1) Du sollst schon vor meiner Ankunft meinen Napf und meine Toilette bereitstellen. Natürlich wird sich keine Katze der Welt in einer fremden Umgebung sofort aufs Futter stürzen oder aufs Klo rennen. Aber falls das Kätzchen doch nach einer Weile Hunger verspürt oder den gewissen Drang hat, sollte bereits alles an Ort und Stelle sein.
2)Du sollst die Wohnung katzensicher machen. Das heisst: Alle gekippten Fenster schliessen, alle spitzen oder scharfen Gegenstände wegräumen, giftige Sachen (Putzmittel, Düngemittel etc.) wegschliessen. Auch sollten weder Büroklammern, Nähnadeln oder sonstige "Spiel"-Sachen herumliegen.
3)Du sollst mir ein warmes Plätzchen bereit stellen. Damit ist ein speziell für die Samtpfote ausgestattetes Körbchen (mit Kissen oder Kuscheldecke) gemeint. Auch toll wären ein Kletterbaum und eine kleine Höhle, in die sich die Mieze zurückziehen kann.
4)Du sollst mich in aller Ruhe alles abschnuppern lassen. Kommt das Kätzchen zu ihnen ins Haus, sollten sie es in aller Ruhe bei sich einführen. Es wird zunächst etwas irritiert und verunsichert herumlaufen, mal hier, mal dort schnuppern, doch bald etwas mehr Sicherheit gewinnen. Schleppen sie es nicht von Raum zu Raum, nehmen sie es nicht ständig auf den Arm, laden sie am ersten Tag nicht ihre ganze Verwandtschaft zum Kaffee trinken ein. Die Katze braucht Ruhe und Muße, um sich im neuen Zuhause zurecht zu finden.
5)Du sollst mich beim Tierarzt anmelden. Spätestens nach einer Woche sollten sie die kleine Katze in ihr Transportkörbchen packen und sie beim Tierarzt vorstellen. Dort sollte sie eingehend untersucht, entwurmt und geimpft (Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut, FIP) werden.
6)Du sollst mir was feines in den Napf füllen. Und zwar drei - vier mal täglich (bei einer Jungkatze) oder zwei mal täglich (bei einer ausgewachsenen Katze) Feuchtnahrung aus der Dose, ausserdem einen Napf mit Trockenfutter und einen Napf mit frischem Wasser.
7)Du sollst mich beim Füttern und beim Schlafen in Ruhe lassen. Katzen brauchen beim Fressen ihre Ruhe, wollen dabei durch nichts und niemanden gestört werden. Stellen sie die Näpfe deswegen an einen ruhigen Ort, sonst kann die Mieze nicht genüsslich fressen, weil sie ständig in Alarmbereitschaft ist. Das Gleiche gilt für die schlafende Katze. Legt sie sich zum Dösen hin, möchte sie nicht aufgeweckt werden.
8)Du sollst mich Pflegen. Katzen mögen es nicht nur, wenn man ihnen bei der Fellpflege hilft, es ist auch ganz wichtig, überschüssiges Haar mit Kamm oder Bürste zu entfernen. Vor allem bei langhaarigen Exemplaren sollte der Katzenmensch täglich kämmen oder Bürsten. Aber: Vorsichtig sein, nicht zu grob, denn Katzenhaut ist dünn und kann schnell verletzt werden. Ausserdem: Tut es der Katze einmal weh, lässt sie für den Rest ihres Lebens keinen Kamm mehr an sich ran.
9)Du sollst mich in meinem Revier möglichst nicht einschränken. Katzen brauchen Platz. Sie nur in einem kleinen Zimmer zu halten, würde an Tierquälerei grenzen. Deshalb: Lassen sie sie nach und nach ihre Wohnung erkunden und von ihrem neuen Revier Besitz ergreifen. Geben sie ihr möglichst Auslauf - wenn nicht draussen, dann wenigstens drinnen.
10)Du sollst konsequent sein. Heute darf sie auf dem Bett schlafen, morgen nicht, übermorgen vielleicht... Mit Inkonsequenz können Katzen nichts anfangen. Deshalb sollten sie sich von vornherein darüber klar sein, was sie ihrer Katze erlauben und was nicht. Sie sollten den Rythmus des Tieres möglichst nicht durcheinander bringen.