen seufzen

magische Töne in den Raum

Die Verschmelzung

von Gut und Böse

beginnt  
 


Veränderung

Psychosen im Trend

der dunklen Zeit

Gedanken flattern auf die Pinnwand

der Chaostheorie

ein Wirbelsturm verzehrt

das Gift der Herbstzeitlosen

Traumfelsen rollen in den Abgrund

ersticken die Glut der Begierde

Unkraut wird aus den Köpfen gejätet

und Fremdes überstrahlt den Glanz

des Himmels

eine elysische Geburtenwelle beginnt



 

 

Schnittmuster

von Brigitte Tholen Flackerndes Feuer wirft Lichtfäden auf schwarzes Trümmerfeld.   Von flüchtigem Halbdunkel umhüllte Tempelruine.Draußen treibt Sturm die Brandung hart gegen Klippen.Sphären beweinen die Toten der verlorenen Stadt. Bruder und Schwester,    Vater und Mutter, Opfer von Hass  und Missbrauch von Macht.   Mensch stirbt durch Menschen.    Schuld tropft wie Blut, von Säulen der Erde.    Kaum Stein auf Stein; beraubt dem Glanz der Zeit. Zerstört durch  stählerne Kraft des Feindes. Ort der Verzweiflung, der nur Hyänen nährt. Grabmal geschaffen mit roher Gewalt.Blutige Bilder Kerkern mich ein. Mein Herz schreit  Schmerzvoll in die Welt. Warum? Mein Land. Gilt Frieden nimmermehr?  Aus dem Nichts erscheint eine Schattengestalt. Von der Fackel beleuchtet, ein fahles Gesicht. Das Gewand durchwirkt, mit dem Grauen der Stadt. Seine Augen glühen, enträtseln meine Seele. Frostiger Windzug berührt meinen Geist.Erbleichend hör ich seine Worte:Du willst den Frieden? Hier gibt es Ihn nicht. Geh heim zum UrZur Quelle des Ichs.  Die Worte sind verklungen, erloschen die Fackel im Sand. Wie gekommen, so ist er verschwunden. Zart streifen Flügel der Erinnerung meine Stirn. Fäulnis und Wohlgeruch bekränzen meinen Geist wie Schleier.  Bevor meine SinneerblindenGehe ich den Weg zum Fluss.An der GrenzeZwischen Licht und DunkelErahne ich, bevorIch wirklich sehe,Den Frieden.

des Lebens


tätowiert mit


Erfahrungsnadeln


 


.


Gedankennetze


fangen


Sturmvögel der


Sehnsucht


 


.


Seelenhaut


schleierdünn


berührt von


Liebespendeln


 


.


Glücksströme


bewässern


die Blumen der


Fantasie

 



Wandlung

Die Friedenstaube spreizt ihr Gefieder

schleudert Fragen in die Luft 

doch stumm schließt die Sonne ihre Augen

der Regen spült die Wahrheit fort

Das Menschenrecht wird umgebracht

und niemand trauert

Gesichter  der Lüge

haben ihr Makeup erneuert

tanzen mit der Heuchelei

auf den Wolken der Habgier

Die Magie würfelt und verliert

 den Zauber

an die Skrupellosigkeit


 

 


 



Suche

Ich suche

den direkten Weg

zu mir

in der Stille

wird mir klar

ich bin schon da


 


Sommergewitter

Donner rollt seine Schlagstöcke 

mit krachenden Tönen

über das Land

Als Begleitmusik versprengt der Himmel

den ersten Gewitterregen

Blumen legen ihre Blütenköpfe erdwärts,

ziehen ihre Blätter über die Ohren

vergessenes Spielzeug treibt der Wind

geräuschvoll durch die Luft

Dann - ist es still

Der Regen hat sich verschluckt

Der Donner sich verblitzt

Der Wind hat sich verbogen

Die Luft sich geklärt



 

Vielleicht

Ich bin nicht sicher

ob Gedanken

Worte ins Rollen bringen

liegt doch der Stein des Anstoßes

auf der Schwelle des Rückschritts

und wird von den Wellen der Erkenntnis

zurückgeworfen


 

 Spieler

Verschnürte Schreie

Asttrocken

angehäufter Seelenmüll

im Glück    

Glücksspieler

 

Zitternde Strömung 

Brisenwind

versteckter  Schattengang

in Taschen

Taschenspieler

 

Gerobbte Wege

Falz an Falz

messerscharfe Regenluft

in Lauten

Lautenspieler




 


Schreibblockade

Missklänge  im

Kopfkino

vertrocknete Worte

fallen in ein schwarzes  Loch

gebunden an Ketten

der Einzelhaft

Uferloses Echo

in zugemauerter Leere



 

Zukunftsglaube

Aus dem Whirlpool

meiner Träume  fallen Tropfen

auf den Boden der Hoffnung

rinnen durch Glaubensnetze  

werden Keime der Zukunft

schlagen Wurzeln

winden  Zweige des Vertrauens

zu Zauberkränzen

die Sehnsüchte erfüllen

Gutes aus Bösem erschaffen

Bäume wachsen

treiben Blüten

schauen zu den Sternen


 

  1. Illusion

 

Die Sonne hat ihre Augen

geschlossen sie will

das Grauen der Welt

nicht sehen 

der Himmel

hängt voller Schweigen

 

Die Aufdringlichkeit der

Heuchelei findet das

nächste Opfer 

was will

uns der Himmel zeigen

 

Die Maßlosigkeit macht

eine Abmagerungskur und

fliegt davon 

Illusion ist

ein Himmel voller Geigen

 





Erwartungen 

Zukunftsträume

unterjocht vom

Flügelschlag der Angst

Nachtzitternde Schatten

spielen Verstecken

im Wellennabel

tanzen Flamenco

mit rotschwarzen Blütentränen

Auf Nebelgrund

binden Weber Seidengarne

der Phantasie

in die Zärtlichkeit

des Schweigens



Gesellschaftsspiel

Weltbanker spielen Monopoly

Kennen sich aus in Geld-Alchemie

Rein virtuell

Sekundenschnell

Die Zeche zahlt das Volk für sie


Hartherzig

 

atmet die Mühsal

ihren ersten Hauch

im Tagesgrauen 

Traumsanftes Zittern

Dolce far niente

verfliegt im Mahlwerk

der Tretmühle

 

Gemeinsam

 

Ketten aus Sternenfäden

gebunden – Zusammenhalt

Mit Mustern der Toleranz

gewebt -  Geduld

Trostmelodien aus Mondflüstern

genäht -  Kraft

Mit Sonnenbändern der Liebe

geflochten – die Familie

© Brigitte Tholen


Der Einsiedler

 

Ausgewählte Isolation -

frei vom Gestöber

der Wortflocken

Lautlose Wattewelt

ohne Verbindung

zur eingefrorenen Wirklichkeit

und ohne Schattenmenschen

die das Leben bandagieren

© Brigitte Tholen


Suche

Noch immer

haben sich die Nebelschleier

meines Schicksals

nicht gelüftet.

Die schwachen Fühler

meines Handelns

tasten nach Grünfeldern

 - erspüren Stolpersteine

zeigen den Weg

nur unvollkommen


Verliebt


Wenn ich liebe

locken Wortrosen

sie tanzen in der Luft

setzen sich atemlos

auf Papierfetzen

Der springende Punkt

hüpft aus der Reihe

Augenblicke

knistern sanft begehrlich

Zukunftskeime

knospen am Geäst

des Ekstasebaums

 

Wenn ich liebe

reimen Gedanken

sich die Welt neu

und schlagen auf den

Wolken Purzelbaum

Tränen verlieren sich

im Süßstoff des Lebens

Das Licht des Mondes

zerfließt in den Nebeln

des siebten Himmels

weil bleischwere Deckel

den Ausstieg

zur Bodennähe blockieren

 

 

 


 

Wandel

  

Im dunkel gelockten

Schattenhaar der Nacht

- flüstern Sterntropfen

vom neuen Tag

Auf klebrigen Zungen

des Gestern

fließt mundwässernd

die Morgenahnung

bis Evas letztes Apfelstück

verzehrt

© Brigitte Tholen


 

Krieg

Wodans Sturmgefecht weht
safrangelbe Götterflocken auf
verschleierte Altäre

Propheten tanzen, greifen
im Wolkentempel nach
Ambrosias Kelch

Traumfunken
Siegerwahn schmelzen

auf Eismarmor

.
Am Tag danach -
Trompeten blasen zum
Narrentanz - der Hochmut
schleudert Todesküsse in
Kanonendonner
 
Mit Erdtüchern bedeckt der
Wind die Gräber
der Söhne - hebt der
Teufel seinen Arm
und lacht.

Mond

Im Ozean der Nacht

steuert der Lotse

das Mondschiff -

zieht die Gezeiten

mit magischen Fäden

in seinen Bann -

fließt mit Wispern

ins Allbewusstsein -

dringt in die Traumfelder

der Schläfer

sendet Visionen

zum Leuchtturm der Seele

 - schwimmt ins Dunkel

um neugeboren

aufzusteigen. 

© Brigitte Tholen






Spiegelmagie

 

Ich zeig dir den Spiegel der Welt

sagt der Magier und fängt

mit flinken Fingern das Morgenlicht.

In der Tiefe des Taus zerreißen Nebel

-     formen das Bild

ein Heer von Geistern kämpft

an grünen Hängen zucken Blitze

in asiatische Erde

- blenden von Aug zu Aug.

grell trocknet die Sonne mit heißen Fingern

afrikanische Träume - über Wüstensand

hungernde Kinder entfliehen

Der Löwe frisst den letzten Baum

In rasanter Fahrt zieht Osiris

grimmiger Zorn nach Osten

spaltet russischen Landsmann vom Freund

Da reißt der Magier den Vorhang

mit rascher Hand und gierige Geier

fliegen über europäisches Land

Das Bild des Spiegels wechselt

 - wird klar

und durch meine Tränen

lächelt die Liebe

mir flüchtig entgegen. 


Du

Ich halte meiner Seele die Ohren zu

wenn du wieder mal schreist

ich lege deiner Seele Worte in den Mund

wenn du wieder mal schweigst

ich breite meine Seelenflügel aus

wenn du ohne mich verreist

ich schenke dir meine Seelenqual

und hoffe, dass du bleibst





Weltfried-hof
























































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