Mein Leben in den Niederlanden
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46 Jahre Niederlande

 
 


 



 




Die Mietzie und der Napoleon - 2 -

Der kleine Kater Napoleon kam mit ca. 10 Wochen zu uns ins Haus.

Es war Winter und bisher war er bei uns noch nicht draussen gewesen.

Aber er musste ja eines Tages doch daran gewöhnt werden um auch hinaus zu gehen.
Also nahm ich ihn ein paar Mal auf dem Arm mit nach draussen.

 

Der Kleine fürchtete sich vor allen Geräuschen,

vor den Autos, vor dem Lärm des Traktors usw…..sogar

vor einem vorüber fliegenden Vogel erschrak er und drückte sich an mich.

Aber ich ging doch jeden Tag kurz mit ihm hinaus vor die Türe,

sodass er sich an die Aussenwelt gewöhnen konnte.

 

Im Februar 2008 bekamen wir in den Niederlanden mildes Frühlingswetter.

Im Beet vor unserem Küchenfenster blühten schon die Krokusse;

die Bienen des Nachbarn waren aus dem Winterschlaf erwacht und flogen eifrig

von einer Blüte in die andere.

Napoleon hatte die Tierchen auch entdeckt und schnupperte an den Krokussen,

ich befürchtete schon, die Bienen könnten ihn in seine Nase stechen.

 

Wir haben einen ziemlich grossen Garten und da gibt es im Frühling viel zu tun.

Napoleon blieb in seinem ersten Jahr immer in meiner Nähe,

aber manchmal kam es doch vor,

dass er z.B einer Fliege oder einem Schmetterling hinterher jagte und sich von mir
entfernte
und wenn ich dann auch noch einen andern Platz im Garten aufsuchte,

wurde es dem  Kleinen doch etwas unheimlich zu Mute und dann hörte ich ihn

kläglich maunzen. Rief ich seinen Namen, kam er auch gleich angerannt und war

beruhigt und wich dann nicht mehr von meiner Seite.


In diesem Sommer  war also unser Garten sein Gebiet, weiter kam er nicht.

Aber im Jahr darauf fing er an, über unser ganzes Gelände zu streifen ( 10 H.)

Die meisten unserer Dauergäste kannten ihn schon allmählich.

Einige hatten selber auch eine Katzen bei sich.

So gelangte er auch eines Tages auf das Feld einer Familie,
die eine alte Katze bei sich hatten.
Diese war vor Jahren unter ein fahrendes Auto gekommen und hatte dabei ein

Bein verloren. Napoleon setzte sich bei diesen Menschen auf’s Grundstück
und konnte kein Auge von dieser
Katze abwenden.

Und wie diese Katze auch ihr Gebiet verteidigte und nach dem Eindringer bliess

und fauchte, Napoleon war hier zu Hause und liess sich nicht verjagen.

Einer anderen Katze war er sogar bis in deren Wohnmobiel gefolgt und liess sich dort

das Futter schmecken, das die Frau ins Schälchen tat.

 

Napoleon wurde auch gegenüber der alten Mietzie immer lebhafter und temperamentvoller.

Sie tat mir oftmals so leid. Sie war in unserm Haus alt geworden und wurde jetzt von

diesem jungen Kerlchen hin und her gejagt. So oft sprang er ihr auf den Rücken oder

biss sie ins Fell. Er meinte es nicht böse, er wollte doch nur bisschen mit ihr spielen.

Ihre eigenen Jungen taten dies auch mit ihr, aber von Napoleon konnte sie einfach

nichts ertragen. Sie mochte ihn nicht.

Ja, die Rollen waren jetzt umgedreht, Napoleon war der Herr im Haus
und auch am Futternapf!

Der Tierarzt meinte, er könne bei dem jungen Kater einen chirurgischen Eingriff machen,

dann würde der Bursche ruhiger werden, aber das war nicht der Fall.

Nach ein paar Tagen, als er sich von der Operation erholt hatte,
war er wieder derselbe Wildfang.


Wir trennten die Beiden also, wir stellten den Karton von Napoleon
in einen anderen Raum.
So hatte die Alte nachts ihre Ruhe, Napoleon war tagsüber auf dem Gelände

am Streunen.

Mietzie ist mit ihren fast 19 Jahren schon eine sehr alte Katze.

Manchmal geht sie tagsüber mal kurz vor die Haustüre oder auf die Terrasse, aber

weiter kommt sie nicht. Mit kleinen Unterbrechungen schläft sie fast den ganzen Tag.

 

Vor einigen Monaten entdeckte einer unserer Söhne etwas Nettes:

Napoleon kam daher geschlichen, beugte sich vorsichtig über die schlafende alte

Mietzie und leckte sie ganz behutsam.

Ich wollte es erst gar nicht glauben. Es war zu schön um wahr zu sein.
Jedoch habe ich es aber hernach mit eigenen Augen gesehen.

 

Ich habe daraufhin Napoleon mit den Vorderpfoten in ihren Karton gestellt und sie

fand den jungen Eindringer durchaus nicht unangenehm. Und wieder leckte er sie.

Sie rührte sich nicht. Sie begann sogar zu schnurren.
 

Mittlerweile ist das schon ganz normal, dass der junge Kater die Alte leckt und

putzt, als ob er es fühlt, dass sie alt ist und seine Pflege braucht.

Und wenn gleich die Alte den Jungen nicht mag, weil er eben nicht von ihr ist,

so geniesst sie doch seine “Katzenwäsche”.

Na ja, manchmal wird seine “Wäscherei” ihr etwas zu viel, geht er doch etwas

zu robust mit ihr um.

Ja, und manchmal ist er wieder der Lausbub und beisst ihr in das Ohr.

Das lässt sich aber nicht gefallen.

Dann kann man ein Fauchen und Schreien hören. Und einer von Beiden nimmt

dann die Flucht..
Aber bald danach vertragen sie sich wieder und seit Monaten liegen die Beiden

in der Nacht und auch tagsüber herrlich warm mit einander in einem Karton.
Das hätte ich am Anfang nicht für möglich gehalten!

 

Die Beiden haben so etwas wie ein Hass – Liebe – Verhältnis mit einander.

Er liebt ihre Wärme, sie liebt es, von ihm geleckt zu werden.

 

Ich denke mir, wenn unsere alte Mietzie eines Tages nicht mehr da ist,

wird sie dem Kater doch irgendwie fehlen.

Fortsetzung folgt

 

 

   Napoleon und das Baby

  

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Christine (c)

 

 

 

 



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