Der neue PC ist da - läuft schneller und besser - aber die vertrauten Einstellungen sind auf der alten “Kiste”. Kann man die Einstellungen einigermaßen komfortabel auf den neuen PC übertragen? Man kann - und zwar mit Bordmitteln!
Das Windows-Tool ntbackup.exe ist hervorragend geeignet, um ein funktionierendes System mit Hilfe eines geeigneten Backup-Mediums wie einer CD oder eine DVD auf einen anderen Rechner zu übertragen – samt aller individuell getroffener Einstellungen auf dem Quellrechner. Dafür folgen Sie einfach dem komfortablen Assistenten.

Wichtig dabei: Welche Einstellungen übernommen und welche ignoriert werden, regelt der Registry-Schlüssel Hkey_Local_Machine/System/CurrentControlSet/Control/BackupRestore/KeysNotToRestore. Dort finden sich zahlreiche Parameter, die dafür sorgen, dass bestimmte Schlüssel unter Hkey_Local_Machine/System auf dem Zielsystem nicht überschrieben werden. Endet einer der Einträge mit einem Backslash, wird dieser Schlüssel von XP geschützt. Das bedeutet, alle darunter liegenden Schlüssel werden auf dem Zielsystem nicht wieder hergestellt. Endet der jeweilige Eintrag mit einem Backslash und einem Stern (\*), so vergleicht das Backup-Tool beim Wiederherstellungsprozess die Registry-Einträge einzeln. Stimmen die Einstellungen auf Quell- und Zielrechner nicht überein, wählt Windows stets die Einstellungen mit dem höheren Wert. Ist beispielsweise das Ausführen eines Dienstes auf dem Quellrechner untersagt, auf dem Zielrechner aber erlaubt, hat die Einstellung des Zielrechners die höhere Priorität und bleibt bestehen.
Wenn Sie beim Übertragen der Daten auf einen anderen PC sicher gehen wollen, alle ursprünglichen Einstellungen zu behalten, sollte Sie demnach alle Backslashs in den Einträgen löschen.
Auch wenn der Unter-Schlüssel FilesNotToBackup sofort ins Auge springt: Eingriffe dort dürfen Sie sich sparen. Windows definiert hier vor allem, dass temporärer Einstellungen und Internet-Trash nicht zusätzlich gesichert werden sollen.
Damit die erfolgreiche Übertragung aller Daten und Einstellungen gelingt, müssen Sie unbedingt auf dem Zielrechner eine identische Ordnerstruktur anlegen. Das gilt auch für versteckte Verzeichnisse und weitere Laufwerkszuordnungen.
Da das Backup-Feature selbst die HAL-Datei (Hardware Abstraction Layer) kopiert, sollten Sie sich unbedingt vorher versichern, dass beide PCs mit der gleichen Variante arbeiten. Multiprozessorsysteme beispielsweise setzen eine spezielle HAL-Version voraus. Nicht mehr gültig sind beim Recovery-Prozess die Daten aus dem Repair-Ordner.
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