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46 Jahre Niederlande

 
 










Die Mietzie und der Napoleon

 

Vor 2 Jahren, im Dezember 2007,
brachte unser Sohn ein niedliches rotes Kätzchen mit nach Hause.

Ein Bekannter hatte mehrere Katzen mit Jungen auf seinem Bauernhof
und schenkte ihm einen Kater von ca.10 Wochen.

Wir hatten seit Jahren eine alte Katze, die Mietzie,
die uns im September 1991 völlig ausgehungert angelaufen gekommen war.
Wir versorgten und pflegten sie, aber sie blieb scheu und ängstlich.
Im Stillen hoffte ich, Mietzie würde sich über den Kleinen erbarmen und ihn adoptieren.

Unser Sohn hatte den Kleinen in einem stabilen Karton verstaut mitgenommen.
Als er ihn auf den Tisch stellte und das niedliche kleine Köpfchen zum Vorschein kam,
 
schlossen wir ihn sogleich ins Herz.

Aber die Mietzie leider gar nicht.
Sie war neugierig geworden, was da aus dem Karton heraus gehoben wurde,
kam angeschlichen und als der Kleine zu ihr eilte, an ihr schnuppern wollte,
schlug sie nach ihm und fauchte.

Wir erschraken und der junge Kater ebenfalls.

Das kleine Tier tat uns leid.
Er war so ohne Weiteres bei seiner Mutter und der grossen Katzenfamilie
weg genommen worden, und es schien, als ob die Mietzie ihn nicht akzeptieren wollte.
Sie war empört, was man ihr da ins Haus gebracht hatte!

Wir versuchten, den Kleinen vor ihre Nase zu halten, in der Hoffnung,
dass sie ihn, so wie sie es mit ihren eigenen Jungen tat,
lecken würde, aber das Gegenteil geschah: sie fauchte und schlug nach ihm.

Es ging mir ans Herz. Nach mehreren Versuchen haben wir’s aufgegeben.

 

Weil unser kleines Katerchen so temperamentvoll war,
ständig der Alten hinterher lief, sich nicht einschüchtern liess,
bekam er von uns den Namen Napoleon.
Alle Familienmitglieder liebten ihn!

Ich dachte mir, mal sehen, vielleicht werden sich die Beiden
in der kommenden Nacht vertragen.
In der Halle hatte ich für Mietzie einen Karton mit einem warmen Kissen stehen.
Ich hoffte, wenn keiner von uns zusieht, wird sie vielleicht doch den Kleinen zu sich in

 den Karton rein lassen und ihm in der Nacht die nötige Wärme geben. 

  Aber das war eine Illusion!
Morgens war der Kleine nicht zu sehen!
In der andern Ecke der Halle stand ein Karton mit alten Zeitungen,
da oben drauf hatte er es sich gemütlich gemacht.

Einmal war er sogar im Katzenklo eingeschlafen.
Vielleicht war ich da selber der Anlass dazu.
Ich hatte ihn gleich am andern Tag als er zu uns ins Haus kam,
für paar Minuten ins Katzenklo gesetzt  mit der Klappe so gegen die Wand
dass er nicht raus konnte, ich wollte, er solle sich da mal dran gewöhnen.
Und das war tatsächlich eine gute Idee.
Der Kleine war von einem Tag auf den andern stubenrein.

Von nun an schlief er auf einem Kissen in seinem eigenen Karton.
Er hatte sehr wohl gemerkt dass die Alte ihn nicht leiden konnte.

Es war rührend, wie anhänglich er war.
Morgens früh, wenn ich das Frühstück zubereitete,
machte er sich sofort mit seiner feinen Stimme bemerkbar vor der Küchentür
und so bald diese aufgemachte, wich er nicht mehr von meiner Seite.

Setzte ich mich an den Tisch, wartete er neben meinem Stuhl,
bis ich ihn auf den Schoss nahm.
Meistens dauerte es nicht lange und der Kleine war dann auch gleich eingeschlafen,
während ich meinen Kaffee trank.
Der kleine Napoleon roch zwar sehr stark nach Kuhstall und Silofutter,
aber da gewöhnten wir uns dran.

Allerdings mussten wir ihm jeden Tag die Augen mit warmem Wasser säubern.
Normalerweise wird so ein Junges ja von seiner Mutter geleckt und gesäubert;
weil Mietzie ihn aber nicht adoptieren wollte, mussten wir das tun.
Der starke Kuhstallgeruch war zum Glück nach 1 oder 2 Wochen
aus seinem Fell verschwunden.

 

So vergingen ein paar Wochen, es war Winter,
Napoleon war bis jetzt noch nicht draussen gewesen.
Ich wollte das nicht, denn ich befürchtete, er könnte mir weglaufen,
seinen eigenen Bauernhof und seine Katzenfamilie suchen gehen.
Fortsetzung folgt.



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Christine (c)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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