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46 Jahre Niederlande

 
 


  

   




Mietzi, das heimatlose Kätzchen    

                                                                                   

                         
 

Es war an einem stürmischen, regnerischen Tag im September von 1991.
Da sah ich vor unserem Haus eine noch ganz junge Katze.

Sie war sehr ängstlich und verwahrlost.
Wir kümmerten uns um das arme Tierchen, so gut wir konnten.

Wir stellten ein Schüsselchen mit Essen und
Trinken unter den Tisch auf der Terrasse, damit es nicht hinein regnete.
Das Kätzchen kam jeden Tag und holte sich seine Portion.

Was übrig blieb, wurde vom Igel aus unserm Garten verzehrt.

Das " hörten " wir fast jeden Abend, denn er stellte
sich mit den Vorderpfötchen in das Schälchen
und das ergab dann jedes Mal ein bestimmtes Geräusch.

Das Kätzchen wurde immer mehr zutraulich,
doch als im Frühjahr wieder mehr Gäste auf unsern
Campingplatz kamen,
wurde es dem Kätzchen wahrscheinlich doch zu unruhig und sie erschien seltener.

Bis eines Tages einer unserer Buben die Mietzi hinter dem Holzschuppen sah:
mit drei niedlichen jungen Kätzchen!

 Sie waren so nett, die ersten Jungen
von unserem adoptierten heimatlosen Kätzchen !

Die Mietzi war auch gar nicht mehr ängstlich.
Sie fand es ganz normal, wenn die Kinder ihre Jungen auf den Arm nahmen.

Aber wir konnten sie natürlich nicht alle drei behalten. 
Zwei Kätzchen haben wir nach einigen Wochen an Camping-Gäste
verschenkt.

Der rote Kater jedoch blieb bei uns.
Wir nannten ihn "Tijgertje".
Er war ein sehr schöner Kater.
Ich habe vorher und auch danach nie wieder
eine Katze
mit einem solch schönen Fell gesehen !
Aber leider ist er nur 11 Jahre alt geworden.
Eines Tages im Spätsommer von 2003 liess er sich immer seltener sehen.

Bisher hatte er einen sehr guten Appetit entwickelt.
Nun aber ass er nur noch unter grosse Mühe sein Futter.

Unser Tierarzt konnte ihm auch nicht mehr helfen
und so kam ein Ende an sein Katzenleben !

 

Es hat der ganzen Familie leid getan,
dass er eingeschläfert werden musste.




Er fehlte uns richtig !
Sein Leben bestand hauptsächlich nur aus essen,
schlafen und spielen, aber er war sehr anhänglich gewesen.

Er wollte immer nur in unserer Gesellschaft sein,
dafür wählte er sich den Küchen- oder Bürostuhl aus.
Aber am liebsten setzte er sich in den Wäschekorb mit der zusammengelegten Wäsche!

Tijgertje war ein richtiger Feinschmecker! Alles schmeckte ihm.
Vor vielen Jahren hatte einer unserer kleinen Jungen
Geburtstag
und
es gab die Lieblingstorte.
Aber vorher mussten noch die Händchen gewaschen werden!

In der Zwischenzeit setzte sich unser Kater aber in einem unbemerkten Augenblick
auf den Stuhl des Kindes
und leckte einstweilen schon mal
die Schlagsahne von der Torte, was ihm aber kein besonderes Lob brachte.

Wenn man ihn schimpfte, war es seine feste Gewohnheit,
so schnell wie
möglich unter den Küchentisch zu verschwindern.
Dann schaute er uns ganz treuherzig an mit seinen
grossen Katzenaugen,
als wollte er sagen: seid ihr böse auf mich?
  Habe ich denn etwas falsch gemacht ? 

Ja, er war schon ein richtiger Strolch !
Aber lange böse sein konnte keiner auf ihn.

Eines ist mir bei diesem Kater aufgefallen,
und zwar, dass er nie mit einer Maus ankam.
Er fürchtete sich vor Mäusen!

Wir haben ihn dafür aber öfters mit einem gefangenen Kaninchen gesehen.
Die brachte er aber hernach nicht mehr mit nach Hause,
weil er dafür nicht gelobt, sondern getadelt wurde.

 

Die Mietzi dagegen hat uns schon viele Mäuse auf dem Gelände gefangen.
 Unvorstellbar, wie geschickt sie warund auch heute noch ist.

Schon aus der Ferne hören wir sie maunzen, wenn sie wieder ein Maus gefangen hat.
Die wird erst vor das Haus gelegt, und dann erwartet sie ein grosses Lob:
~~ Gut ist das, brave Katze bist du! ~~ 
Erst wenn das geschehen ist, macht
sie sich an die Mahlzeit!

Die Mietzi hatte noch ein paar Mal ein Nest mit Kätzchen,
die konnte ich an Bekannte im Dorf und an Gäste verschenken.
Doch dann beschloss ich, Mietzi vom Tierarzt sterilisieren zu lassen.

Sie ist mittlerweile schon eine etwas ältere Katze geworden.
Sie liebt unser Haus, sie zeigt uns,
dass sie sich wohl fühlt
bei uns.

So hat also das heimatlose, ängstliche Kätzchen
von damals ein Zuhause gefunden.

Dezember 2006
Christine Wierda-Weigl  (c)

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  



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